
Stressfrei ohne Windows!

Mein
Nachtsichtgerät zeigt Ihnen an:
der
wievielte Besucher Sie seit Januar 2003 sind:
zurück zur Hauptseite
Astronomie
mit dem
LEICA APO-Televid 77
oder
mein Weg zur Amateur-Astronomie
- von
Peter Schubert
, Astronomischer Verein Hoyerswerda e.V.
-
-
-
Ein
herzliches Willkommen dem Leser dieser Homepage. Es war meine
Erstlingsgeburt
und ich wunderte mich ja selbst, daß dabei etwas Sichtbares
rauskam.
Ich war richtig erschrocken, als nach der Übertragung zum
Server
und
anschließendem Aufruf doch etwas auf dem Bildschirm erschien.
Aus
diesem Grunde sollten die Layout-Freaks bitte etwas nachsichtig sein,
vielleicht
wird die nächste Homepage etwas professioneller. Zur
Astronomie
als
aktives Hobby kam ich erst mit etwa 45 Jahren, zuvor war ich
dreißig
Jahre erfolgreich in meiner Freizeit Zierfische gezüchtet
hatte.
Leider
war es jedoch nach der politischen Wende zeitlich und finanziell
unmöglich
geworden, der Verantwortung gegenüber dem lebenden Hobby
nachzukommen.
So gab ich es ganz auf, ehe ich es halb und schlecht weiter betrieben
hätte.
Strom und Wasser kosteten in der alten DDR nahezu nichts und nach der
Wende
mit kostendeckenden Preisen wurde die gesamte Züchterei in
meinem
bisher getriebenen Umfang unrentabel, weil südostasiatische
Züchter
ihre Tiere auch bei uns wesentlich billiger anzubieten vermochten.
- Ehe
es
beim Lesen
der Homepage Probleme gibt, sie wurde erstellt mit dem
Netscape-Composer,
Bildschirmauflösung 1024x768 Bildpunkte, getestet mit
StarOffice
5.1 und neuerding Open-Office 1.1.4
in verschiedenen Auflösungen. Diese Seite
müßte also
auch in
anderen
Browsern als nur Netscape, Mozilla, Konqueror oder Epiphany lesbar
sein. Einen Microsoft-Explorer kann ich nicht testen, da ich aus
Überzeugungsgründen die Software des Monopolisten
nicht
verwende und mit Linux und FreeBSD obendrein auch noch wesentlich
stressfreier lebe, als vordem jahrelang mit verschiedenen Windows.
-
-

- Schon
als Schüler hatte mich die Astronomie begeistert. Meine Eltern
hatten
mir 1962 das Buch von K.Winkler: "Den Sternen auf
der Spur" geschenkt, erschienen im damaligen Postreiter-Verlag, Halle.
Ich bekam hier das erste Mal Kontakt mit Sternbildern und mit einfachen
astronomischen Begriffen und etlichem anderen mehr. Hochmotiviert
bastelte
ich damals allerhand Gerät und maß z.B. den Winkelgrad
der Sonne über dem Südpunkt pünktlich
alle 10 Tage
-
so die Sonne zu sehen war - ohne Aussicht darauf, daß diese
Tabelle
jemals als sinnvoll eingestuft worden wäre. Für mich
im
ersten
Hocheifer war es zu
diesem
Zeitpunkt aber das absolut Wichtigste. Ich war fest davon
überzeugt,
daß ohne meine Meßdaten damals sicher der Globus
aus den
Angeln
geraten wäre. Mit einem anderen
Gerät
vermochte ich die umwerfende Vorausschau zu realisieren, anzugeben, wo
denn zum betreffenden Tage nach Sonnenuntergang der Große
Wagen
stehen
würde. Im Verlaufe der Jahre gewannen dann diese Beobachtungen
immer
mehr an geistigem Niveau. Gekrönt wurde das Ganze aber erst
dann,
als ich mir als Student erstmals ein eigenes kleines Fernrohr zu
leisten
vermochte, ein achromatisches 50/540 aus dem Hause Carl Zeiss Jena.
