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diese Seite wird in Abhängigkeit von ab und an auftretenden eigenen geistigen Lichtblitzen oder erkannten eigenen Irrtümern ständig aktualisiert und ergänzt, zuletzt am 31.10.2005


Das lange Warten hat sich gelohnt !

Mein Debian-Linux 3.1r0a Sarge
offiziell "stable" seit dem 8.6. 2005

Sicherheitstipp
 Insider-Tipp:  . . .  und das System bleibt auch immer stable und sicher,
wenn man
"http://security.debian.org/ sarge/updates main contrib"   ordentlich zu nutzen weiß . . .
Die Quelle in die Sourcenliste einbindet und regelmäßig die erforderlichen Updates macht.







Inhaltsverzeichnis


Die Zeiten vor Linux

Ich habe natürlich auch, wie jeder andere, vorher mit verschiedenen Windows-Versionen gearbeitet - jahrelang, anfänglich auch überzeugt vom MS-System. Die in Relation besten Erinnerungen verbinden sich bei mir mit Windows NT4.0. Aber selbst dann mit Windows XP wurde ich im Internet nie das mulmige Gefühl los, dass ich mit diesem System nicht für mich allein unterwegs war. Berichte in Zeitschriften und Fernsehen taten ein Übriges dazu, mein Sicherheitsgefühl betreffs Windows gänzlich zu erschüttern.
Verfolge ich übrigens eben die aktuelle Diskussion um Spionage-Tools, Dialer und insbesondere neuere Trojaner beim Homebanking, die Tastatureingaben, ja selbst Mausbewegungen erfassen und nach Osten senden, dann sehe ich mich restlos bestätigt, dass der Wechsel von Windows zu Linux richtig war. Für Linux gilt damit zwar ebenfalls die Gefahr des Pishings nach wie vor auch, hier aber wesentlich nur dann, wenn man selbst seine TAN und PIN irgendwo hin schickt.

Ein Zitat aus dem Artikel "Nepper, Schlepper, Bauernfänger - Risiken beim Online-Banking" c't 2005, Heft 22 v. 17.10.2005, S.148:
Nach Angaben des LKA Berlin sind sie (gemeint sind die Trojaner) für rund die Hälfte aller ungewollten Überweisungen verantwortlich. Während Pishing-Angriffe noch unabhängig vom Betriebssystem des Opfers funktionieren, sind die bekannten Trojaner alle für Windows gestrickt. Sie finden in der Regel als Anhang einer Mail den Weg auf den Rechner oder etwa über eine Schwachstelle im Internet-Explorer                                                      Siehe auch hier

Dann ging es mir auch so,  wie vielen anderen, die mit Windows surften. Irgendwo beim Anklicken von Buttons im Web sammelte ich mir schließlich einen Dialer ein, der mir  richtig viel Geld kostete und zu allem Überfluß auch paar nette Viren, die mich wochenlang beschäftigten, weil sie der aktuelle Virenscanner erst nach der dritten oder vierten Online-Aktualisierung zu erkennen vermochte. Windows hielt mir zu viele unvorhersehbare Überraschungen bereit, ohne dass man in der Lage war, etwas dagegen tun zu können. Manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht, schaltete ich die Kiste ab, egal was dabei flöten ging.  Manches Projekt nahm ich erst Tage später wieder auf, manches gar nicht mehr, weil es schlicht und einfach im Daten-Nirwana verschwunden war. Es gab Situationen, da erreichte mein Blutdruck kritischste Werte, wenn Windows schneckengleich und honigartig zäh dahin kroch und ein Ergebnis stundenlanger angestrengter Arbeit plötzlich die regelmäßige Rückspeicherung verweigerte oder das System einfach keine Lust mehr hatte. Besonders kritisch wurde es dann, wenn Windows mit einer lapidaren und nichts aussagenden Blaumeldung einfach ausstieg. Nicht viel anders, wenn wichtige Downloads abgebrochen wurden und nicht mehr aufnehmbar waren und vieles mehr. Das war der schließlich der Augenblick, wo ich mich mit dem Gedanken zu befassen begann, Linux auf einer zweiten Festplatte zu installieren, um wenigstens mit Windows nicht mehr ins Internet zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich nämlich noch immer, alles Ungemach für das arme Windows sei auf das Internet zurück zuführen.  Linux hielt ich damals als alleiniges Arbeitssystem noch nicht für das Mittel der ersten Wahl. Noch hielt ich Windows für unverzichtbar. Das änderte sich aber relativ schnell, als ich erkennen musste, dass es Windows selbst war, welches das Problem hatte. Unabhängig davon, ob man es zum Surfen im Internet benutzte oder nicht, die Probleme kamen immer wieder. Es verlängerte sich eigentlich nur der Zeitraum, bis es wieder ernst wurde. Windows hat ein generelles Problem, sich bis zur Unbeweglichkeit selbst im eigenen Müll zu ertränken. Da hilft letztendlich auch kein Defragmentieren mehr.




Auf der Suche nach dem richtigen System

Von diesem Moment an, begann ich mich ernsthaft und gezielt mit Linux zu beschäftigen. Nun ist aus mir kein fanatischer Kommandozeilen-Guru geworden. Ich wende sie ab und an bei nützlichen Scripts natürlich gerne an, aber mich gänzlich wieder in MS-DOS-ähnliche Zeiten zurück zu begeben, das will ich auch nicht. Ich liebe bunte Oberflächen und bequemes Mausklicken viel zu sehr, um darauf verzichten zu können. So probierte ich mich zuerst an Mandrake aus, für einen Anfänger schön bunt, aber irgendwie mit meiner vorhandenen Hardware nicht in Einklang zu bringen. Auch ärgerte mich die schwankende Qualität der einzelnen Versionsausgaben. War ich noch mit der Mandrake 8.2 weitgehendst zufrieden, brach dann plötzlich die beginnende 9er-Reihe alle Rekorde des Nichtfunktionierens und erinnerte fatal an die Zeiten der Mandrake 7.0, die unglücklicherweise für mich gar nicht verwendbar war. Mandrake heißt übrigens heute Mandriva-Linux. Ich griff zur SuSE, dem absoluten ultimativen Tipp der deutschen Pinguine, weil im deutschen Softwarehandel am besten beworben.  Auch wohl deshalb hatte sich bei mir diesbezüglich eine große Erwartungshaltung aufgebaut. Leider erlebte ich aber auch mit diesem System relativ kostenaufwendig, wie alle paar Monate ein neues Release erschien, dass man kaufen musste, um aktuell zu bleiben. Ich ärgerte mich übel herum, wenn dann wieder beim nächsten Release etwas nicht mehr funktionierte, was vorher längst gelöst erschien. Die Qualität war schließlich so schwankend und nicht berechenbar, dass ich mich nach der SuSE 8.0 der Linuxdistribution Debian zuwendete. SuSE ist heute inzwischen zu Novell gegangen und wird sicher auf kurz oder lang auch ihren alten Namen einbüßen. RedHat probierte ich während der SuSE-Zeit auch, aber mich mochte dieses Linux wahrscheinlich nicht, also mochte ich es auch nicht. Nicht nur, dass Teile meiner Hardware mit dem roten Hut überhaupt nicht funktionieren wollten, irgendwie gefiel es mir auch nicht, dass RedHat mit der Veröffentlichung der freien Software immer etwas anders verfuhr, als man das von anderen Distributionen gewöhnt war. Ständig fehlte im RedHat-Linux etwas und meistens war es auch genau das, was man brauchte. Inzwischen ist RedHat der kommerzielle Serveranbieter geworden, das freie RedHat ist unter dem Namen Fedora weiter verfügbar. Mir allerdings war bis dahin damit noch nicht geholfen. Meine Linuxgeschichte bis zur Beschäftigung mit Debian eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen und mit der Tatsache verbunden, dass ich ziemlich unzufrieden mit mir war. Auch auf Linux war ich zeitweise gar nicht mehr gut zu sprechen. Auf dem rechten kleinen Bild kann man mich suchend durch die Eiswüste mit anderen Pinguinen ziehen sehen - Nein? Aber doch! Der ganz kleine Pinguin da rechts, das bin ich.

Tipp2Bevor man sich ins Linux stürzt, steht aber für diesen und jenen  immer die bange Frage, gibt es vergleichbare Anwendungen im Linux, zu dem, was ich bis dato im Windows an "Handwerkzeug" gewöhnt war? Auf jeden Fall. Allein das Problem der Dateiverwaltung ist im Linux wesentlich komfortabler gelöst, als im Windows mit dieser Krücke von Datei-Explorer. Der Klick auf das Tipp-Männchen bringt Sie auf eine Seite, auf der soweit bekannt alle Windows-Anwendungen, die Bill Gates vonhaus aus mitliefert, gleichartigen und besseren Anwendungen aus dem Linux gegenübergestellt sind. Sicher stellen Sie fest, dass einer Windows-Anwendung fast immer mehrere Möglichkeiten im Linux gegenüberstehen. Das gibt Ihnen späterhin die Möglichkeit, die Anwendung auszuwählen, die Ihren Bedürfnissen am ehesten entspricht. Keinesfalls heißt das aber, dass alle diese Anwendungen benötigt werden, um eine Windows-Anwendung zu ersetzen. Wäre das so, dann gäbe es sicher diese Seite und den Autor nicht.



Debian gemogelt - Knoppix

Debian war zu diesem Zeitpunkt noch etwas, was ich nicht einmal in Gedanken auf die Platte bekam. Wie jeder Normal-User scheiterte ich mit der Woody 3.0 bereits am Einbinden der erforderlichen Kernelmodule, weil mir ewig verschlossen blieb, was ich überhaupt benötigte. Mit der automatischen Hardware-Erkennung war es ja auch damals auch nicht allzuweit her. Debian war zu dieser Zeit die absolute Beschäftigung für den Hardliner. Trotz meines Unvermögens mit dem alten Installer klar zu kommen, war der Wille, diese Distribution irgerndwann mal zum Funktionieren zu bringen, in mir selbst immer kraftvoller geworden. Das im Gegensatz zu den drei vorgenannten Distributionen.
Die eigentliche durchschlagende Änderung und zündende Idee für den erfolgreichen Anfang, und das nicht nur für mich, brachte das Erscheinen der KNOPPIX!! Knoppix ist eine Live-Distribution, d.h. sie muss nicht installiert werden, läuft direkt von CD und basiert auf Debian!!  Von dem deutschen Ingenieur Klaus Knopper als besonderes Feature für den jährlich stattfindenden Linuxtag entwickelt, sollte sie anfänglich lediglich eine Art Demoversion sein. Das augenblickliche weltweite Interesse für die Knoppix und eine Fangemeinde rund um den Globus, die förmlich explodierte, überraschte sogar den Entwickler. Obendrein war Knoppix mit einem Script auch auf der Festplatte installierbar, wenn man dann das System akzeptierte und es noch schneller von der Platte aus benutzen wollte. So bekam ich mein erstes Debian auf die Festplatte, auch wenn das über die Knoppix natürlich ein ziemlich gemogelter Weg war. Klaus Knopper hatte damit nicht nur ein völlig neues Linuxkonzept entwickelt, sondern er hatte es gleichzeitig geschafft, das anspruchsvolle Debian auch für etwas Ungeübtere verfügbar zu machen. Ich bekam mit den Live-Systemen aus dem Hause Knopper etwas sehr Wichtiges mit - das Feeling für dieses Super-Betriebssystem. Es war deshalb nur folgerichtig, dass ich nach weiterführender Literatur zu suchen begann und fündig wurde.  Das Grosse Buch der Knoppix, erschienen im Data-Becker-Verlag von Dr.R.Hattenhauer war es, das mir das Tor zum Debian-Linux auf stieß und Dinge begreifbar machte, in die ich noch Wochen zuvor hinein geschaut hatte, wie das sprichwörtliche Schwein ins Uhrwerk. Innerhalb weniger Wochen stand ich so tief in der Materie drin, wie es mir zuvor bei keiner anderen Distribution gelungen war!

Für die experimentierfreudigen Pinguine dürfte sicher auch die Information von Wert sein, dass die neueste Knoppix 4.0 komplett auf Debian-Sarge aufbaut und deren Sourcenliste zumindest einen Blick wert ist. Dümmer wird man dadurch nicht. Sei es zum Vergleich für die Richtigkeit der eigenen Eintragungen als auch zum Anstoß, das eine oder andere zu probieren. Aber Vorsicht, die Quellen für KDE 3.4 - ein verlockender Gedanke - entpuppten sich als "experimental". Zumindest wenn der Rechner täglich fehlerfrei zur Verfügung stehen soll, sollte man reiflich vorher drüber nachdenken, ob man es riskiert. Auf einem Zweit-Rechner ist das kein Thema, die meisten Pinguine probieren sowieso auf Zweitrechnern alles aus was sie finden. Pinguine sind eben neugierige Zeitgenossen.

Die Knoppix löste eine Welle von Entwicklungen auf dem Gebiet der Live-CDs aus, wie man sie nicht voraussehen konnte. Im Web sind komplette Auflistungen zu finden, was da alles so zu haben ist. Es ist nahezu unmöglich, sich selbst alles, was da gibt aus dem Internet herunter zu laden, so dass man auf Komplex-Angebote von Händlern zurückgreifen sollte.

Licht im Dunkel - der neue Installer

Ein weiterer glücklicher Umstand tat sich während der Entwicklung von Debian-Sarge auf! Bei den Debian-Entwicklern war die Erkenntnis gereift, dass ein handgeschnitztes Debian zwar zum sehr gehobenen Ego des betreffenden Users gegenüber der plebejischen staunenden Masse beiträgt, das aber keine Zukunftsoption mehr war.  Man begriff wohl, dass Debian als kleiner Club hochintelligenter Eremiten keine Zukunft hatte und dass man auf das Mitwirken der Masse nicht verzichten konnte. Was nutzte es, wenn man selbst dem eigenen Ego zur Selbstbefriedigung sagen konnte - ich verwende Debian - aber rundherum in der Computergemeinde verstand einen kein Mensch mehr.  Ein paar meiner, auch heute noch freundschaftlich guten Bekannten, die aber mit dem Gedanken nicht existieren konnten, dass Debian nun auch für den "gemeinen Volks-User" installierbar werden würde, flüchteten sich übrigens zu Gentoo-Linux.
Die ersten neuen Debian-Installer waren sowohl aus diesem Grunde, aber sicher auch aus dem Druck heraus geboren, dass sich die inzwischen vielen verschiedenen Knoppixe mittels eines einzigen Scripts installieren und konfigurieren ließen, ohne dass die Betreffenden wissen mussten, was sich unter der Haube tat. Die ständige Frage von Usern in Foren und Mailinglisten - Warum kann Debian nicht, was Knoppix mit einem einzigen Scriptbefehl kann? - hat wahrscheinlich schließlich die Entwicklung eines relativ einfachen und komfortablen Installers noch beschleunigt. Außerdem begannen plötzlich auch unter dem Druck der Realitäten auch die Hardleibigsten unter den Debian-Entwicklern zu begreifen, dass sie plötzlich und unerwartet von den Derivaten ihres eigenen heiligen Grals überholt wurden.

