Aufgrund zahlreicher Nachfragen füge ich hier das Bauprinzip des Adapters ein, aber bitte halten Sie mir zugute - Ich bin weder ein technischer Zeichner, noch irgendwie anders in technischer Beziehung sonderlich herausragend begabt. Sollten Fachleute dieser Zunft diese Zeichnung für absonderlich, innungschädigend oder sonstwie unerträglich halten
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Ich werde und kann die Zeichnung nicht ändern, ich bin froh, dass sie so aussieht, wie sie aussieht ;-)




Ich denke aber, mindestens das Prinzip des Adapters ist hieraus ersehbar. Es gibt keine technische Zeichung o.ä. dazu. Im Prinzip habe ich das Teil nach alter sibirischer Sitte erdacht und dann bauen lassen:

- Idee - Probieren - Verwerfen; neue Idee - wieder Probieren - wieder Verwerfen
und das ging so lange, bis es hieß
- neue Idee - Wieder Probieren - passt!  So in etwa ja auch der Homo erectus den ersten Faustkeil gebastelt

dann habe ich mir jemanden gesucht, der mir das gefertigt hat. Handwerklich muss Mutter Natur nur noch Reste in der Schublade gehabt haben, den sie stattete mich mit zwei linken Händen aus.

Da das Teil inzwischen schon mehrmals von verschiedenen Sternfreunden nachgebaut wurde, denn auch Digitalkameras und alles, was eine Röhre zum Anflanschen hat läßt sich so an Spektiven verschiedenster Hersteller befestigen, mein Rat -

Vernachlässigen Sie nicht die Wirkung und den Sinn des Metallstreifens, der im Innenbereich des Ringes eingelegt ist und verzichten Sie auf diesen nicht! Er schützt Ihr Okular vor den Metallbolzen, die durch den Adapterring hindurch gedreht werden. diese sollen den Okularkopf ja fixieren und gegebenfalls sogar justieren.

Machen Sie das ohne einen solchen Schutzstreifen aus Metall beschädigen Sie den Okularkopf auf das Schlimmste, da diese zumeist aus Weicheisenmetall sind und sich die Bolzen dort hinein bohren!!

Je nach Gusto kann man drei oder vier solcher Bolzen nehmen. Es gibt Freunde, die drauf schwören, dass drei Bolzen besser sind; ich bevorzuge vier davon. Aber ich denke das ist eine Ansichtssache.

Noch einen Satz zum Okular:
Wenn man ein Zeiss-Okular zur Verfügung hat, ist das zwar was Feines, aber überlegen Sie sich vorher, ob der Geldaufwand sich für Sie lohnt. Mittlerweise sind diese Abbe-Okulare nicht mehr in Fertigung und der Preis auf dem Gebrauchtmarkt beträgt inzwischen das Dreifache dessen, was ich einstens in D-Mark bei der Fa.Baader bezahlte.
Praktische Versuche haben mir gezeigt, solange Sie nicht in der namibischen Wüste stehen unter brilliant-klarem Nachthimmel oder auf dem St.Palomar stehen, sind die Sichtbedingungen sowieso mehr als ziemlich bescheiden - ergo,versuchen Sie es erstmal mit einem preiswerteren Okular. Ein CelestronUltima-5mm, ja selbst ein Soligor-6mm brachten verblüffende Ergebnisse im Vergleich, die zwar nicht besser waren - aber auch nicht so schlecht, als dass sich hätte dafür der finanzielle Aufwand für ein ZEISS-Abbe unabdingbar erweisen müssen. Ein kurzer Blick in Online-Angebote ergab eben, dass das preiswerteste Celestron 4mm aus der Omni-Serie bei 48 Euro liegt, die deutlich besseren Celestron Ultima 5mm bei 140 Euro. Dem entgegen kenne ich im privaten Gebrauchtwarenhandel Forderungen für das orthoskopische Zeiss-Abbe 4mm natürlich gebraucht, wie es bei mir in Verwendung ist, bis 500 Euro und das soll nach mündlichen Aussagen anderer Sternfreunde noch nicht einmal die Spitze sein. Würde ich eine Sternwarte im Tibet oder auf den chilenischen Anden haben, würde ich mir vielleicht den Kauf eines solchen Boliden überlegen, aber so .... Ich glaube heutzutage unter den derzeitigen Preisgefügen würde ich das nicht mehr auch nur in Erwägung ziehen.  Aber letzendlich ist das jeden Einzelnen eigene Entscheidung, was er dafür aufwendet. Aber wer schon länger in die Sterne guckt, dass es gar nicht so selten ist, dass man mit irgendeiner fixen Idee im Kopf einem irre teuren Teil hinterher jagt und dann, wenn man es hat, ziemlich enttäuscht in die Röhre guckt, weil es nicht das gebracht hat, was man sich einbildete.

Wichtig ist
das Sie sich zuerst das Okular ausgucken und dann die Abmessungen für den Adapter festlegen. nicht alle Okulare haben gleiche Abmessungen!

Es ist nämlich ein Unterschied, ob Sie ein Zeiss-Okular nach 1990 in der Hand haben, oder die in der DDR üblichen Zeiss-Okulare bis 1989, wie sie im Schulbereich an Telementoren und am Zeiss-Coude-Refraktor verwendet wurden. Die haben ganz andere optische Körper als alles, was bisher nach 1992 gebaut wurde! Auch ein Ultima-5mm hat mit Sicherheit einen anderen optischen Kopf auf der Hülse, als ein Soligor oder ein MEADE.

Deshalb immer erst das Okular bestimmen, dann den Adapter bauen (lassen) - das ist die richtige Reihenfolge!