Übrigens,
dieses kleine Fernrohr ist noch heute ein
hochbegehrtes
Teleskop
unter Spezialisten. Gleichzeitig leistete ich mir ein kleines
Bestimmungsbuch
der nördlichen Sternbilder und einen Billigfeldstecher. So
übte
ich mich weitere 15 Jahre zumindest in der Gelegenheits-Astronomie.
Trotzdem
, die Zierfische waren bis Mitte 1993 noch immer die
überwiegenden
Favoriten meiner Freizeit.
-
- Erst
nach
der Wende,
als ich mich von der Aquaristik trennen mußte,
erfaßte mich
wieder das Interesse an der Amateurastronomie. Bedauerlicherweise hatte
ich zu diesem Zeitpunkt mein kleines ZEISS-Fernohr längst
verkauft,
ohne dessen eigentlichen Wert bis
dahin
wirklich erkannt zu haben. Ich kaufte mit so 1993 einen Kleinrefraktor
der Firma Eschenbach, der mich allerdings von Anfang an
enttäuschte.
Im zweiten Halbjahr 1994 überraschte mich in den Morgenstunden
immer
auffälliger die hell leuchtende Venus und um den 6.Dezember
1994
brach
in Hoyerswerda ein regelrechtes UFO-Fieber aus. Manche wollten zwei
Scheinwerfer
gesehen haben, die Kreiszeitung
Lausitzer
Rundschau
berichtete über anfliegende Ufos und so weiter. Ich
sah
mich damals zu einer Richtigstellung
in der
Zeitung veranlaßt Ich konnte mit dem 60/400er Eschenbach
geradeso
zwar die Sichelgestalt des Planeten mit der 2-fach Barlowlinse bei nur
40-facher Vergrößerung noch erkennen, aber die
ESCHENBACH-Okulare
waren schlicht und einfach Schrott. Scharfe Abbildungen waren mit
dieser
Technik nicht möglich, egal was man anvisierte. Inklusive
eines
nicht
weniger miserablen Stativ als Set für knapp 800 DM erworben,
hatte
ich nun mein Lehrgeld entrichtet. Ich erwarb schließlich
einen
besseren
Feldstecher, ein Atlas für Himmelsbeobachter und eine der
sogenannten
Russentonnen MK 100/1000, die auf einer parallaktischen SB-Montierung
von
KOSMOS, Stuttgart recht gut zu handhaben war. Doch auch hier blieb das
Ergebnis weit unter meinen Erwartungen. Besonders bei
Vergrößerungen
von mehr als 100x ärgerte ich mich über die schlechte
Abbildungsqualität.
Dies war dann besonders zu bemerken, wenn ich versuchte, den
Gasplaneten
Jupiter mit Barlowlinse und größtmöglicher
Vergrößerung
mal seinen "Roten Fleck" zu entlocken oder den Schatten eines der
Jupitermonde
auf dem großen Planeten zu erspähen. Ein solcher
Mondschatten
war einmal beim besten Willen nicht konturenscharf zu
bekommen,
obwohl
das Seeing bestens war. Für die terrestrische
Beobachtung
hatte
ich mir Monate zuvor ein Noname-Spektiv 80/440 mit einem Variookular
20-60x
aus dem Hause Quelle gekauft und stellte nun erstaunt fest,
daß
dieses
Gerät der Russentonne astronomisch in Nichts nachstand. Mit
60-facher
Vergrößerung sah ebenso so viel oder wenig z.B. von
Jupiter,
wie in dem besagten Maksutovteleskop. In seiner ganzen
Handhabung
war das Spektiv sogar wesentlich bequemer und besser. Ich ertappte mich
immer mehr dabei, daß ich aus Bequemlichkeit lediglich
Spektiv
und
Fotostativ einpackte und allen anderen Kram beiseite ließ.
Das
war
der Moment, als ich erkennen mußte, daß meine
astronomische
Begeisterung zwar groß war, aber wohl kaum jemals ausreichen
würde,
mir große und gewichtige "Licht-Eimer" zuzulegen. Es lag und
liegt
mir einfach nicht, mich jedesmal mit mehren Zentnern
Ausrüstung
abzuschleppen
oder mich mit ungenau eingestellten parallaktischen Montierungen herum
zu ärgern. Da ich aber ein Refraktor-Fan war,
entdeckte ich
auf diesem Wege die kleinen handlichen Prismenfernrohre, d.h. die
Linsen-Spektive
für mich.