Und das war schließlich auch meine Stunde! Über Knoppix und Kanotix geistig der Sache bedeutend näher gekommen, beschenkte mich meine Frau im November 2004 mit dem DEBIAN GNU/Linux Anwenderhandbuch von Frank Ronneburg und im Dezember 2004 fiel mir im Zeitungshandel das CHIP Sonderheft Linux professionell mit der 8,5 GB umfassenden DVD des damalig noch in testing befindlichen Debian GNU/Linux Sarge 3.1 in die Hände. Wenige Tage später hatte ich mit dem neuen Installer mein allererstes "echtes" und nicht "knoppix-gemogeltes" Debian auf dem Rechner! Mit allergrößtem Erstaunen fand ich, dass das was bei den Debian-Entwicklern noch als unreif und testing galt, bei anderen Distributionen und auch im Windows noch nicht einmal Standard ist. So nach und nach fand ich auch, dass alles, was die Distribution Debian von Haus aus mitbringt, nicht nur ein Ersatz für Windows sein kann, sondern an Stabilität und Gründlichkeit vieles aus dem Hause Redmont noch übertrifft. Wer einmal beobachtet hat, was für Ressourcen im Windows allein vom MS-Office verputzt werden und das sachlich und ohne bösartige Vorurteile dann im Linux z.B. mit OpenOffice vergleicht, der fragt sich erstmal erstaunt, wie das eigentlich geht. Als ich mich etwas tiefer in apt-get und synaptic eingearbeitet hatte und über diese geniale Paketverwaltung fast aus dem Häuschen geriet, wußte ich, dass ich MEIN System entgültig gefunden hatte.


Debian gewinnt Freunde

Ich habe es kurz nach dem Erscheinen der stable von Debian 3.1 an einem Abend im Freundeskreis richtig genossen, einmal unter Zeugen, einen DSL-Flatrate-Rechner eines Freundes installiert zu haben. Auf dessen Wunsch hin verwandelte ich den neu erworbenen Windows-PC in einem Debian-Rechner um.  Also machte ich mich ans Werk und es dauerte nicht lange, da ging das Gegackere hinter meinem Rücken los und die Witzelein fingen an. Als man nämlich rundherum mit bekam, dass ich eigentlich nichts weiter mehr machte, als auf der Maus herum zu klicken oder auf die Entertaste zu klopfen, meinte man im erstenMoment - der hat es aufgegeben, das war doch klar bei dieser ALDI-Noname-Billig-Kiste und dann noch Linux, dieser unausgereifte Schwachsinn, eigentlich weiß doch jeder, dass.... - So fielen die Herrschaften dann das erste Mal aus allen Wolken, als der Rechner das erste Mal die DVD wieder aus warf und nach dem Neustart fast genauso schnell und leicht sich das System konfigurierte. Als Paketquellen binde ich bei DSL-Flatrate-Rechnern immer die Debian-Server direkt ein, den Security-Update-Server sowieso.
Meine eigene Sourcenliste ist im Verlaufe der Zeit auch etwas abenteuerlich geworden, aber das gehört nun mal dazu:
Da kann es zwar vorkommen, dass der eine oder andere FTP-Server down ist, aber es gibt soviele Debian-Server auf dieser Welt, dass es eigentlich nie vorkommen kann, das garnichts passiert. 
Details, wie ich das mache, findet man ein Stück weiter in Meine Installation
Nach etwa 50 Minuten war Debian fertig und nach einem Neustart erstmal gespanntes Warten, selbst die Gackerer schwiegen erstmal und versuchten dann scheinbar fachmännisch laut zu kommentieren, was da an Meldungen über den Bildschirm flimmerte. Scheinbar alles begreifend und über den Dingen stehend, wirklich aber nichts aussagend. Klar auch,  Windows hat für sowas nämlich nur einen Fortschrittsbalken *grins*

Dann ging das "Licht im Monitor an", kdm startete, der Anmeldemanager verlangt sein Passwort, KDE wird gestartet und dann verschlug es auch den ewig nimmermüden Lästermäulern die Sprache !! Was denn das ist Linux, sieht das wirklich so aus?
Mit blankem Erstaunen wurde zur Kenntnis genommen, das KDE etwas ist, was Windowsoberflächen in nichts nachsteht, Ich startete OpenOffice und erwähnte mal so nebenbei, was MS-Office einem Anwender kostet, dann richtete ich K3B ein (Mann, das ist ja wie Nero !) und schließlich noch, weil vorhanden, hatte ich den Drucker mit eingerichtet.  In diesem Zusammenhang bot sich mir gleich die Gelegenheit Synaptic vorzuführen, d.h. mit der Installation von cups und den Foomatic-Treibern und einiges mehr (Gimp, gqview, gwenview etc.). Und da ich immer gerne noch einen drauflege und sich die Gelegenheit anbot, richtete ich einen vorhandenen Photosmart gleich in Fotoqualität ein und druckte mit den Bildern aus der Digitalkamera meines Freundes ein Beispielfoto. Das überzeugte dann auch den Letzten (Mann, das sieht nicht schlechter aus, wie mit meinem Photodrucker .....)

Fazit: an dem besagten Abend hatte Linux die Vorstellung für sich entschieden. Aus diesem Abend gingen übrigens drei neue Debian-Benutzer hervor, zwei mit Kombisystemen (Windows und Debian auf einem Rechner) und einer schlägt sich wacker mit Debian als einziges Arbeitssystem


Literatur, die nicht sinnlos ist



In jedem Sinne wörtlich "vertiefend und ein Fundament setzend" wirkte bei mir das weitere Debian-Studium in jenem hervorragenden Buch Debian GNU/Linux-Powerpack der Autoren Peter Ganten und Wulf Alex.
Der qualitativ hohe Anspruch den beide Autoren in ihrem ersten Band bereits setzten, läßt für den zweiten Band Debian GNU/Linux in der Praxis wieder auf Informationen vom Allerfeinsten hoffen. Ich meine, dass es sehr wohl sehr entscheidend ist, mit welcher Literatur man sich erstversorgt, denn hier fällt bereits die Entscheidung, ob einem dass Tor der Erkenntnis geöffnet wird oder nicht.

Einer der wohl aktivsten Debian-Autoren ist der Berliner Frank Ronneburg Das auffallend gelbe Debian GNU/Linux Anwenderhandbuchwird mit den Boxen zur Debian Sarge entweder wahlweise mit 14 CDs oder mit zwei DVDs ausgeliefert. Der Einzelpreis für das gelbe Debian-Buch beträgt 39,90 Euro Der durchschnittliche Gesamtboxenpreis mit den DVDs und dem Buch im Set für 49,95 Euro ist m.E. ein sehr fairer angemessener Preis.  Für den normal verbrauchenden  Pinguin, der es erlernen will, mit Debian umzugehen, ist das gelbe Buch die bessere Wahl. Ein gänzlich neues, drittes Buch des Autors speziell nur zu Debian 3.1. wird sich dann sicher der Konkurrenz durch das Praxisbuch über Debian GNU/Linux von Wulf Alex stellen müssen. Es ist inzwischen im Komplettpack mit dem allgemeineren DEBIAN-GNU-Linux Anwenderhandbuch des gleichen Autors im Handel und jeder muss für sich selbst eintscheiden, ob er oder ob er nicht. Das beste Komplettangebot scheint mir noch immer für den Beginner die bis dato wohl umfangreichste Debian-Box - Professional zu sein, die je angeboten wurde. DVDs plus Handbuch lassen keine Wünsche übrig und man kann ohne stehende Download-Verbindungen in aller Ruhe herumwerkeln. Das späterhin notwendige Security-Update nimmt dann nur noch wenig Download-Zeit in Anspruch. Zur Zeit, d.h. jetzt (29.10.2005), dürften die korrigierten Pakete etwa den Umfang eines ca. 30-minütigen Downloads mit einem 56k-Modem ausmachen. Wenn auch die Profis immer mit etwas schelmischer Häme auf die Softwarekäufer blicken, weil sie irgendwo 24 Stunden an Flatrates und stehenden Leitungen herum schlappern können, so eine Box erfüllt schon ihren Sinn. Nicht jeder hat eine gute Internetverbindung und das nicht immer aus Gründen des eigenen Geldes. Es gibt selbst in Deutschland noch immer Ecken und vergessene Urstromtäler, da weiß man beinahe nicht, was DSL ist, weil es die Telekom schlichtweg nicht für erforderlich hält, die Internet-User dort damit zu versorgen.


Installation nach Vorschrift

Das Lieblingsspiel des Deutschen ist das Leben nach Vorschrift.
Aus diesem Grunde kann es natürlich nicht anders sein - es gibt auch eine Installationsvorschrift für Debian-Linux. Glücklicherweise möchte man jedoch sagen, denn so wird es dem Umsteiger etwas leicher gemacht. Um erstmal eine Schnell-Installation zustande zu bekommen finden sich hierDetails aus dem Installationshandbuch von Frank Ronneburg.  Er beschreibt in diesem Buch die Installation von Debian-Sarge auf verschiedenen Architekturen, der Link führt direkt zu den zumeist üblichen Computern mit Pentium-Prozessor. Wer einen AMD-Prozessor im Rechner hat, oder Debian auf einem PowerPC oder anderswo installieren will, muss ich die entsprechenden Ausführungen dazu selbst aus dem Handbuch entnehmen. Das Handbuch ist als Download im PDF-Format oder als HTML ebenfalls verfügbar und ist eine sehr gute Alternative (ich betone Alternative und meine nicht billigen Ersatz!) für Studenten oder andere, die sich im Moment größere Ausgaben für die Bücher nicht leisten können.

Meine Installation

In vielen Punkten war mir das zu fachmännisch, zu umfangreich und so erstellte ich mir meine eigenen Notizen dazu, die mir bei wiederholten Installationen sehr nützlich waren. Ich war an einer schnellen Installation und Konfiguration interessiert, mit tieferegehender Literatur wollte ich mich erst beschäftigen, wenn ich dazu auch das System auf dem Rechner hatte. Das klappte auch so, wie ich mir das dachte.

Wer diese Notizen liest, die ich übrigens nicht nachbearbeitet habe, sieht, dass ich insbesondere bei der Installation manchen Weg abgekürzt habe, so z.B. aptitude nicht verwendet habe, weil es mit zu umständlich und zu gewöhnungsbedürftig erschien. 

Ich beschreibe eine Installation, die von den DVDs erfolgt und damit weitgehendst netzunabhängig abläuft, weil ja nicht jedermann über eine schnelle DSL-Verbindung verfügt und sich ca. 700 MB aus dem Internet ziehen will oder kann.

Man startet die Installation, in dem man die DVD-1 oder CD-1 in das CD- oder DVD-Laufwerk einlegt und den Computer neu startet. Mit der Taste F11 oder F12 ganz am Anfang des Rechnerstarts öffnet sich zumeist das sogenannte interne Bootmenue des BIOS und hier sollte man den Balken auf "CD-ROM-Laufwerk" setzen und die Entertaste drücken. Damit wird der Computer so gestartet, dass er das Medium im CD/DVD-Laufwerk zum Starten benutzt. Und da wir ja Debian installieren wollen, sollte das begreiflicherweise auch die Debian-Scheibe sein.

Das System startet nun über die Debian-Installations-CD/DVD und es erscheint die Eingabeaufforderung des Installers,
Press F1 for help, or Enter to boot

Also einfach auf die Entertaste bedeutet, dass das System seine grundsätzlichen Vorgaben nimmt, das ist nicht weiter schlimm, für den Anfang sogar gut so. Man sollte aber durchaus auch vorher abschätzen, was man für einen Rechner hat. Neuere Prozessoren müssen nicht unbedingt mit dem default-Kernel 2.4.27 geschont werden, man kann bei neueren Computern, max. drei bis vier Jahre alt, die vollen Möglichkeiten auch mit dem Kernel 2.6.8.2 ausschöpfen. Doch das muss man dem Rechner miteilen. Auch diese Entscheidung ist einfach in die Tat umzusetzen. Nach dem Booten der DVD wartet das System etwa 5-8 Sekunden auf die Entertaste oder auf die Eingabe linux26 und dann die Entertaste. Damit schlägt das System den Weg zum neuen Kernel 2.6.x ein.



Nun gilt es ein paar Abfrage-Optionen zu beantworten:

Sprachauswahl
 Deutsch
Gebiet
 Deutsch
Tastaturbelegung
 Deutsch
Hardwareerkennung, Module laden, Installerkomponenten
 keine Eingaben, nur zuschauen ;-) Das macht Debian selbst
Netzwerkkonfiguration per DHCP
 normalerweise auch keine Eingaben, geht auch von selbst
Rechnername debian-..........
 Namen eingeben, d. Rechners im lokalen Netzwerk
Domainname
 kann im lokalen Netzwerk frei bleiben
danach beginnt die Partitionierung
 So - ab jetzt heißt es, lieber erst dreimal nachdenken, dann bestätigen, hier kann vieles schief gehen! Das ist m.E. die heißeste Stelle der Installation!

Ich wähle grundsätzlich Partitionierungstabelle von Hand eingeben.
Eine Wahl der Partitionen ist aus dem Screenshot von kdiskfree erkennbar. Der betreffende Rechner ist ein "Nur-Linux"-Computer. Ich selbst lege inzwischen nur noch außer der Partition hda1 die Partitionen für home und opt an. Alles andere erscheint mir nicht unbedingt notwendig. Sollte Linux auf einem Computer Platz finden sollen, auf dem auch Windows drauf ist, dann ist es für Windows lebensnotwendig, nur die Festplatte /dev/hdb für Linux zu partitionieren und die erste Festplatte /dev/hda für Windows zu belassen - Windows startet grundsätzlich nur von der ersten primären Festplatte

Meines Erachtens ist der Partionierer die einzige Stelle an der einiges so richtig schief gehen kann. Das liegt aber weniger an Debian, als an der Tatsache, dass vielen bisher nur Windows-Usern hier ein gewissens Vorstellungsvermögen ihrer Partitionen und Festplatten nicht gegeben ist. Warum auch, Windows hat solche Anforderungen nie an seine User gestellt. Eventuell schreibt man sich die Partitionen auf und übersetzt sich diese in die Linux-Bezeichnungen der Partitionen auf einen Zettel schon vorher, anderenfalls ist mit den herkömmlichen Bekanntschaften von Fesplatte C und G und den beiden CD-Laufwerken E und F ala Windows hier der erste Einbruch vorprogrammiert. Hier ist es dringend erforderlich erst genau drüber nachzudenken, ehe man etwas als entgültig verändert. Die kleinen lustigen Symbole haben eine tiefere Bedeutung - der Totenkopf zeigt keine archäologischen Sensationsfunde an! Er warnt davor, dass man alles, was sich auf dieser Partition eventuell befinden könnte, vernichtet! Wenn man natürlich von einer fabrikneuen leeren Festplatte ausgeht, kann man mit dem Totenkopf leger umgehen. Er steht dann für die komplette Neuerstellung der Partition, er zeigt aber an, das er etwas Neues erstellt, was vom alten Zustand nichts übrig läßt, was ja bei einer leeren Platte keine Rolle spielt.

mein Tipp zwischendurch für Vielprobierer:
So man Linux neu installiert, sollte man die Partition für das Verzeichnis /home grundsätzlich nie mehr neu anlegen oder formatieren. Man verliert damit alle persönlichen Daten und Einstellungen. Wenn man verschiedene Distributionen probieren wollte, gilt das auch, aber man sollte auf jeden Fall Distribution einen neuen User-Namen zuordnen, damit sich Home-Profile nicht mischen. Wer z.B. in eine Home-Profil mustermax, erstellt von Debian; bei Ausprobierens von SuSE, ebenfalls mit mustermax anlegt (und nicht besser mit mustermax2, mustermax3, musrtermax4 etc.) , mischt hier die KDE-Einstellungen. Es kann dann passieren, dass, wenn man wieder das Arbeitssystem Debian installiert, die gewohnte Arbeitsumgebung KDE sich nicht mehr öffnet, mindestens aber die Konfiguration verloren gegangen ist. Ich bin da ebenfalls schon drüber gestolpert und ordne seither jeder testweisen Installation einer anderen Distribution immer einen neuen Benutzernamen zu. 

Hat man das alles glücklich erledigt, Debian die Partitionen erstellt und angelegt, danach das Grundsystem (das ist das eigentliche Linux!) installiert, sucht der Installer nach weiteren Systemen auf dem Computer und es kommt die Frage, ob der Booloader GRUB installiert werden soll. Dies kann man ohne Furcht mit Ja beantworten. Befindet sich Windows mit auf dem Rechner und hat man daran gedacht, dass Windows immer auf der ersten Festplatte sitzen will, kann man Windows danach auch aus dem Bootloader GRUB problemlos und komfortabel starten. Einen besseren und sicheren Bootloader gibt es nicht.

Nun wird die DVD entnommen und das System neu gestartet und Linux beginnt das Grundsystem zu konfigurieren. Wenn der Startvorgang abgeschlossen ist, legen sie jetzt die erste DVD schon jetzt wieder ein. Sie werden gleich sehen warum.
Nun kommen Abfragen zur Konfiguration:

Ist ihre Hardware-Uhr auf GMT eingestellt?
Nein
Zeitzone vermutlich Europe/Berlin ?
Ja
Rootpasswort ?
irgendwas Geheimes aus Zahlen u.Buchstaben
Rootpasswort nochmals zur Bestägigung
das Geheimnisvolle nochmals eingeben, jetzt merkt man ob das Passwort gut ist, oder man sich zigmal vertippt. Es muss sicher sein, sich aber auch gut tippen lassen, vermeiden Sie sogenannte Überkreuzgriffe.
den vollen Namen für den Benutzer
Paulchen Linuxwild
Benutzernamen für Ihren Account eingeben
paulchen
Passwort für den neuen Benutzer
irgendwas Geheimes, was sich Paulchen merken kann und wo er beim Eintippen nicht immer über seine eigenen Finger stolpert.
Benutzerpasswort wiederholen
Paulchens Geheimwort wiederholen
jetzt wird automatisch versucht von der DVD  einzulesen
das war der Grund, warum die DVD eingelegt werden sollte. Liegt keine Scheibe drin, fordert Debian Sie jetzt auf diese einzulegen.
nun meldet der Rechner:
wenn sie eine weitere Debian-CD haben.... sollten Sie diese jetzt einlegen und einlesen lassen
richtig, tun sie das. Debian liest von den beiden Debian-DVDs nur die Paketlisten ein, um zu wissen, was an Software zur Verfügung steht. Es wird nicht der gesamte Inhalt der CDs oder DVDs eingelesen. Ab jetzt verfügt Debian nach dem Einlesen der zweiten DVD über fast 16.000 Programmpakete.
wollen Sie Sicherheits-Updates von security.debian.org benutzen?
wenn man eine halberwege gute Internetverbindung hat, sollte das auf jeden Fall mit Ja beantworten. Ab einem 56k-Modem würde ich diese Internetquelle von apt mit einbinden lassen.
Ihre fertige Sourcenliste sollte danach so in etwa aussehen, wie es für die beiden rot und grün dargestellten Einträge in diesem Beispiel zu sehen ist
Software-Auswahl, das System fragt, welche Software soll installiert werden?
Ich wähle immer manuelle Paketanwahl!!
jetzt startet das System aptitude
nach dem Start von Aptitude, breche ich es grundsätzlich mit quit ab - <STRG>+<Q>
An aptitude kann ich mich schwer gewöhnen.
EMail-Konfigurationsart
keine Konfiguration zum jetzigen Zeitpunkt
Empfänger für E-Mail für root und postmaster
hier den Usernamen eintragen, also paulchen
soll wirklich nicht mehr konfiguriert werden?
Nein OK
die Grundkonfiguration wird abgeschlossen

Die Installation von Debian ist abgeschlossen. Sie können sich jetzt login:<-Prompt anmelden

damit landet man in einem schwarzen Bildschirm

erste Eingabe
root
Enter, jetzt verlangt Debian das Root-Passwort

zweite Eingabe
das Rootpasswort
viel tut sich sichtbar nicht, plötzlich steht dort
root#
d.h. aber ich befinde mich jetzt mit vollen Rechten im System! Man sieht das an dem Zeichen #
Ist aber enttäuschend, so sieht das aus, das ist alles ---  NEIN
dritte Eingabe, wie rechts beschrieben - mit dieser Zeile wird KDE, Openoffice, die Brennersuite, Synaptic und der X-Server installiert. Ohne den X-Server bleibt der Bildschirm dunkel, den brauchen Sie!! Beachten Sie rechts bitte die rote Meldung, es kann nämlich  passieren, dass Sie bei der Eingabe die Alternativtasten benutzen müssen. Wahrscheinlich ist dafür der Abbruch von aptitude verantwortlich, aber das Problem kann man sehr leicht umgehen.

danach Enter und das System machen lassen, gegebenfalls die zweite DVD einlegen, wenn das System das verlangt und ein paar Abfragen, siehe unten beantworten. Das System macht sein Ding und bleibt dann, wenn es fertig ist, wieder im root-Login stehen. Das dauert bei einem normalen Rechner etwa 30 Minuten. Wieder nicht viel zu sehen. soll es das gewesen sein? Nein, also starten wir das System erstmal neu.


apt-get install xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base kde kde-i18n-de k3b k3b-i18n openoffice.org-debian-files openoffice.org-l10n-de kdm gksu synaptic

Achtung, es kann bei diesem Abbruch durchaus eintreten, dass man sich plötzlich im englischen Tastaturcode befindet. In diesem Falle ist der Bindestrich (-) mit der Taste (ß) und der Buchstabe (y) mit der Taste (z) zu schreiben. Nach der Installation steht die Tastatur wieder richtig korrekt auf dem deutschen Code. 
Wer sich den Tastaturcode auf einen Blick ausdrucken möchte, der findet hier etwas
nun DVD entnehmen, und das Zauberwort eingeben
und der Entertaste einen Klaps geben
reboot

und dann staunend sehend, was passiert Hoffentlich fällt einem dann im ersten freudigen Schrecken auch gleich wieder das Passwort für Paulchen ein, welches nun in den gestarteten grafischen KDE-Login eingetippt werden muss. Danach gelangt man in KDE,  jene Oberfläche, die kaum Wünsche offen läßt.




Linux und die Desktops


Ich bevorzuge in jedem Falle als Desktop-Oberfläche für Linux, egal welche Distribution KDE, dass man sich selbst mannigfaltig gestalten kann, von praktisch bis verspielt schön und dass meinem Empfinden nach am logischsten aufgebaut ist. Auch für den Windows-Umsteiger besteht in dieser Oberfläche am ehesten die Chance, dass er sich im Linux ohne grössere Anfangsprobleme zurecht findet. Mein Ding ist eher ein sachlich-einfacher Desktopaufbau, den ich natürlich je nach Lust und Laune mit verschiedenen Hintergründen oder verschieden gestalteten Kontrollleisten gestalte. Ich möchte hier nicht dem anderen Desktop GNOME den Rang absprechen, aber es ist nicht das, was mich besonders glücklich machte und so will ich hier auf GNOME  auch nicht weiter eingehen. Nur soviel, ich habe es versucht, habe ein paar Wochen auch "gegnomt" und bin letztendlich doch immer wieder zu KDE zurück gegangen, weil ich es für schöner und funktioneller halte. Echte Debian-Gurus allerdings tendieren eher zum GNOME, weil dies von Anbeginn an, das von Debian favoritisierte Desktop war und nicht so "windows-ähnlich" ist. Der Stallgeruch von Gnome ist wahrscheinlich vertrauter.  Ich habe damit allerdings kein Problem. Bis zur vorletzten Ausgabe von Debianhandbüchern, meinte ich persönlich immer zu bemerken, dass die Autoren KDE entweder völlig ignorierten oder es nur widerwillig und oberflächlich dem Leser dar brachten. Seit Debian Sarge ist das scheinbar nicht mehr der Fall, zumindest wird KDE gleichberechtigt neben GNOME auch von den Debian-Gurus behandelt. Ein Fortschritt, der angesichts des viel größeren Userkreises, der auf KDE setzt, allenthalben sowieso längst überfällig war. Nicht zu übersehen ist gleichzeitig, dass sich bei GNOME extrem viel getan hat. Wer GNOME noch aus den 1.x-Zeiten kennt, weiß was das für ein Krampf war. Tatsache ist aber auch, dass KDE in seiner Entwicklung ebenfalls nicht stehen geblieben ist und vom gesamten Handling besser verständlich scheint.  Vergleicht man beide Desktope, so hat man den Eindruck, dass inzwischen auch GNOME diesen Weg des Menueaufbaus zu beschreiten beginnt. Autoren in Fachzeitschriften schrieben sogar schon einmal, dass sich beide Desktops immer mehr angleichen würden und in weitester Zukunft eine Verschmelzung zu einem gemeinsamen funktionellen Desktop nicht unwahrscheinlich wäre. Warten wir es ab. Warum eigentlich nicht, wenn etwas Gutes dabei rauskommt?


Kommen wir nun zu den wichtigsten Komponenten von Debian GNU/Linux, eigentlich muss man genauer sagen, von KDE. Das was Debian-Linux ausmacht, ist der stabile Kernel und die vielen systemseitigen Tools. Das was sich anfangs als Grundsystem installiert, ist Debian-Linux. Das jedoch, was man als User täglich wahrnimmt, ist das Desktop, sei es GNOME, sei XFCE oder wie in meinem Falle KDE, immer basierend auf der speziellen Distribution. Vom Grundsatz her, ginge KDE oder GNOME auch auf Windows zu portieren.
Jede andere Linux-Distribution, kann also auch mit KDE arbeiten und sie tun es ja auch, aber man muss im Hinterkopf immer wach halten, dass die Stabilität und die Sicherheit all dieser Anwendungen von der genauen Abstimmung der Programme mit den distributionseigenen System- und Kernelkomponenten abhängt. Und eben an dieser Stelle ist Debian führend und unschlagbar!

Mein Favorit KDE

Man kann KDE so vielfältig gestalten, dass es dem Uneingeweihten mitunter schwer erkennbar ist, dass es sich immer wieder um ein und das gleiche Desktop handelt - nämlich KDE.Die Menues öffnen sich so, wie man es bereits aus dem Windows gewohnt ist. Aus diesem Grunde dürfte der Windows-Umsteiger mit KDE die wenigsten Probleme haben. Ebenso wie im MS-Windows können Anwendungen sowohl aus dem Menue heraus, oder direkt von Icons auf dem Desktop gestartet werden. Die sogenannte Kontrollleiste in KDE entspricht am ehesten der Taskleiste im Windows, erweist sich aber als wesentlich funktioneller. Es können mehrere Kontrollleisten angelegt werden, diese müssen auch nicht zusammen stehen, sondern können an verschiedenen Orten plaziert werden. Ein besonders nettes Programm ist die Erweiterung KNewsTicker, die sich in der Kontrollleiste plaziert. Man kann KNewsTicker oberhalb des Desktopes plazieren oder auch so, wie ich es bevorzuge, unterhalb der Kontrollleiste laufen lassen. Hat man das Bedürfniss, mehr wissen zu wollen, als manche Meldung in der Laufleiste hergibt, klickt man diese mit dem Mauszeiger an und es öffnet sich - Internetverbindung vorausgesetzt - die entsprechende Nachrichtenseite von ARD/ZDF oder vom Heise-Forum. Letzteres liefert interessante News aus der Computerwelt. Dem anhängenden Heise-Forum sollte man mit viel Toleranz begegnen, da es auch leider der Tummelplatz einiger weniger, aber desto mehr agressiv auftretender Trolle ist, die das ansonsten sehr sachliche und fachlich gute Gesamtniveau leider nicht immer positiv beeinflussen. Angesichts eines solchen guten Betriebssystems wie Linux es ist, kann man aber mit Gelassenheit über das wütende Gekrächze einiger Zeitgenossen hinweg gehen, ohne dass man jedesmal den Handschuh aufnimmt, der dort von einigen geworfen wird. Fakt ist allerdings auch - und das wiegt für mich schwerer und positiver - dass ich aus dem Heise-Newsticker sehr oft schon schneller als anderswo von Downloadmöglichkeiten und neuen Projekten erfahren konnte.

KDE wird ständig weiter entwickelt und erste Möglichkeiten in Richtung der Version 4.0 zu schauen, zeigen, dass die Entwickler offensichtlich immer mehr bestrebt sind, "windowsähnlich" oder gar gleich werden zu wollen. Das kann man sehen, wie man will. Die einen wirds freuen, die anderen ganz und gar nicht. Wie alles, so entscheidet sich auch hier alles am richtigen Maß und ein mit allerhand Schnickschnack und nervigen "Vonselbst-Start-Tools" vollgepacktes Buntklick-KDE wird damit nicht schneller als seine vorher weniger bepackten Vorversionen. Vielleicht sollte man deshalb mal im Hinterkopf behalten, dass mit dem Desktop xfce-4, derzeit noch relativ unbemerkt eine Alternative heranwächst, die für ein zu schwerfälliges Super-KDE dann zum echten Konkurrenten werden könnte. Sicher - zur Zeit sieht xfce-4 auf den ersten Blick unscheinbar aus, aber die funktionellen Qualitäten stecken unter der Oberfläche. Besonders für ältere Rechner oder Laptops, die mit nicht völlig ausreichendem Arbeitsspeicher ausgestattet sind, ist xfce die ideale Oberfläche, um nicht ständig in der Kommandozeile arbeiten zu müssen.