-
- Das
Quelle-Spektiv
war ja da schon sehr brauchbar gewesen, aber ich wollte das Maximale
herausholen
und meine eventuell letzte Investition gleich so vornehmen,
daß
das
Gerät während des restlichen Lebens nicht wieder
mangels
Leistung
hätte neu gekauft werden müssen. Damit stand aber
auch
für
mich fest, daß das nächste
Beobachtungsgerät nur ein
Apochromat
sein konnte. Nachdem ich etliche apochromatische Spektive getestet
hatte,
so u.a. die ED-Version von VIXEN-Geoma 80, sowie dessen nahezu
baugleiches
Modell von SOLIGOR, dann den Fluorit-Apochromaten 80mm aus der
HSN-Reihe
von KOWA, kam ich immer deutlicher dahin, daß jegliche
anfängliche
Geldeinsparung über einen etwas niedrigeren Preis,
gleichzeitig
auch
die Akzeptanz von deutlichen optischen
Schwächen und technischen Mängeln erfordert
hätte. Dazu
war ich nicht bereit und so hatte ich letztendlich nur noch zwischen
den
Spektiven der Firmen SWAROVSKI und LEICA zu entscheiden, Carl Zeiss
Jena
war zu diesem Zeitpunkt mit den gewünschten Geräten
schon
nicht
mehr präsent. So begeisterte mich die zwar Tatsache,
daß
das
SWAROVSKI-Spektiv
mittels eines Okularadapters auch für astronomische
Okulare
aufnahmefähig war. Dem entgegen ist aber die einstufige
Schärfeneinstellung
mittels des großen Handringes für die erforderliche
Feinsteinstellung
in der Astronomie wenig brauchbar und unterschied sich in Nichts von
dem
Quelle-Spektiv. Dann war da noch die Tatsache, daß
das
Swarovski-Spektiv
ein nur zweilinsiges apochromatisches ED-Objektiv besitzt, das LEICA
APO-Televid77,
dagegen aber ein echter apochromatischer Dreilinser mit
Fluoritglaslinse
war. Das muß nicht heißen, daß die
ED-Objektive alle
schlecht sind. Die TeleVue-Reihe PRONTO beweist täglich das
Gegenteil,
aber wenn man von einem echten Fluorit-Apochromaten träumt,
muß
man doch drei Linsen haben, oder ? Den letzten Ausschlag gab dann
entgültig
die Tatsache, daß die Konstrukteure des LEICA ihrem Spektiv
eine
geniale zweistufige Fokussiereinrichtung gegönnt hatten. Ich
mir
selbst
seither immer wieder bestätigen können, daß
diese
Entscheidung
für das deutsche LEICA APO-Televid77 absolut richtig war. Die
Feineinstellung
der Schärfe ist eine derart feine Sache, daß einem
auch die
schwächsten Objekte ohne Verwackeln gelingen. Meine
Entscheidung
für
Leica war und ist auch heute noch richtig. Das auch, obgleich
mir
anfänglich die Tatsache noch nicht bewußt,
daß an
LEICA
eben nur LEICA ranpasst ! Das sollte mir späterhin allerdings
noch
einiges Hirnschmalz abverlangen. Von der optischen und technischen
Klasse
her, ist das LEICA APO-Televid77 meines Erachtens DAS
Referenzgerät
für die Größenklasse 70-80 mm
Objektivdurchmesser und
400-450mm
Brennweite. Von den Leica-Kamerawerken,
Wetzlar,
für Vogelkundler und Jäger konzipiert, reicht seine
Ausstattung
mit inzwischen vier hervorragenden Okularen für diesen Zweck
völlig
aus. Die nahezu totale Farbreinheit des apochromatischen Objektivs hat
seine Daseinsberechtigung sicher bei den Ornithologen, wo die
Bestimmung
einer Vogelart oder einer Rasse derselben, aufgrund der genauen
Beobachtung
auch der Farbgebung des Gefieders nur möglich ist. An die
Hobby-Astronomen
hat man dabei natürlich bei LEICA kaum gedacht, obgleich man
huldvoll
zur Kenntnis nahm, daß es einige gab, die das apochromatische
Televid77
erfolgreich, insbesondere mit den Weitwinkelokularen 20x und 32x, zum
"Surfen"
am nächtlichen Firmament benutzten. Daß aber
letztendlich
dann
doch wieder mehr Hobbyastronomen ihre Spektive Televid77 bei
Astrohändlern
mit Verlust wieder in Zahlung gaben, weil sie mit den LEICA-Okularen
bei
60-facher Vergrößerung am Ende waren - das nahm man
geflissentlich
nicht zur Kenntnis.
- Ich
selbst beabsichtigte
jedoch nicht, mich von meinem LEICA-Spektiv wieder zu trennen.
- Ich
suchte stattdessen nach einer Lösung. Bereits schon mit den
LEICA-Weitwinkel-Okularen
hatte ich bei der Beobachtung größerer Messier-Objekte
recht schöne Eindrücke gewinnen
können. Mit dem
LEICA
B40x, dem scharfzeichnesten der LEICA-Okulare,
führte ich wunderschöne detailliert
vergleichende
Beobachtungen der Mondoberfläche

zu
einem beleuchteten
Mondglobus
durch. Jedoch insbesondere bei den Vergleichen zu den Karten
im
"Mondatlas"
von A.Rükl bemerkte ich beim Aufsuchen kleinerer Krater,
daß
die Vergrößerung 40x doch nicht ausreichend war. Mit
der
Höchstvergrößerung
von 60x mit dem LEICA- Variookular war auch nicht nennenswert mehr zu
erreichen.
Obendrein zeigte das Variookular in der
Höchstvergrößerung
leichte Unschärfen gegenüber dem Festokular LEICA
B40x. Das
liegt
aber wohl bekanntermaßen mehr oder weniger auffällig
in
jeder
Variooptik begründet. Ich brauchte also möglichst
Festokulare
mit höheren Vergrößerungen, wollte ich das
Problem
dauerhaft
lösen. So entwickelte ich mir eine Konzeption für
Okulare mit
88-facher und 110-facher Vergrößerung, die auf
das Gewinde
des original LEICA-Fotoadapters am Spektiv aufgeschraubt werden. Das
Problem
bestand darin, daß man die Steckhülsen
astronomischer
Okulare
nicht in den Spektivkörper einzuführen vermochte,
weil dieser
gasdicht mit einer Glasscheibe verschlossen worden ist.
Deshalb
gedachte
ich die Okulare von ihrer Hülse zu befreien, was ja eigentlich
kein
Problem ist, man schraubt sie ja einfach ab. Das Problem bestand aber
nun
darin, daß die meisten sehr guten Okulare 
mit internen
Barlowlinsen
o.ä. arbeiten und selbst nach Entfernung der
Steckhülse noch
zu groß waren. Einzig und allein nur zwei Okulare, das
Celestron
Ultima 5mm und das ZEISS Abbe 4mm erfüllten diese
Voraussetzungen
und genügten auch in der optischen Leistung meinen
hochgesteckten Ansprüchen.
Auf unserer
Vereinsseite des
Astronomischen Vereins Hoyerswerda e.V. sind die einzelnen Schritte zur
Anpassung dieser Okulare genauer beschrieben, so daß ich dies
hier
nicht noch einmal detailliert wiederholen
möchte. Aufgrund mehrerer Nachfragen via Mail habe ich
hier aber am 31. Juli 2005 noch eine Detail-Zeichnung eingefügt.
Als ich
diese
Okulare
bei der Planetenbeobachtung erprobte, stockte mir fast der
Atem !