Das Herzstück - ein gutes Office

Herzstück der Büroanwendungen in Debian GNU/Linux 3.1 -Sarge - ist OpenOffice, ein OpenSource-Projekt,welches sowohl in Linux, als auch Solaris, FreeBSD und anderen Unix-Anwendungen eingesetzt wird. Ja sogar für Windows exisitert OpenOffice und ist dort der direkte Konkurrent zu MS-Office. OpenOffice wird verschiedenen Redakteuren als ein "Windowskiller" bezeichnet, ein extrem unschöner Begriff, der den Projekten der freien Software Agressivität und Vernichtungsziele assoziiert. Wahrscheinlich bedenken diese Journalisten nicht, was sie wirklich damit zum Ausdruck bringen. In dem allgemeinen Ziel, immer aufreißerischer als der andere sein zu wollen, damit die Leser die Zeitschrift kaufen, ist hier für meine Begriffe in der letzten Zeit mehr Porzellan zerschlagen worden, als man wahrhaben will.

OpenOffice in seiner aktuellsten, als auch in älteren und als stabil getesteten Versionen erhält man entweder direkt von den Download-Servern für alle Plattformen oder man benutzt die direkt für Debian zugeschnittenen Pakete, die sich bequem über Synapticauswählen lassen. Synaptic ist übrigens das absolute Higlight der Debian-Distribution. In anderen Distributionen gibt es inzwischen viele Nachahmer, aber Debian kann für sich in Anspruch nehmen, diese feine Paketverwaltung zuerst entwickelt und zuerst eingesetzt zu haben. Ganz egal, was Sie für Programme suchen. Wenn diese für die Distribution vorgesehen sind, finden Sie sie. Egal auch, welche Abhängigkeiten bestehen - Synaptic findet sie und löst sie automatisch auf. Je mehr Sie dann es lernen, mit der Sourcenliste aktiv umzugehen, um so mehr erschließen Sie sich Quellen außerhalb der Stable-Pakete oder inoffizielle Sourcen innerhalb des Stablebereiches - und auch hier ist wieder das hilfreiche Programm Synaptic, dass Ihnen hilft Abhängigkeiten und Widersprüche zwischen den zahllosen Paketen aufzufinden, zu lösen - oder auch am Ende mal festzustellen, dass das gewünschte Programm nicht installierbar ist, ohne dass Sie sich Ihr System zerschießen. Damit haben Sie das Programm zwar nicht installiert, aber Synaptic hat Sie vor grösserem Schaden bewahrt. Zur Zeit ist im aktuellen Sourcenpool das stabile Open-Office 1.1.4 drin, es gehen sicher nur noch ein paar Monate ins Land, dann werden Sie auch die Stable-Pakete für das neueste Open-Office-2.0 oder für die neuere attraktive KDE-Version 3.4 finden. Am Ohr des Geschehens bleiben Sie überigens immer im Debian-Forum. So liegt auch hier seit kurzem eine stable-Version des neuen KDE, die ich selbst über Synaptiv habe installieren lassen - Ergebnis recht passabel, allerdings hängt der Konqueror zeitweise noch immer.
Wenn man z.B. weiß was man tut, kann man die Sourcen

#OpenOffice
#deb http://ftp.freenet.de/pub/debian-openoffice/ sarge main contrib
#deb ftp://ftp.freenet.de/pub/debian-openoffice/ sarge main contrib

#KDE 3.4.2
deb http://mirror.debianforum.de/kde-i386/ ./
deb-src http://mirror.debianforum.de/kde-i386/ ./

in seine Sourcenliste aufnehmen. Die Quelle für KDE 3.4.2. funktioniert bereits, die für das kommende OpenOffice-2.0 noch nicht, aus diesem Grunde ist noch mit dem Zeichen # auskommentiert. Da es sich aber z.Z. um einen Backport für KDE 3.4.2. handelt, sind das keine offiziellen stable-Pakete!! Wenn man aber im Debianforum alles mit verfolgt, eröffnen sich immer wieder neue Quellen für fortgeschrittenere Pakete. Auf einem Arbeitssystem würde ich KDE 3.4.2. noch nicht anwenden, auf einem Testrechner ist es schon mal ganz reizvoll, es zu probieren.

Kommen wir aber zurück zum Office-Paket.


Wenn man ohne Häme für den einen oder anderen den Vergleich zwischen OpenOffice und MS-Office zieht, wird aber durchaus verständlich, warum z.B. Redaktionen von Verlagshäusern noch nicht wild auf OpenOffice zurückgreifen, obwohl doch dessen kostenlose Verfügbarkeit in der heutigen Zeit des Sparens unvergleichlich verlockend sein müsste.

Das Problem des OpenOffice ist noch immer die hundertprozentige Kompatibilität zum weltweit verwandten MS-Office. Zwar kann OO problemlos einfache, mit wenigen Grafiken und Bildern versehene Artikel als DOC-Datei abspeichern oder von MS-Office übernehmen und fehlerfrei öffnen, aber bei größeren Projekten erlebt man noch immer unvorhergesehene Überraschungen. Ich habe selbst etwa 400 Seiten geschriebenen Text mit eingebundenen Grafiken und Bildern als Datei an einen Verlag gegeben, wo man mit Word-2000 arbeitete. Die von mir abgespeicherte Datei name.doc wurde zwar von Word-2000 geöffnet, aber sämtliche Formatierungen und Einrichtung war hinüber! Bilder, Grafiken und Links zu Versuchsreihen, Fußnoten etc. - hier zeigte sich sehr schnell, dass schon beim ersten Öffnen einiges durcheinander gekommen war und vieles nicht mehr an dem Platz war, wo es hingehörte. Das erneute Abspeichern der Datei als DOC-Datei im OpenOffice verstärkte dann das Chaos nur noch mehr. Das erneute Öffnen danach wiederum im MS-Word zeigte, dass es so noch nicht funktionierte. Schließlich tauschten wir die Texte im rtf-Format aus, aber die Neuformatierung und Bildeingliederung wollte keiner mehr machen. Am Ende saß ich dann am Computer meiner Frau und fädelte das alles mit ihrem Word-XP wieder zusammen. Bei der erneuten Abgabe kam es im Verlag zu einer echten Überraschung! Die Texte passten wieder nicht, d.h. Word-XP und Word-2000 hatten auch schon wieder Unterschiede. Das Chaos hielt sich jedoch diesmal in Grenzen, aber die Redakteure mussten eine knappe Stunde aufwenden, um den Text im Word-2000 stellenweise neu zu formatieren und einrichten. Also, es ist nicht nur OpenOffice, was hier und da nicht passt, selbst die Suites aus einem Hause, scheinen nicht ganz nahtlos miteinander zu wollen. Aber solange sich die Dinge entwickeln, wird es das eben geben.

Wozu aber dann ist OpenOffice ?

Beim Einsatz auf Heim-PCs oder in kleinen Unternehmen hilft OpenOffice ziemlich hohe Kosten sparen. Die Qualität der erstellten Dokumente ist nicht schlechter als im MS-Office, einzig und allein das Problem der Austauschbarkeit der Dokumente ohne Formatierungsverluste mit anderen Office-Suites ist das Problem. Auch den oft kritisierten Fakt, dass OO keine anständige Schrift hätte und die Geschäftspost zum Fürchten aussähe, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt im Debian Pakete mit freien Ersatzschriften, deren Qualität denen der Windowsschriften gleichkommt.
Es bleibt also das Problem des Dateienaustausches. Doch wie oft und wie häufig tauscht man Textdateien im täglichen Geschäftsbetrieb aus? Kleinere Unternehmen, Buchhaltungen, Schreibbüros, Sekretärinnen von Chefs wohl nie. Wer diesen noch verbliebenen Rest an Inkompatibilität als das grosse Problem der OpenOffice-Suite als Kriterium der Ablehnung anführen will, der möge sich fragen lassen, wie sich Microsoft das dann mit dem Office des kleinen Mannes, dem MS-Works gedacht hat. In grossen Kampagnen wird es auch Klein-Unternehmen empfohlen als die Alternative zum teuren großen Bruder, das MS-Office. Die Schreiben aus der Works-Suite sind nicht einmal mit dem MS-Office austauschbar, es sei denn man benutzt das RTF-Format und dabei gehen gleichermaßen alle Formatierungen gänzlich verloren.

Die Open-Office-Suite bring alles mit, was man bei sich selbst in seinem Büro oder einfach nur im Home-Office braucht (und noch mehr, manches braucht man nicht ;-) )


swriter
ist eine Textverarbeitung, die alles beinhaltet, was man in hochnot-teuren und professionellen Textverarbeitungen gewöhnt ist.
Vorteilhaft ist es bis zur Version Open-Office 1.1.4 bei größeren Arbeiten über sechs Seiten und aufwendigen Grafiken und Bildern erst den Text zu verfassen und die Grafiken ganz am Ende einzufügen. Meiner Erfahrung nach nimmt die Zähigkeit des Arbeitsprozesses, spätestens ab der fünften oder sechsten Grafik drastisch zu. Grosse Projekte muss man in Einzeldokumente aufsplitten, wenn man nicht irgendwann hoffnungslos festhängen will. Ein Problem, dass aber auch MS-Office schon solange an sich hat, wie es exisitiert. Nur hier kann man zugegebnermaßen ein paar Seiten mehr machen, bis es klemmt.
Inzwischen liegt die Beta-Version der neuen Open-Office-Suite 2 als 1.9-beta schon auf den Servern und in den Foren und Mailinglisten ist zu lesen, dass in dieser neuesten Version das Problem weitgehendst nicht mehr besteht und man auch an grossen Dokumenten mit viel Bildmaterial hintereinander weg arbeiten kann. Es wäre schön.



scalc

eine Tabellenkalkulation, gleich EXCEL, sehr schnell und stabil, ich habe sie mit einer anderen Tabellenkalkulation verglichen - Planmaker - die es auch für Linux als properitäre Software gibt. OO-scalc schnitt eindeutig besser ab.


simpress
nahezu überraschend identisch mit PowerPoint in der MS-Office-Suite und mittlerweile auch stabil und sicher. Man kann so ohne Befürchtungen seine Repräsentationen erstellen und mittels Notebook und Beamer vor einem ausgesuchten Kreis vorführen, ohne befürchten zu müssen, durch ständige Abstürze oder mißgestaltete Präsentationen ständig die Lacher auf seiner Seite zu haben.



swriter-html
ein kompletter komfortabler HTML-Editor bei dem ebenso, wie beim Mozilla-Composer keinerlei HTML-Kenntnisse erforderlich sind. Swriter-html ist ein WYSIWYG-Editor, das heißt " so wie geschrieben, so gesehen". Das Programm habe ich ausgiebig getestet, leider hat es kleinere Macken. Ich persönlich benutzte den Mozilla-Composer und seit einiger Zeit nur noch NVU-1.0




s-draw

ein Zeichenprogramm, wie es zur Komplettausrüstung jedes professionellen Offices zählt, sehr stabil und mit vielen professionellen Funktionen


Desweiteren bringt Open-Office einen Formel-Editor mit, starmathund auch eine Datenbankanbindung, die jedoch bis dato  nur als Kaufversion unter dem Namen Adabas von StarOffice angeboten wurde.
In der neuesten Version des freien OpenOffice-2 ist deshalb eine freie Datenbankanbindung die größte Neuigkeit.


Drucken mit Cups

Mehr als die halbe Miete - ist das Drucken!

ergänzt am 13.11.2005 mit einer extra Seite zur Installation von CUPS-Druckern im KDE-Desktop

Eine Workstation, die nicht drucken kann, ist wertlos, darüber gibt es nichts zu streiten. Aus diesem Grunde haben die Entwickler viel Aufwand darin verwandt, für Linux entsprechende Drucksysteme zu entwickeln. Die Voreinstellung jedes Linux ist zumeist UNIX-LPD.

Ein weiteres Drucksystem, welches ich persönlich als mein Mittel der Wahl betrachte, ist CUPS (Common Unix Print System), welches meiner Erfahrung nach die besten Treiber mitbringt, mit denen man auch den allerfeinsten Fotodruck bewerkstelligen kann und welches zumindest für meine Begriffe am leichtesten einzurichten ist.  Allerding da gehen die Ansichten weit auseinander, vielleicht ist auch entscheidend, welches Drucksystem man zum günstigsten Zeitpunkt angetroffen hat und welches man am schnellsten und ehesten begriffen hatte.
Mir ging es wieder nämlich so, dass ich mit dem Standartdrucksystem UNIX-LPD und mir LPR/LPRng nur mangelhafteste Drucke produzierte und überhaupt nicht zurande kam. Der Zufall brachte mich dann durch einen Artikel in der Zeitschrift Linux-Magazin auf das damals gerade frisch entwickelte Cups und bescherte mir unverhofft rasch meine ersten  qualitativ sauberen Druckerfolge. Dabei bin ich bis heute geblieben, denn Cups hat sich in all den Jahren immer weiter verbessert. Es muss ja schließlich auch einen Grund haben, warum Bemühungen laufen, CUPS auf Windows zu portieren. Besonders für das Drucken im Netzwerk ist CUPS geradezu prädestiniert. Wichtig ist jedoch, dass man in der  Datei cupsd.conf die Netzwerkadressen frei gibt, sonst passiert gar nichts und Verzweiflung kommt auf.

 
Zur Einrichtung des Druckers benutzt man entweder einen normalen Browser und ruft den Port 631 auf. Das geschieht mit der Adresse:http://localhost:631
Keine Sorge, da wird nichts aus dem Internet geholt oder sonstwas geheimnisvolles arrangiert - "localhost" ist man schlicht und einfach selbst. Das bedeutet, dass Sie zur Einrichtung des Druckers keine Internetverbindung aktiviert haben müssen. Es offnet sich die Einrichtungsseite des Ports 631.



Noch einfacher geht das innerhalb KDE, hier existiert eine komfortable Benutzeroberfäche, die auf dem folgend gezeigten Wege erreicht wird:
Kontrollzentrum -> angeschlossene Geräte -> Drucker hier den Systemverwaltermodus aufrufen, Adminpasswort eingeben (Hinweis - ohne Admin-Rechte geht da gar nichts!)
Danach kann man oben Links mit "Gerät hinzufügen" beginnen und während der Druckerinstallation Testseiten ausdrucken, im Menue zurück springen, wenn das Ergebnis nicht befriedigt und solange experimentieren, bis man sein gewünschtes Ergebnis erreicht hat.
Meiner Erfahrung nach ist diese Art der Druckereinrichtung die komfortabelste und zugleich erfolgversprechendste. Man achte darauf, unten links auch wirklich sein Druckersystem eingestellt zu haben. Hat man cups installiert und läßt die Einrichtung default aber auf UNIX-LPD stehen, ohne dass bewußt zu einzutüten, kommt wilde Hektik auf. Es druckt nämlich gar nichts. Kriegt man das nicht mit und bleibt man dann ständig beim Drucken der Testseite auf der Stelle stehen, die scheinbar richtigen Bemühungen verpuffen unbekannterweise im Nirwana. Ein kleiner Fehlerhinweis wäre hier wirklich sehr hilfreich und würde dazu beitragen, das mancher dabei nicht zu hohen Blutdruck bekommt oder aber das arme Linux immer schuld am Nichtfunktionieren wäre. Aber eine solche Fehlermeldung kommt nicht. Die entwickler haben sie bis jetzt noch nicht vorgesehen. Wer dann in seiner Verzweiflung nicht genau hinsieht, der macht sich einige sehr schöne Abende, ehe die Drucker laufen.
Ich weiß, wovon ich rede .... Allerdings passiert so etwas nur einmal.


Mitunter kommt das Problem auf, dass verschiedenen Anwendungen heraus die Druckfunktion trotz installierter und erfolgreich getesteter Drucker nicht klappt. Besonders auffällig sind dabei solche Kandidaten wie Mozilla und die neueste Version 7 von Adobe Acrobat Reader. Auch kdf will mitunter nicht mit spielen und selbst die OpenOffice-Suite stellt sich in seltenen Fällen quer. Die Befehlszeile dieser Anwendungen ist einfach leer. Warum da die eine oder andere Anwendung zusammen mit Cups nicht kommuniziert, ist nicht so richtig klar. Eine einfache profane Hilfe ist aber das Eintragen des Befehls kprinter in die Druckzeile der betreffenden Anwendungen. Auch das kommerzielle Programm "Textmaker for Linux" von der Nürnberger Firma Softmaker war bei mir um nichts in der Welt Willens, mehr als den nicht funktionierenden Standartdrucker (was das auch immer sein soll?) anzubieten und die installierten Drucker nicht direkt zu erfassen. Alle diese Programme musste ich über den Umweg mittels kprinter zwingen ihrer Bestimmung gerecht zu werden. Im Falle, dass OpenOffice auch nur den "Standartdrucker" anzeigt und sich nichts weiter zuckt, ist hier der Weg der  gleiche, wie bei Textmaker. Danach öffnet sich zusätzlich die kprinter-Oberfläche, so wie das hier aus dem kommerziellen Programm Textmaker heraus zu sehen ist. Nun gut, das ist dann ein Mausklick mehr, aber der Druck geht wenigstens. Warum diese Probleme plötzlich auftreten und mitunter genauso plötzlich verschwinden, habe ich bis jetzt noch nicht ergründet. Nachdem ich meinen Mozilla nämlich monatelang mittels kprinter zu seinem Glück gezwungen hatte, präsentierte er mir plötzlich ohne jede Veränderung am System die nebenstehende Befehlszeile und die Drucke gelingen ebenso in bester Qualität wie vorher. Auf einmal zeigten die anderen Textverarbeitungen auch alle installierten Drucker so an, als ob sie es schon ewig miteinander täten. Ist ja sehr schön so, aber was diese plötzliche Veränderung so einfach scheinbar von selbst herbeigeführt hat, weiß ich nicht. Ich habe es mir angewöhnt alle Konfigurationen d.h. auch solche Befehlszeilen als Notiz zu archivieren. Manche Dinge sind sowieso nur heraus zu bekommen, wenn man sich den Fehler und den Fehlerverlauf genau aufschreiben  und gleichzeitig genau Buch darüber führen würde, was am System gemacht, gegebenfalls welche Tastenkombinationen benutzt wurden. Wer aber macht das? Wer hat soviel Zeit und kann das machen?



CDs und DVDs brennen

Die heutzutage wichtigste Arbeitsfunktion einer Workstation neben dem Schreiben und Drucken, ist das Brennen von CDs und DVDs, auch die Arbeit mit RWs, also den beliebig wieder beschreibbaren CDs und DVDs. Vor ein paar Jahren war das noch ein ziemliches Glücksspiel, ob die Brennerei klappte oder nicht. Die Spezialisten verstanden es, ihre IDE-CD-Laufwerke als SCSI-Laufwerke zu emulieren und/oder dann entsprechende Oberflächen zu benutzen oder in der Kommandozeile zu brennen. Für den Laien blieb das zumeist jedoch eine schwer zu überklimmende Barriere. Da half auch die sehr detailreiche Beschreibung im damaligen SuSE-Handbuch kaum weiter. Hier punkteten Distributionen wie Mandrake, die die Brenner schon automatisch als SCSI-Geräte einzubinden verstanden und so auch dem Laien die Benutzung seines CD-Brenners erlaubten. Leider machte besonders die unzureichende Hardware-Erkennung so manches Gutgemeintes letztendlich wieder zunichte, denn ein Brenner der nicht richtig erkannt wird, wird logischerweise auch nicht richtig eingebunden.
Inzwischen verstehen es aber die moderneren Kernel, und für die 2.6er-Reihe ist es heutzutage selbstverständlicher Standard, ebenso problemlos CD/DVD-Geräte einzubinden, wie man das vom Windows her kennt. Auch Hardware-Erkennungsprobleme gibt es auf diesem Gebiet nicht mehr. Niemand muss mehr geheimnisvolle Meldungen in eine LILO-Append-Zeile eintragen und drauf hoffen, dass sein Gerät erkannt wird - oder auch manchmal leider nicht.

Meines Erachtens ist auch völlig unmöglich, dass Linux einen CD/DVD-Brenner technisch ruinieren kann. Ich halte das für völlig unrealistisch. Ein Gerät funktioniert unter einem Betriebssystem oder es funktioniert nicht, aber es wird unter dem, wo es nicht funktioniert, nicht beschädigt oder unbrauchbar gemacht. Vor etwa zwei Jahren geisterte eine solche Meldung durch das Web, erwies sich aber dann als falsch und medienwirksam aufgebauscht.  Das Dementi war dann im Vergleich sehr klein und leise.


Mit der Brenner-Suite K3B steht der Workstation des Linuxfreundes heute eine ebenso sichere wie mächtige Software zur Verfügung, die den Vergleich mit Nero oder Pinnacle nicht zu scheuen braucht. Ich kann damit alles auf CD oder DVD bringen, was ich brauche.  Ich habe inzwischen interessenhalber das neueste Nero für Linux für mich selbst getestet. Ich halte K3B für schneller und vor allem funktioneller.
DVDs und CDs brennen ist mittlerweile wichtiger als als vieles andere, denn ein fachmännisches Sichern von Daten oder ein Backup des gesamten Systems ist nur dann sinnvoll, wenn man diese Daten auf sichere Datenträger auslagern kann. Ich persönlich betrachte das Auslagern der Daten auf CD/DVD als die sicherste Methode, die es heute gibt. Es ist zwar einfach, schnell eben super bequem, eine komplette Datensicherung auf eine zweite Festplatte zu spiegeln, aber ich würde drauf wetten, dass eine Festplatte ein gefährlicheres Medium ist, als eine DVD.  Letztere soll es auf 30 Jahre bringen, wenn man sie nicht kocht oder tiefgefriert.  Ich kenne aber keine Festplatte, die nach 5 Jahren noch als zuverlässig galt, wenn sie denn überhaupt noch lief. Das einzige, was ich noch für machbar halte, ist das Rücksichern auf externen Festplatten, die dann vom System genommen werden und quasi im Schrank liegen. K3B ist das Frontend für cdrecord etc., entwickelt vom K3b-Team um Sebastian Trueb. Ein erstklassiges Programm, das seines Gleichen sucht.  K3b bietet nahezu alles, was man von kommerzieller Brennsoftware kennt:

• Erstellen von Daten-CDs und Audio-CDs
• Brennen von Video und Mixed-Mode-CDs
• Brennen von eMovix-CDs
• Erstellen von DVDs
• Erstellen von Eins-zu-Eins-Kopien
• Zusammenstellung per Drag & Drop
• DVD-Ripping und DivX/XviD-Encoding
• Projektverwaltung
• CD-Zusammenstellungen
• Leeren von CD RW und DVD RW
• und, und, und

Mitunter werde ich allerdings ziemlich unverhohlen gefragt, ob man im Linux mit K3B den Kopierschutz von Video-DVDs "knacken könnte" - schließlich wollte man ja Geld sparen etc.  Ich bin dann immer ernsthaft beleidigt, wenn ich mitbekomme, dass manche Leute Linux als Handwerkszeug für Raubkopierer ansehen und mich als Nutzer dieses Systems auch immer gleich als Ihresgleichen betrachten. Dass ein Linux-User überwiegend ein ebenso unbescholtener und gesetzestreuer Bürger ist, wie der normal verbrauchende Windowsbenutzer, scheint in manche Hirne wahrscheinlich nicht eingezogen zu sein. Ich ziehe keine Raubkopien, rippe mir keine zusammen geklauten Musikstücke oder Filme, kopiere keine geschützten DVDs etc. Ich kann also nicht sagen, ob die dazu notwendigen Features in K3B auch zu finden sind und muss aber auch offen gestehen, dass ich mir die Mühe noch nicht gemacht habe, das herauszufinden. Ich habe inzwischen aus meinen eigenen Urlaubsfotos und Videofilmen mit K3B abspielbare eigene eMovix-CD und DVDs erstellt. Damit vermittle über einen ganz normalen handelsüblichen Videoplayer der gesamten Familie meine Eindrücke von Reisen oder Familien-Ereignissen. Damit erfüllt K3B alle notwendigen Anforderungen für mich voll und ganz.

Wie andere professionelle Brenner-Suites steht einem erstmal die Art des Projekts zur Auswahl. Sieht man sich nebenstehenden Ausschnitt aus der Menue-Auswahl an, wird jedem klar, dass dem normal verbrauchenden Pinguin hier alles zur Verfügung steht, was man so benötigen könnte. Normalerweise funktioniert das alles auch, aber was ist mitunter schon "normalerweise"?

Es gab eine Phase, da war ich am Verzweifeln! So hatte ich während der letzten zwei Jahre bis hinein in die jetzige K3B-Version zeitweise eklatanteste Schwierigkeiten, überhaupt ordentliche DVDs zu brennen. Ohne es damals bewußt wahrzunehmen warum, gab es Phasen in denen wochenlang kein Problem auftrat, dann aber plötzlich tagelang nichts mehr klappte. Schon da kam bei mir der leise Verdacht auf, dass bestimmte Hersteller, besser gesagt deren Rohlinge, auf meinem DVD-Brenner nicht verwendbar schienen. Ich hatte persönlich immer mehr den Eindruck, dass die Auswahl der Rohlinge etwas damit zu tun haben müsste.  Als ich dann in der ct 14/2005 den Testvergleich von 63 Rohlingssorten las, wurde mir klar, dass ich mit meiner Spürnase hier zu hundert Prozent richtig lag!   Interessant war in diesem Artikel, dass einige von mir bis dahin bevorzugte namhafte Marken gar nicht so gut abschnitten, wie ich es von dem Namen erwartet hätte. 

Die Firmware des Brenners ist sozusagen die Rezeptsammlung des Gerätes für jede einzelne Rohlingssorte. Ich empfehle dazu dringend den Artikel in der ct 14/2005 auf den Seiten 94 bis 113. Als ich den Artikel für mich aufmerksam verarbeitet hatte und gezielt mich mit den Rohlingen befasste, erlebte ich eine riesige Überraschung!! Eine von mir immer als unangreifbar angesehene Marke, die fast überall in der Elektronikbranche mit allem möglichen technischen Gerät punktet, lieferte die meisten verbrannten Ergebnisse. Ebenfalls gleichermaßen schlecht war eine Marke, die ich bei LIDL mal erstanden hatte. Da ich aber nun erwartete, dass alle Billigst-Rohlinge gleichermaßen schlecht wären, überraschten dann die wiederbeschreibbaren DVDs, die ich bei ALDI probeweise kaufte und wesentlich bessere und zuverlässigere Ergebnisse erzielte als mit vergleichsweise dreimal so teuren wiederbeschreibbaren Marken-Rohlingen. Ich benutze diese wiederbeschreibbbaren DVD-ALDI-Rohlinge seit Jahren zum wöchentlichen Backup und hatte bis dato keinen einzigen Ausfall zu beklagen. Das Einzige was mich an diesen preiswerten Scheiben immer ärgert ist die glatte hochverspiegelte Oberfläche, auf der jeder Fingerabdruck zu sehen ist und die ziemlich schwer zu beschriften geht. Ob die Einweg-Rohlinge aus der gleichen Quelle ebenso gut sind, weiß ich nicht. Aus Gründen der besseren Beschriftung der Scheiben, sie sind etwas matter und rauher auf der oberen Seite, habe ich mich hier für eine Marke der mittleren Preisgruppe entschieden, die bei Karstadt, Woolworth und in einigen Technikgeschäften dominiert. Die sogenannten besseren Rohlinge der obersten Preisgruppe verwende ich nicht mehr und auf das Versprechen, dass diese Rohlinge 130 Jahre halten würden, gebe ich auch nicht viel, denn letztendlich sind das alles angenommene hypothetische Werte, die jeder ungestraft in die Welt setzen kann. Oder wer will in 130 Jahren da was einfordern? Außerdem, wenn man den benannten Artikel gelesen hat, weiß man, dass meist "in den Rohlingen" nie drin steckt, was wirklich drauf steht. Das ist eben ein Nebeneffekt der Globalisierung.




Fernsehen mit xawtv und alevt

Schreiben, Drucken, Brennen - neben den Ernsthaftigkeiten des Daseins am Linux-PC verlangt die arbeitende Seele auch etwas nebenher. Eine im Computer befindliche TV-Karte sollte unter Linux in der Regel auch automatisch erkannt werden und funktionieren.  Fernsehen am PC ist deshalb schon fast eine Grundlagenanwendung geworden. Der erste Blick ins Anwenderhandbuchaber, ist für den Neuling und Laien wenig hoffnungsvoll und beängstigend verwirrend. Wenn der Ärmste liest, dass er diese oder jene Module zu laden habe und dann noch was von Kernel-Sourcen, und Chips auf der Karte, die er kennen muß -  was macht er dann - er klappt das Buch zu, denn der Schock sitzt tief. Dabei ist das so gar nicht mehr nötig. Man nehme schlicht und einfach erst einmal eine Knoppix-Live-CD, starte diese und schaue dann im KDE-Infozentrum nach, was einem die TV-Karte u.U. präsentiert. Hat man wirklich irgendein super exotisches Ding, kann es sein, dass man Pech hat. Was die Hardware-Erkennung von Knoppix nicht findet, ist meiner Erfahrung nach auch zumeist von Hand nicht für Linux einzurichten. Ich habe mich bei allen meinen Linux-PCs jedoch an TV-Karten an Pinnacle-Karten gehalten und kann mich nicht erinnern, dass auch nur ein einziges Problem im Linux damit aufgetreten wäre.