Insbesondere das orthoskopische Okular ZEISS A-4 aus Jena besitzt eine
solche extreme Abbildungsleistung, wie man sie von derart kurzen
Brennweiten
fast nicht erwartet
! Ich hatte sehr gut noch in Erinnerung, was ich z.B. mit einem
vierzölligen
Achromaten von einem Meter Brennweite auf dem Jupiter und dem Mars
gesehen
hatte und was an Details am Ringplaneten zu erkennen waren. Nun mit
einer
vergleichsweise sehr kurzen Brennweite von 440 Millimetern und einem
deutlich
kleineren
Objektiv
erkannte ich
wesentlich mehr, klarer und
detaillierter.
Erstmals sah ich den sogenannten Großen Roten Fleck. Diesen
allerdings
erst, nachdem mich erfahrene Sternfreunde darüber
aufgeklärt
hatten, daß dieser zur Zeit nicht rot ist, sondern eher als
eine
deutliche gelbliche Unterbrechung des betreffenden Wolkenbandes auf
Jupiter
in Erscheinung tritt. Ein anderes Mal war der Schatten eines
Jupitermondes
auf dem Gasriesen zu sehen, diesmal konturenscharf und klar, wie
eingestanzt
! Und nicht die Spur eines Farbsaumes, einfach erstklassig ! An diesem
Okular gibt es nichts zu meckern !
-
-
Das
LEICA APO-Televid77 war mit dieser Erweiterung spürbar in den
Bereich
der kleineren astronomischen Refraktoren der oberen Leistungsklasse
aufgestiegen.
Da aber auch die werksseitige Zieleinrichtung auf der Taukappe kaum dem
entsprach, was sie eigentlich sein sollte, bastelte ich an
verschiedenen
Zieleinrichtungen herum. Eine für die terrestrische
Beobachtung
recht
brauchbare Lösung aus
einem
Filtergewindering
und einer Plastikschablone, erwies sich aber für die
astronomische
Nutzung als zu ungenau. erweiterte ich die Ausstattung
schließlich
mit einem TeleVue-QwickPoint-Sucher. Das ist ein Leuchtpunktsucher,
ähnlich
dem Prinzip eines kleineren
Telradsuchers.
Die
Befestigung der Basis mittels Stretchband am Spektivkörper
bringt
es leider mit sich, daß man den Sucher vor jeder Beobachtung
neu
einrichten muß. Das hört sich aber schlimmer an, als
es
letztendlich
ist. Inzwischen 
gelingt
mir das routiniert und rasch. Übung macht halt den Meister.
Natürlich
wäre eine Möglichkeit, den bekannten Telradsucher am
Spektiv
anzubringen noch besser, zumal für diesen Sucher hervorragende
Aufsuchkarten
für die Messierobjekte existieren. Vielleicht fällt
mir mal
gelegentlich
was ein. Aus zwei HAMA M77-Skylightfiltern baute ich mir einen
Sonnenfilter,
indem ich die bekannte Mylarfolie zwischen die beiden Glasfilter
spannte
und fixierte. Zu etwas anderem eignet sich das Filtergewinde am
Leica nämlich wirklich nicht, weil es auf der Tau- oder lt.
LEICA
"Streulichtkappe" aufgebracht wurde und so beim Fotografieren kaum
Streulicht
verhindern, eher selbst verursachen dürfte. Fotofilter, wie
vom
Hersteller
benannt, sind da zumindest völlig fehl am Platze. Für
mich
aber,
für meinen astronomischen Sonnenfilter, war diese
offensichtliche
Fehlkonstruktion genau das Richtige ! Der Sonnenfilter ist so
goldrichtig
angebracht und verhindert schädliche Erwärmungen im
Spektiv.