Diese TV-Karte, wie sie aus dem oben stehendem Screenshot zu ersehen ist und alle gleichartigen mit diesem Chipsatz, das sind fast alle Phillipskarten und viele andere auch, werden schon bei der Installation von Debian-Sarge automatisch erkannt und die erforderlichen Module in den Kernel eingebunden. In den seltensten Fällen muss man heute noch von Hand am Kernel herum basteln. Es gibt im Linux mehrere Anwendungen zur Fernsehkarte.  Tvtime gilt zwar als das komfortabelste, leider aber ist es auch das ressourcenlastigste Programm. Ich habe tvtime, ttv, xawtv und zapping gleichermaßen ausprobiert und allein bei xawtv erscheint mir Komfort, Stabilität und Ressourcenbelastung in einem optimalen Verhältnis. Synchron mit xawtv läuft alevt, das Programm des TV-Videotextes. Seit der Version Debian 3.1 hat dieses Programm allerdings bei mir ein kleines Problem, es starte nicht mehr unter Erbringung der Fehlermeldung

 alevt: /dev/vbi: No such file or directory
 alevt: cannot open /dev/vbi
  vbi: open failed [/dev/vbi]
 cannot open vbi device: No such file or directory

Gemeinsam mit den Forumsteilnehmern von deutschen Debianforums suchte ich nach der möglichen Ursache, aber alle vorgeschlagenen Lösungen erbrachten leider nicht den gewünschten Erfolg. Ich war recht hilflos, denn der Fehler war auch während der Testing-Phase von Debian-Sarge nie aufgetreten. Zudem trat der Fehler bisher nur noch bei einem anderen User so auf. Ich verbrachte eine ganze Nacht damit zu, den Fehler zu finden, musste dann aber kapitulieren, weil der Rechner bei jedem Neustart den fehlenden Link nicht mehr von selbst setzte. Schließlich entschloß ich mich, den Link mit einem Eintrag     ln -s /dev/vbi0 /dev/vbi       in die Datei bootmisc.sh   bei jedem Neustart neu, quasi zwangsweise zu setzen. Das behob den Fehler, so dass der Videotext auch wieder fortan nach jedem Start zur Verfügung stand. Die Datei bootmisc.sh befindet sich in /etc/init.d/  und muss mit Rootrechten editiert werden.

Videos anschauen



Es gibt im Debian-Linux viele schöne Programme für DVD-Player, aber eben alle ohne Entschlüsselungssoftware. Ich bevorzuge inzwischen den einfachen und schnellen DVD-Player ogle, eine Gnome-Anwendung, die aber für KDE modifiziert und angepasst wurde und hier nun als okle wieder zu finden ist.
Zu den weiteren häufigst verwendeten DVD-Playern zählt xine, dessen GNOME-Gegenstück als totem bekannt geworden ist.

Diese Player können vonhaus aus nur


- selbsterstellte DVD aus der Videokamera
- DVD ohne Regio-Code
-Trailer-DVDs
- und unverschlüsselte DVDs abspielen

Um diese Videoplayer vollends für die Kauf-DVDs tauglich zu machen, benötigt man das Paket libdvdcss  dessen Verbreitung und Verwendung in Deutschland aber untersagt ist.

Eine hübsche Ausweglösung wäre die GeexBox!  Sie ist obendrein noch eine Live-CD, deren ISO man legal im Internet zum Download findet und für die man das Betriebsystem im Rechner nicht einmal starten muss. Man fährt den Rechner mit der GeexBox-CD hoch, entnimmt diese, legt seine Video-DVD ein und startet den Fim. Welches Programm GeexBox aber nutzt, um verschlüsselte DVDs laufen zu lassen entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Debian-Quellen bieten Entschlüsselungssoftware für geschützte Medien aufgrund der in Deutschland bestehenden eindeutigen  Gesetzeslage nicht an. Auf den beiden DVDs und auf den Debian-Servern sind die notwendigen Programmpakete deshalb nicht mehr zu finden. Auch mit der Live-CD GeexBox dürfte gegen geltendes Recht in keiner Weise verstoßen werden, denn sie eignet sich ganz und gar nicht dazu, Raubkopien anzufertigen. Sie ist eine reine CD zum Abspielen von DVDs, ohne dass das auf dem Rechner installierte System dazu gestartet werden wird. Ohne ein Betriebssystem kann also auch kein DVD-Kopierprogramm aktiviert werden.  Der PC dient hier als reiner DVD-Abspieler, ein Betriebssystem wird nicht gestartet

Inzwischen bin ich generell dazu übergegangen, in meinen eigenen vier Wänden meine DVDs ganz entspannt über einen normalen käuflichen DVD-Player im Fernsehen anzusehen. Im Hotel mit dem Laptop oder wie auch immer, wenn kein Fernseher in greifbarer Nähe ist, sondern nur ein Windows-PC bei Bekannten, mache ich das mit einer GeexBoX-CD.  So riskiert man nichts und bewegt sich in keiner Grauzone. Auf vielen Zeitschriften werden in der letzten Zeit für wenig Geld als Zeitschriftenbeilage Film-Videos angeboten, die allesamt nicht codiert sind. In Computerzeitschriften werden von Zeit zu Zeit Links veröffentlicht unter denen Sammlungen von DVD-Titeln zu finden sind, die nicht codiert sind.

Wenn Sie unverschlüsselte DVDs ansehen sollten und diese aber nur  ruckelnd laufen, dann ist das fast immer ein Problem von nicht aktiviertem DMA.
Installieren Sie dazu das Paket hdparm.
Angenommen das DVD-Laufwerk wäre /dev/hdc, so müsste dann der Root-Befehl lauten:

hdparm -d1 /dev/hdc

Danach läuft das Video ruckelfrei.
DMA von vornherein abgeschaltet zu lassen, ist noch ein Relikt aus den Zeiten, als die Hardware nicht so leistungsfähig war. Ich kann nicht genau sagen, was Debian-Linux veranlaßt, sich nach der Hardware-Erkennung zu entscheiden, DMA zu aktivieren oder es aus zu lassen. Eventuell kalkuliert man hier die Eventualität, dass vielleicht doch noch jemand einen Pentium-II als Dachbodenfund versucht, mit Debian am Laufen zu halten. Ich weiß es einfach nicht, aber habe aber schon mehrmals festgestellt, dass allein der Befehl

apt-get install hdparm

bei manchen Systemen ausreichte, um nach dem nächsten Neustart mit allen Laufwerken DMA-aktiviert hochzufahren und andere Systeme, teilweise kaum etwas weniger leistungsfähig, es um alles in der Welt nicht gelang DMA einzuschalten.
Am besten prüfen Sie nach der Installation von hdparm und nach dem nächtsten Neustart, ob ihre Geräte mit DMA laufen oder nicht.

hdparm -d /dev/hdx

x ist das jeweilige Laufwerk
und die Ausgabe des System lautet OFF oder ON. Haben Sie einen von den Computern, der nach jedem Start mit deaktiviertem DMA antritt und Sie zur Verzweiflung bringt, dann können Sie zwar hdparm jedesmal neu aufrufen. Das wird aber echt lästig.  Ein besserer Ausweg - Sie editieren die /etc/init.d/bootmisc.sh
und tragen dort am Ende die vier Zeilen

hdparm -d1 /dev/hda
hdparm -d1 /dev/hdb
hdparm -d1 /dev/hdc
hdparm -d1 /dev/hdd

ein.  Damit wird hparm beim Booten aufgerufen und wenn sich der Rechner nicht aus anderen technischen Gründen widersetzt, müßte nach dem Start DMA zur Verfügung stehen. Auch bei größeren Kopiervorgängen merkt man sehr schnell ob DMA aktiv ist oder nicht. Beim Brennen von DVDs kann es u.U. bei nicht aktiviertem DMA dazu kommen, dass der Datenfluß abreißt und der Brennvorgang mißlingt.


Bildbearbeitung und Bildverwaltung


Die Bearbeitung digitaler Bilder ist heutzutage ebenfalls ein essentieller Bestandteil eines Betriebssystems. Das Standardprogramm in Linux und in Unix überhaupt ist GIMP. Windowsbenutzer sind erstmal erschlagen von der Vielzahl der Fenster und Untermenues. Überraschenderweise sind aber Journalisten und Redakteure, die es gewöhnt sind mit den besten und teuersten target="_blank"Adobeprogrammen zu arbeiten, jene, die sich im GIMP am schnellsten, um nicht zu sagen sofort heimisch fühlen. Warum? GIMP ähnelt in vielem und auch in seinem Aufbau einem der teuersten und weltweit verbreitetsten Bildbearbeitungsprogramme der Firma Adobe. Für jemanden, der noch nie mit GIMP gearbeitet hat, hält die Zukunft dann jedoch erstmal eine verwirrende Einarbeitungszeit bereit, die man aber mit einem kleinen und preiswerten Buch zu GIMP aber sehr schnell und gut übersteht. GIMP-2 ist derzeit der neueste Standard. Man muss es  aber vorab in aller Klarheit sagen - Gimp erschließt sich nicht von allein oder nur mal so. Um dieses umfangreiche und mächtige Bildbearbeitungsprogramm zu beherrschen, muss man sich wirklich damit beschäftigen und einiges lesen. Ein Freund sagte einmal zu mir, die Einarbeitung in GIMP hätte ihm etliches mehr an Aufwand gekostet, als z.B. sich KDE zu erschließen. Dem kann ich nichts hinzufügen. Es hat bei mir einige Monate gedauert,  ich konnte mich zumeist nur ein paar Stunden am Wochenende an den PC setzen. Danach aber hatte ich mir letztendlich ein Bildbearbeitungsprogramm erschlossen, wie ich es bis dahin im Windows noch nie gefunden hatte.  Um aber jetzt den armen vernachlässigten Windows-Usern nicht die Tränen in die Augen zu treiben, sei gesagt - es gibt GIMP inzwischen auch für Windows.

Vielfach wünscht man die Bilder zu archivieren und zu ordnen .  Das bedeutet, dass man schnelle Bildbetrachter mit möglichst vielen nützlichen PlugIns benötigt.  Das Angebot im Debian-Linux ist mannigfaltig und reicht von solchen Klassikern wie gtksee, gthumb bis hin zu gwenview und gqview.  Windowsumsteiger, die sich z.B. partout nicht von dem geliebten Windowsprogramm IrfanView trennen wollen, können dieses sogar im Windows-Emulator wine benutzen. Neulinge neigen dazu, sich erstmal alles auf den Rechner zu installieren, um dann zu prüfen, was sich am besten für ihre Bedürfnisse eignet. Ich habe mich letztendlich für gqview entscheiden, weil es mir als die schnellste und effektivste Anwendung dieser Klasse erschien und am ehesten meinen Vorstellungen entsprach

                                                          

gqview   ist einer der wohl ältesten Bildbetrachter, die in Linuxsystemen zur Anwendung kamen. Ich kann mich selbst an meine ersten erfolglosen Pinguinversuche erinnern, damalig beginnend mit SuSE 6.2. Da gab es dieses durch sehr nützliche Programm schon. Zusätzliche Funktionen der Bildbearbeitung fehlen in gqview zwar weitgehendst, aber Funktionen wie kopieren, umbenennen, verschieben und mit Kommentaren versehen, all das zur nützlich zur Systematisierung und Katalogisierung der Bilder findet man hier. Auf dem rechten Bild ist zu erkennen, dass auch die EXIF-Dateien mit gqview auslesbar sind. Eine nützliche Funktion für all jene, die Informationen über das entstehen der Bilder benötigen.


gwenview dagegen gehört bereits zur neueren Generation, besitzt eine nützliche Explorerfunktion, auch kurze erforderliche Bildkommentare können sehr einfach direkt unter dem Bild in einem Eingabefeld eingegeben werden. Einige kleinere aber grundsätzliche Bearbeitungsfunktion, so u.a. Drehen, Spiegeln, Vergrössern, Verkleinern sind vorhanden. Hört man genau hin und vergegenwärtigt sich, was letztendlich alles in diesem Programm noch verankert werden soll, so entsteht hier sicher eine kompakte und umfangreiche Bearbeitungs-Suite, die sich gleichermaßen auch zur Archivpflege eignen soll. Im Vergleich zu gqview ist gwenview bedeutend funktioneller. Es bleibt abzuwarten, was aus gwenview in den nächsten Jahren werden wird. Natürlich gibt es auch die Gefahr, dass ein Programm schwerfällig wird, wenn man zuviel an Features hineinpackt. Man muß es abwarten.



Für ein schnelles "Saubermachen" auf der Fotopartition, oder das rasche übersichtliche Sortieren von Bildern in Themenbereiche oder Zeitbereichsordner benutze ich seit jeher aber am liebsten das Universal-Genie Konqueror. Anfänglich erschien es mir irgendwie als primitiv, nicht extra dafür entwickelte Programme zu verwenden (wofür sind sie sonst gemacht ;-) ? ), aber als ich dann die programmtechnische Sicherheit des Konquerors erkannte und mir gezielt alle in den Debian-Quellen verfügbaren PlugIns einbaute, wurde mir bewußt, dass es sich hier um das mächtigste Werkzeug überhaupt handelte. Heute wickle ich beinahe 99 Prozent aller meiner Dateipflegearbeiten über den Konqueror ab.




Mitunter ist es übrigens auch von großem Wert "die Übersicht" zu behalten, was z.B. eine bestimmte Gruppe von Daten,  für Speicherplatz belegt und wie diese Belegung strukturiert ist. Bis vor einiger Zeit galt das Programm kdirstat als das Tool für die große Übersicht. War jedoch z.B. das Fotoarchiv zu tief strukturiert, konnte kdirstat sehr schnell unübersichtlich werden. Etwas vorteilhafter finde ich in dieser Beziehung filelight, den neuen Stern am KDE-Himmel, zuständig für Dateibelegungsübersichten. Im nebenstehenden Bild habe ich als Beispiel einmal mein Fotoarchiv mit filelight gescannt und allein nur mit dem Mauscursor, kann ich durch bloßes Darüberstreichen erkennen, um welches Unterverzeichnis oder Datei es sich handelt und wer schluckt den meisten Speicherplatz. Das Programm Filelight 0.6.4.1-1 ist Bestandteil der Debian-Sarge, wird aber nicht automatisch mit KDE installiert. Man muss dies mittels Synaptic oder dem Rootbefehl:  apt-get install filelight  nachträglich vollziehen.



Für diejenigen, die sich vorerst nicht von IrfanView trennen können und diesen Bildbetrachter aus dem Windows weiter benutzen wollen, bietet sich Emulation unter wine an. Selbst auf die Gefahr hin, als Windowshasser zu gelten, es ist nicht so. Ich prophezeie aber, der Betreffende wird, wenn er die Linuxprogramme fair gegen das IrfanView abgleicht, von selbst nicht länger als eine Woche auf das in der Emulation zwangsläufig sehr langsam laufende IrfanView zurückgreifen. Es gibt im Linux mehrere gleichwertige Bildbetrachter, die hierfür Ersatz sein könnten. Da es IrfanView als echtes Linuxprogramm leider nicht gibt, bleibt nur der Einsatz als emuliertes Programm übrig. Damit läuft es natürlich auffallend langsamer.




Digitalkameras im Linux


Wenn man auf Windows nicht verzichten kann

Ein Weg von vielen, ist es, mittels eines Emulator-Programms Windows  einer Imagedatei innerhalb des eigenen Home-Verzeichnisses zu installieren. Dabei wird Windows als "Gastsystem" auf einer virtuellen Festplatte installiert. Natürlich läuft das alles etwas langsamer, begreiflicherweise, denn der Emulator erzeugt ja hier etwas, was so gar nicht existiert. Man legt so z.B. mit dem Emulator Qemu mit dem Befehl

qemu-img create win98.img 10000M

fest, dass das System in der /home/user/ für die Installation von Windows eine 10GB grosse Imagedatei mit dem Namen win98.img anlegt. Das ist eigentlich auch alles, was dann im Konqueror vom später installierten Windows zu sehen ist. Nicht sehr spektakulär und für windowsgewohnte User etwas eigenartig anmutend.
Vom geliebten Verzeichnisbaum ist nichts zu sehen, erst später nach vollzogener Installation, findet man im Windows-Datei-Explorer alles wieder, was man gewohnt ist.

Nach dem Einlegen der originalen Installations-CD im CD-Laufwerk, startet man mit dem Befehl

qemu -hda win98.img -cdrom /dev/cdrom -boot d

die Installation. Dabei muss man die Imagedatei genauso behandeln, wie eine Festplatte, d.h. man muss mittels fdisk unter Umständen eine DOS-Partition anlegen, die man wie gewohnt mit format C: dann auch formatieren kann oder muss, wenn sich das System weigern sollte, die eingelegte CD im Laufwerk zu erkennen. Und man muss alles das, was Windows so liebenswert macht - Neustart von Windows und all das Theater - ebenso durchführen, als wenn man eine echte Festplatte mit Windows beschreiben will. Hier kann sicher der Linux-Pinguin ganz als Windowsbenutzer fühlen *grins*.
Da das Ganze alles emuliert wird und der Rechner hier quasi "Potemkinsche Dörfer" baut (die aber im Unterschied zu den geschichtlichen Originalen nicht nur Schein sind), dauert das alles etwas länger. So können Sie bei der Installation von Windows XP schon mit gut ein paar Stunden rechnen, Windows 98 tat es bei mir in etwa eineinhalber Stunde, obwohl der Installer selbst immer etwas von 20-30 Minuten anzeigte. Meiner Erfahrung nach, ist Windows 98 für die Emulation am besten geeignet, die beiden anderen "Großen", also Windows-2000 und Windows-XP, laufen mit Qemu ziemlich zäh, um nicht zu sagen, fast gar nicht. Ich habe beide Systeme nach einigen Test für diese Methode verworfen. Eventuell erbringt der freie Emulator Bochs mit Windows XP oder Windows-2000 bessere Ergebnisse, diesen habe ich bis jetzt noch nicht verwendet.

Hier ist das Ganze nochmal für SuSE erklärt, aber sehr schön mit Screenshots untermauert

Vergessen Sie aber nicht, dass der Emulator kein Freibrief für die Installation von Raubkopien ist! Sie benötigen in jedem Falle eine eigene originale CD zur Installation und einen gültigen Key, der Ihr Eigentum ist. Auch die emulierte Installation von Windows ist eine rechtsgültige volle System-Installation mit allen rechtlichen Konsequenzen, d.h. sie darf auch nur die einzige Installation sein, die mit diesem Installationskey erfolgt. Alles andere ist strafbar, egal, wie Sie Windows und wo Sie es installieren!

Diese Installation von Windows bleibt aber so immer nur ein Behelf, sie ersetzt, wenn das erforderlich ist, keine echte Windows-Installation auf einer eigenen Partition, auf einer eigenen Platte. Dazu läuft die Geschichte zu langsam. Müssen Sie wirklich ständig mit beiden Systemen ständig arbeiten, empfiehlt sich ein duales Boot-System, bei dem Windows auf der ersten primären Festplatte installiert werden muss und Linux auf der zweiten Festplatte danach angelegt wird. Der Linux-Bootloader, egal ob GRUB oder LILO, den das Linuxsystem am Ende der Linux-Installation im MBR der ersten Festplatte anlegt, bindet beide Betriebssysteme gleichberechtigt von selbst ein, ohne dass man dabei große geistige Verrenkungen vollziehen muss. Die Linux-Bootloader sind inzwischen die zuverlässigsten Bootprogramme, die man sich nur wünschen kann!

Wenn es aber so ist, dass es sich um ein oder zwei Windows-Anwendungen handelt, die man alle paar Wochem mal aufruft, dann jammert einen die Verschwendung von Festplattenspeicher schon ziemlich und in einem solchen Falle stellt die Emulation in Linux eine Möglichkeit dar, für solch seltene Gelegenheiten das Betriebssystem Windows platzsparend und unaufdringlich "in Bereitschaft zu halten". Ich persönlich bevorzuge den Emulator Qemu, weil er am einfachsten einzurichten ist. Andere, meist fortgeschrittenere Experten benutzen den etwas schwierigeren Emulator Bochs und wer einen Haufen Geld zuviel hat, der kauft sich VMWare. VMWare kann die Gastbetriebssysteme zwar in Echtzeit laufen lassen, aber angesichts des Preises, ziehe ich es jedoch vor, mir den finanziellen Aufwand nicht anzutun und den kostenlosen Emulator Qemu einzusetzen. Dafür darf ich zwar ein paar Sekunden länger auf die Sanduhr gucken, habe aber fast 100 Euro gespart. Wer jedoch die Anwendungen im Windows essentiell benötigt und täglich mit diesen länger arbeiten muss, vielleicht sogar Windows XP in Echtzeit nutzen will, der kommt um den Kauf von VMWare nicht drumherum oder macht gleich eine zweite Festplatte für Windows frei. Ich persönlich halte letzteres für sinnvoller, da immer wieder zu lesen ist, dass z.B. die notwendige Freischaltung von XP durch Microsoft, bei emuliert installierten System so eigenes Ding für sich ist. Bei dem einen klappt es, bei dem anderen gar nicht. Na - und dann rufen Sie mal Microsoft an und machen Sie denen mal irgendwie klar, dass Sie das Betriebssystem Windows als Bestandteil von Linux nutzen wollen und einen Freischaltungsschlüssel brauchen....

Ich benutze das emulierte Windows für mich seit jeher, um die noch immer größte Fehlstelle auf einem Linux-Desktop zu stopfen, die es meiner Meinung nach noch gibt. Obgleich nämlich ein Bedarf nach einem vernünftigen Routenplaner besteht, hat es bis jetzt kein Unternehmen fertig gebracht, etwas Derartiges für Linux anzubieten. Abgesehen von "Mape & Route", jener Symbiose zwischen dem Telefonbuch der Deutschen Telekom und dem Versuch eines Routenplaners, gab es bisher für Linux nichts auf dem Markt, was diese Lücke nur hätte annähernd schließen können. Leider wurde die Software "Mape & Route" der Entwicklung im Linux nicht genügend angepasst, denn sie läuft heute mit den neueren Kernelversionen nicht mehr. Das Problem ist nachfolgend beschrieben, die Fehlermeldung wird gezeigt. Neuere Ausgaben von Mape & Route haben ebenfalls unverändert das gleiche Problem, woraus man schlußfolgern könnte, dass den Entwicklern des Routenplaners der Aufwand der Anpassung an das veränderte Linux zu hoch ist und man kein Interesse mehr dafür hat.  Vielleicht ist auch der Anteil von Käufern, die diesen Routenplaner auf Linux nutzen möchten, zu gering. Leider muss man zu dieser Erkenntnis kommen, wenn man erlebt, dass auch jedes Mail, welches man an die betreffende Firma gesandt hat unbeantwortet bleibt.
Aus diesem Grunde behilft mancher Pinguin sich eben mit Emulationen oder Online-Routenplanern, aber das Wahre ist es bis dato natürlich nicht, weil es kaum ein Ersatz für eine echte direkte Installation sein kann. Trotzdem bin auch ich jetzt ganz froh darüber, dass es mir gelungen ist, meinen bisherigen Routenplaner "Marco-Polo-Travelcenter" aus dem Windows auf dem Wege mittels Qemu weiter betreiben zu können. Wenngleich auch langsam, aber es geht.  
Es gibt aber auch noch eine andere Lösung, die jedoch die z.Z. noch unausgereifteste ist. Mitunter gibt es das Problem, dass man einer speziellen Windows-Anwendung doch noch hinterher trauert, weil sie im Linux nicht vorhanden ist, oder etwas Äquivalentes nicht mehr richtig läuft. Das gibt es leider auch. Während so z.B. der Routenplaner der Telefon-CD Mape und Route bis hinein in das vergangene Jahr mit dem 2.4er-Kernel problemlos funktionierte, war etwa seit Januar 2005 damit plötzlich Schluß. Irgendein MaGoLix-Serververweigerte seither den Aufbau des Kartenmaterials und dabei ist es bis heute bedauerlicherweise auch geblieben.  Seit etwa einem Jahr wird  in den einschlägigen Foren verschiedenster Distributionen von diesem Fehler berichtet, aber einen echten Erfolg vermeldete bisher noch niemand. Damit liegt der Verdacht nahe, dass das Problem in dem neuen Kernel 2.6 zu suchen ist. Auch in der neuesten Version dieser Software ist trotz aller anders lautenden Versicherungen der Verkäufer dieser Mangel wieder nicht beseitigt worden.


Die Emulation eines kompletten Betriebssystems benötigt man meiner Erfahrung nach nur für sehr komplexe Programme mit jeder Menge grafischem Drumherum. Für das Programm MarcoPolo-Routenplaner und für die Gelbe Liste musste ich diesen Weg mittels des Emulator quemu beschreiten. Hier war kein anderer Weg erfolgreich. Allerdings laufen diese Programme sehr zäh und langsam. Erfolgreicher war dagegen die Nutzung des Linuxprogramms wine, welches ein Sparflammen-Windows simuliert, das den gewünschten Effekt bei kleineren Anwendungen etwas ressourcenschonender und etwas einfacher hinbekommt. Damit lassen sich jedoch nur kleinere Programme ins Laufen bringen, obgleich es mir aber wieder abwertend untertrieben erscheint, ständig als Beispiel für die Leistungsfähigkeit von wine solchen Krempel, wie das Notepad und  den Rechner, oder "Schiffe versenken" und anderen sinnlosen Kram heran zu ziehen. Wine ist bedeutend besser, als nur für so etwas verwandt zu werden! Hier im Screenshot ist es das Programm MS-AutoRoute, welches ganz brauchbar läuft.

wine richtet sich mit dem Befehl winesetup ein, d.h. wer lesen kann und eine Maustaste zu klicken weiß, wird durch das Konfigurationsmenue geleitet, so dass kaum Probleme auftreten dürften.

Ich habe selbst eine Weile mit wine herum probiert und irfanview, Vampire schießen, etliche astronomische Freeware und MS-AutoRoute damit zum Laufen gebracht. IrfanView oder der freie Moorhuhn-Clone und die astronomischen Kleinprogramme sind Freeware-Anwendungen , MS-AutoRoute ist es nicht.

Auch wenn es langweilig wird - man kann es nicht oft genug wiederholen:

Installieren Sie keine unfreien Anwendungen, die Sie nicht legal erworben haben und für die Sie einen ordentlichen Lizenzkey besitzen und installieren Sie diese Anwendungen nicht mehrfach! 
Kommerzielle Programme, wie die jährliche Lohnsteuererklärung T@Xman für Linux benutzen übrigens wine als Grundlage und legen sich selbst eine eigene Wine-Konfiguration an, wenn man dem Programm freie Hand läßt. Man muss hierbei genau wissen, was man tut und was man riskiert, denn mehr als einmal stand ich dann selbst vor der Situation, dass im Endeffekt zwar T@Xman funktionierte, aber alles andere, was ich mit zuvor mühsam zusammengebastelt hatte, war überschrieben und verloren. Zu meinem Bedauern stellte ich jedesmal fest, dass T@Xman dann mit meiner vorhandenen Wine-Konfiguration nicht arbeiten konnte, wenn ich das Programm daran hinderte, meine /home/user/.wine  zu überschreiben. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass ich meine jährlichen Lohnsteuererklärungen wieder auf dem Windows-Rechner meiner Frau mache. Leider - aber das gibt es eben auch.


Ohne Windows-Emulationen erforderlich zu machen,

laufen Anwendungen, die zwar aus dem Windows stammen aber explizit für Linux umgearbeitet wurden. solche Anwendungen sind keine Freeware, kein OpenSource, sie sind echte kommerzielle Kauf-Programme, die ihr Geld kosten, aber in vielen Fällen auch die Anschaffungskosten wert sind. Wer hier wiederum mit Kopien arbeitet, ohne die dafür erforderlichen Original-CDs ordnungsgemäß erworben zu haben, begeht den gleichen Gesetzesverstoß, wie im Windows.

ein besonderer Leckerbissen ist die Datenbank aus der Reihe "Office-Bibliothek" herausgegeben vom Bibliographischen Institut und von F.A. Brockhaus AG, Mannheim


nicht alles ist unbedingt umsonst zu haben, aber trotzdem braucht man es unter Umständen auch -

So ist das auch mit den CDs/DVDs aus der Reihe Office-Bibliothek, die insgesamt zwar nicht gerade ein Schnäppchen ist, aber trotzdem vom Inhalt her, wenn man sie braucht, rein hinaus geworfenes Geld darstellt. Ich habe aus diesem Grunde auch nicht alle Sektionen erworben, sondern nur das, was ich wirklich benötigte.
das wäre zum ersten der DUDEN, die "neue" deutsche Rechtschreibung. Dieses Programm kann direkt in eine bestehende Textverarbeitung verlinkt werden



zum zweiten, das Fremdwörterbuch, hier gilt Gleiches




und zum dritten, das Brockhaus-Lexikon. Das ist der umfangreichste, teilweise üppig bebilderte Teil der Office-Bibiothek. Die Texte können beliebig in Textverarbeitungen übernommen und dort zitiert werden. Das Brockhaus-Lexikon wurde von den Entwicklern mit einem Installations-Key gegen Raubkopiererei gesichert. Bei eventueller Datensicherung und anschließender Systemwiederherstellung kann die Anwendung nicht mehr benutzt werden. In jedem Falle wird eine Neu-Installation von der Original-CD erforderlich.