Nun war meine Ausrüstung ausreichend komplettiert und hat bis
heute
auch nie eine
Fehldisposition
zutage gebracht. Das Ganze auf einer stabilen Montierung zur azimutalen
Nachführung des kleinen Spektivs, in diesem Falle die bekannte
Baader-Montierung
und ein stabiles Stativ. Wenn man nicht gerade preisgünstig an
ein
Manfrotto-Studiostativ rankommt, genügt auch ein
ähnlich
großes
Studiostativ von HAMA. Ich benutzte jahrelang ein ausgedientes ZEISS
T-Stativ,
ebenfalls sehr gut brauchbar. Allerdings gehören solcherart
stabile
Stative nicht zum Standartangebot von Fotogeschäften und
werden
aufgrund
des hohen Preises von Otto Normalverbraucher auch kaum gekauft. Sie
sind
u.U. noch preisgünstig zu erhalten, wenn mal ein Fotograf sein
Studio
umrüstet. Oder aber man bleibt wachsam bei Internetauktionen,
dort
so etwas auch gelegentlich mal auf. Bei den im freien Handel
angebotenen
Stativen, gleichgültig nun ob HAMA, BILORA oder gar BERLEBACH,
ich
fand nichts, was ausreichend stabil und schwingungsfrei und
gleichzeitig
bezahlbar war. Hier muß man echt lange und intensiv suchen,
jeder
übereilte Kauf erweist sich hier als rausgeschmissenes Geld.
Ein
guter
Tip sind Landvermesser-Stative aus Holz, in ausreichender
Größe
schon für einen Preis zwischen 200 und 300 DM in den
entsprechenden
Fachläden
-
-

Insgesamt
gesehen, ist das LEICA APO-Televid77 ein allround verwendbares Spektiv.
Es existiert in zwei Versionen, d.h. einmal mit Geradeinblick oder wie
mit Schrägeinblick. Für die gleichzeitige
astronomische
Verwendung
empfiehlt sich natürlich der um 45 Grad gewinkelte
Schrägeinblick
um Himmelsbeobachtungen im zenithären Bereich ohne
größere
Verrenkungen zu ermöglichen. Die optische Leistung, sowohl die
des
achromatischen Televid77 als auch die des apochromatischen Televid77,
ist
ausgesprochen sehr gut. Die zusätzliche fast
hundertprozentige
Farbreinheit
des Fluoritapochromaten gewährt allerdings auch noch klarere
Beobachtungen
im Detail und erweckt so den Eindruck mehr und schärfer
abzubilden.
Wer allerdings nicht unbedingt mit Bluthochdruck auf leichte
Farbsäume
bei besonders hellen oder überblendeten Objekten reagiert,
sollte
sich überlegen, ob er die Preisdifferenz von reichlich 1000 DM
zwischen
der apochromatischen und der achromatischen Version neben dem
Vario-Okular
nicht besser zusätzlich für die originalen drei
LEICA-Festokulare
aufwendet und somit seine Ausrüstung gleich von
vornherein auf
die
vier LEICA-Okulare komplettiert. Für die überwiegend
astronomische
Verwendung macht sich die Anschaffung eines QwickPointers meines
Erachtens
zwingend erforderlich, denn mit dem Lacher, den LEICA
als Zielnonien aufgesetzt
hat, kann man schon in der Dämmerung nicht mehr arbeiten,
geschweige
denn in der Nacht! Neben
der
Leistungsfähigkeit,
die von keinem Spektiv oder astronomischen Fernrohr gleichen
Öffnungsverhältnisses
übertroffen wird, ist das Spektiv klein und handlich,
paßt
ideal
ins Reisegepäck und bringt es insgesamt auf keine 5 Kilogramm
Gewicht.
- Es
ist
damit jedermann
die erste Wahl, der nicht unbedingt Zentner an Ausrüstung mit
ins
Feld schleppen will, trotzdem aber Wert auf höchste optische
und
dauerhafte
mechanische Qualität legt!
- Wenn
Ihnen diese
Seite gefallen hat - oder auch nicht, wenn Sie vielleicht auch ein
LEICA-Televid
besitzen und sich mit mir zu diesem oder jenen austauschen wollen -
schreiben
Sie mir unter meiner E-Mail-Adresse oder besuchen Sie mich im Astronomischen
Verein Hoyerswerda
-
Vielleicht
noch ein weiteres Angebot? Mit
dem Klick auf das Debian-Logo gelangen Sie bei Interesse auf
meine
Linux-Seite
Mit
dem Klick auf dieses Bildchen stelle
ich Ihnen mein
Zwergkaninchen Max vor
Wenn
es Ihnen gefallen hat oder Kritik angezeigt ist, senden Sie mir bitte
eine Mail, indem Sie das Icon klicken
Bei
Suchmaschinen anmelden