Für den Büro-Alltag sind meines Erachtens noch Telefonverzeichnisse, natürlich auch die Gelben Seiten unverzichtbar.

Vom Telefon- und Verzeichnisverlag GmbH, einem Unternehmen der Deutschen Telekom werden mindestens einmal im Jahr aktualisierte CDs herausgegeben, die sich auch zur Installation unter Linux eignen. Man muss aber auf der Verpackung schon etwas genauer auf das Kleingeschriebene sehen. Nicht jede Ausgabe der digitalen Telefonbücher beinhaltet die Installation für Windows und Linux gleichermaßen. Wo auf dem Cover bei den aufgeführten Betriebssystemen Linux nicht mit drauf steht, ist auch kein Installationsscript für Linux drin! Die Ausgaben, die auch für Linux verwendbar sind, haben das explizit auch so drauf stehen!!! Beim Kauf dieser Software kann ein Windowsbenutzer einfach so zugreifen, denn seine Software ist immer darin.  Ein Linuxpinguin sollte schon sich vorher mal die Brille aufsetzen und lesen was drauf steht und ob der Händler zufällig die CDs eingekauft hat, auf denen auch die Linux-Software zu finden ist. Aus 30cm Entfernung und vielleicht noch ohne Brille sehen die Cover alle gleich aus. Der Teufel steckt wie immer im Detail.

Etwas bedauerlich ist es allerdings, dass im Telefonverzeichnis enthaltene "Mape and Route"- Funktion wegen eines Problems mit dem Kartenserver nicht mehr funktioniert.  sein. Das ist ein ziemlicher Verlust, denn dieses Programm ist derzeit die einzige Möglichkeit der Nutzung eines installierten Routenplaners unter Linux. Leider blieben auch alle Anrufe beim Service ungehört, man kann so nur hoffen, dass den Verlag das Problem irgendwann mal nachhaltig erreicht und die Entwickler versuchen, die Ursachen zu finden.

Einige Lösungen, um einen Routenplaner so nun auch im Linux nutzen zu können, bieten sich an mit wine und dem damit laufenden MS-AutoRoute oder in der Emulierung eines Windowsbetriebssystems. Eine andere Lösung bestände darin, im Internet Online-Routenplaner zu benutzen, was aber eine DSL-Verbindung zur Grundlage haben sollte. Außerdem bemerkte ich bei vielen dieser Anbieter, dass sie von mir vorher erstmal viele persönliche Daten haben wollten, ehe ich den Dienst hätte nutzen können. In einem besonders krassen Fall, der mir in Erinnerung blieb, konnte ich zwar die gewünschte Route eingeben, aber als ich dann die Strecke ermitteln lassen wollte, bellte mich ein PopUp-Fenster an, ich solle doch gefälligst meinen Firewall deaktivieren, ehe ich den Dienst in Anspruch  nehmen könne.... !?  Ich habe das natürlich nicht getan! Gerade für solche Schlawiner, die keine Firewalls mögen, habe ich meinen Firewall installiert und pflege und hege ihn. Also muss ich warten, bis sich eine Lösung für Mape and Route findet, entweder beim Entwickler, oder es schafft im Internet jemand, das Programm wieder zum Laufen zu bringen.


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Woher bekommt man Debian?



der rundherum komplette Weg


dieser Weg, d.h. der Kauf der "Gelben Box", empfiehlt sich für all jene, die sich erstmals mit Debian beschäftigen und ein Handbuch mit erwerben wollen. Der Unterschied zwischen der Home-Edition und der Professionell-Version besteht meiner Information nach nur darin, dass der Prof-Version das gelbe Handbuch von Frank Ronneburg beigegeben ist. Außerdem gewähren diese Verkäufer entweder selbst oder mittels Vetragsfirmen einen Support über eine Hotline bei beiden Versionen.
Auch kann sich der Käufer entscheiden, ob er das Betriebssystem auf zwei DVDs haben will, oder lieber als 14 CDs. Diese Überlegung ist sinnvoll, wenn man Debian auch auf Laptops älteren Datums installieren will, die mitunter nur über ein CD-Laufwerk , keinen Netzwerkanschluss und vielleicht nur über ein internes mickriges analoges Modem verfügen.
Man sollte nicht voreilig davon ausgehen, dass auf so einem Gerät das neue Sarge nicht mehr laufen würde. Ich habe es vor wenigen Tagen auf einem 7 Jahre alten Fujitsu-Siemens-Notebook installiert und war selbst angenehm überrascht, wie gut Debian auf dem P-III mit gerademal 128 MB RAM-Speicher und schlappen 500 MHz lief. Schneller als vordem Windows 98SE und unerwartet stabil!
Diese Box erhalten Sie ebenfalls beim Sponsor dieser WebSite, wo auch Einzel-CDs und -DVDs erhältlich sind.

EinzelCDs/DVDs oder Sets - das ist der Weg, den auch Profis beschreiten, wenn sie keine Flatrate besitzen und wenigstens quartalsweise aktualisieren wollen. Das ist zwar bei Debian-Sarge so nicht mehr erforderlich, wer aber z.B. mit dem jetzt http://www.iso4you.deaktuellen Testing-Zweig, der kommenden Debian-Version mit dem Codenamen "Etch" schon arbeiten will, kann hier in selbst fixierten Intervallen die jeweils aktuellen DVDs günstig kaufen. Diese DVD sind aus eben den gleichen ISOs erstellt, die sich Flatratebesitzer und Profis, die den ganzen Tag im Netz stehen, selbst von den FTP-Servern ziehen. Die  DVDs von Debian-Testing z.B. werden wöchentlich aktualisiert. Die DVDs der Etch werden übrigens wöchentlich aktualisiert.

Sie erhalten bei diesen Händlern auch die CDs und DVDs aller Live-Systeme (u.a.Knoppix u. Kanotix auf Debian-Basis)


Bei Live-Systemen insbesondere DVDs bei einigen wenigen ISO-Händlern gibt es u.U.
durch eigenes REMASTERN einer DVD durch den Händler
ein Problem, dass sie unbedingt kennen und in Ihrem ureigensten Interesse beachten sollten!

Der unbestreitbare Vorteil dieser Live-CDs ist nämlich der, dass sich jeder, der es kann und will, aus einer bestehenden Live-CD, seine eigene Live-CD neu remastern kann. Und eine Live-CD neu remastern, das darf normalerweise  jeder,  auch ein Händler, der die DVDs verkauft.

Solange dabei immer wieder nur Software beispielsweise von den freien Debian-Servern eingebunden werden würde, die frei ohne Lizenz weiter gegeben werden kann, wäre das auch problemlos. Es ist aber nicht automatisch selbstverständlich, dass es so ist! Der Händler verfügt nämlich gegebenfalls auch über sinnvolle Software, die nicht frei weiter gegeben werden darf und für die nur er als Händler allein die Vetriebsrechte gekauft hat. Der Händler kann aber auch  in  seine, von ihm selbst remasterte  Live-CD oder DVD einbinden, was er will, wenn er nur das Recht zum Verkauf der betreffenden Software besitzt.

Tut er das und ist es auch nur ein noch so klitzekleines unfreies Programmchen, für das er das alleinige Vertriebsrecht besitzt, dann hat der Händler nämlich damit auch gleichzeitig das alleinige Vertriebs- und Kopierrecht über diese gesamte DVD erworben! Haben sie nun unwissentlich unter Umständen plötzlich solch eine Scheibe gekauft, eventuell weil sie die DVD für die gemeinsame Verwendung in einem Verein als "Kopiervorlage" vorgesehen haben und geben sie diese Kopien, vielleicht sogar noch gegen ein Entgelt, ohne Genehmigung des Händlers weiter, dann begehen sie einen Rechtsverstoß mit allen heutigen Konsequenzen. Sie erhalten unter Umständen dann Post vom Anwalt, wenn dem Händler dies bekannt wird. Achten Sie deshalb genau auf die Bootmeldungen der Live-DVDs, ob darin auf eine solche Einschränkung vonseiten des Händlers hingewiesen wird. Und damit ist der Verkäufer im Recht, er tut also nichts Verbotenes, ob einem dass nun gefällt oder nicht. Man hat sich als Käufer dann danach zu richten, egal wie, wenn man eine solche DVD kauft.

Es gibt aber auch eine beruhigende Meldung:

Bei dem von mir vorzugsweise benutzten Händler ISO4YOU besteht diese hier geschilderte mögliche Einschränkung NICHT ! 


Angebote von Verlagen


Die Lösung für all jene, die kein Handbuch mehr brauchen, keine Flatrate besitzen und trotzdem aber eine dem Betriebssystem angemessene Aufmachung bevorzugen. Die Verlags-DVDs sind meist immer anständig bedruckt und sehen obendrein noch schön aus.

Beachten Sie aber, dass Zeitschriften immer eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, was zur Folge hat, dass z.B. die in der Zeitschrift befindlichen CDs oder DVDs nicht die gleiche Aktualität besitzen, wie die Scheiben, die beim ISO-Händler einer laufenden Aktualisierung unterliegen. Das ist ja die eigentliche Aufgabe eines solchen Unternehmens, die gewünschte Software immer sofort und auf dem neuesten Stand zum Verkauf bereit zu haben.
Schöne Scheiben sind aber nicht mehr nur eine Domäne von Verlagen. Inzwischen werden auch bei den ISO-Händlern die Scheiben nicht mehr handbekritzelt oder papierbeklebt angeboten, sondern direkt wisch- und wasserfest bedruckt (blöde Zwischenfrage, warum? was sucht die Scheibe im Wasser) oder sogar mit hochmodernster Lasertechnik beschriftet, so dass sie sich sogar als ansprechende Geschenke eignen! Und das ist etwas Langlebiges und Attraktives!


Mancher wird es belächeln, wenn jemand unbedingt eine ordentliche Aufmachung seiner Scheiben haben will. Es kommt ja nur auf den Inhalt an. Wenn man sich mit Testing befasst, wird man ohnehin mindesten einmal im Monat neue Scheiben zu Aktualisierung benötigen. Doch wozu dann "schöne Scheiben"? Auch mir geht es so, dass ich von einer Software, die mir persönlich sehr wertvoll erscheint, ganz gerne mal eine attraktive Kopie ablege, die man dann auch mal vorzeigen kann.  Besonders dann, wenn Dritte erstaunt fragen, was man denn da Interessantes auf dem Rechner hätte.  Diese beiden DVDs, die ich dann vorweise und Reklame schlage,  sind nicht bekritzelt oder beklebt, sondern professionell bedruckt. Für kurzlebige Software benutze ich auch nur handberschriebene Scheiben oder kaufe die preiswertesten Aufmachungen.

Das ist reine Psychologie - eine Frage des Erstkontaktes und was bei dem anderen im Kopf hängen bleibt. Ein paar handbekritzelte Silberscheiben hinterlassen jedenfalls bei jemanden, der Debian oder gar Linux bisher noch nie gesehen hat, aber spontan interessiert ist, keinen nachhaltigen Eindruck. Zwei bedruckte DVDs in einem ebenso professionellem Cover dagegen, bleiben im Kopf hängen und hinterlassen eine "farbige" Erinnerung. Irgendwann dann kommt die Nachfrage, kannst Du mir von Scheiben mit dem roten Kringel nicht mal eine Kopie brennen? Ich will das mal probieren....
Kopien von selbstgezogenen Silberscheiben dagegen, verlangt kaum jemand.

Wer jahrelang als Außendienstler tätig war, weiß, dass keine Einbildung ist. Der erste Sichtkontakt ist entscheidend für die Erinnerung, die plötzlich bei dem anderen irgendwann mal hochkommt. Danach kann man dem Interessenten auch einfache "Silberscheiben" für den eigenen Bedarf übergeben, wenn sie denn für ihn Kopien der DVDs sind, die er vorher gesehen hat.


Selbstgebrannte von Freunden, die eine Flatrate haben ....

für all jene, denen es egal ist, wie die CDs oder DVDs aussehen. Das ist die schnellste und preiswerteste Methode, man sollte jedoch nie vergessen ab und an mal eine kleine Gegenleistung oder wenigstens ein Dankeschön für den Anderen rüberwachsen lassen. In den Linux-Gruppen ist es untereinander zwar grundsätzlich Sitte, dass man sich gegenseitig mit Software austauscht oder der "Stärkere dem Schwächeren" bei der Beschaffung der Software aus dem Netz behilflich ist, aber auch hier ist mal ein gemeinsames Bier ein symbolisches Dankeschön. Der Stärkere ist hier in diesem Sinne der, der über eine Flatrate und/oder einen Server verfügt und der ohne großen zusätzliche Aufwand die teilweise vier Gigabyte großen ISOs aus dem Internet ziehen kann. Der Schwächere ist der, der mit einem analogen Modem aus den verschiedensten Gründen noch arbeiten muss und aus diesem Grunde kaum eine Chance zu einem effektiven Download der Software hätte. In der Regel geschieht so etwas kostenlos oder bei Erstattung der Aufwandskosten, z.B. für die DVD-Rohlinge. Man sollte allerdings auch immer im Hinterkopf behalten, das der ewige hundertprozentige Nehmer, nicht unbedingt der beliebteste Pinguin sein muss.



Mein persönliches Fazit für  das ganze weitere Computerleben

das freche Wallpaper sagt alles und kann u.a. von KDE-Look in 1200x1600 heruntergeladen werden



Im Internet finden Sie noch etliche weitere hochinteressante und lehrreiche Publikationen und Übersichten zum Thema Debian und auch zu den Live-Systemen, deren Ursprung in der debian-basierten Live-CD Knoppix zu suchen ist. Besonders die Live-CDs sind anfangs eine super Möglichkeit, Linux kennen zu lernen, ohne dass man sein aktuell bestehendes Arbeitssystem dabei antastet. Dort gibt es eine ganze Menge zu lesen. Am besten Sie holen sich mal ein Bier aus dem Kühlschrank oder einen Kaffee aus der Maschine und klicken sich über das Bier-Symbol mal rein und stöbern mal in aller Ruhe in dem, was ich Ihnen auf den ersten Augenblick hin so verlinkt habe. Wenn Sie etwas finden, was dort fehlt oder Ihrer Meinung nach wert ist, dort mit genannt zu werden, posten Sie bitte es mir einfach. Vielen Dank.



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Mit dem Klick auf dieses Bildchen stelle ich Ihnen mein Zwergkaninchen Max vor



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