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zuletzt aktualisiert am 26.11.2005

Es ist soweit!

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Jetzt installieren wir Debian-Linux 3.1r0a



So nun haben Sie sich die DVDs gekauft ? Oder auch woanders her, aus einer Zeitschrift - egal wie, aber Sie sitzen jetzt mit den Scheiben da und möchten die ganz und gar nicht als teure Bierdeckel einsetzen. Da ich es war, der Sie zum Kauf der Scheiben "angestiftet" hat, bin ich nun auch angehalten, Ihnen zu helfen ?

Ja, Sie haben damit ganz Recht - dann ist es so - und dann wollen wir mal . . . .

Sollten Sie jedoch irgendwo von einem Dachboden oder von einem Flohmarkt oder von sonstwo her so einen uralten Ofen, 286er-DX mit 16 Mhz oder ähnliches aufgetrieben haben, dann verzeihen Sie mir bitte, dass meine Installationsanleitung wahrscheinlich auf einem solchen Methusalem nicht mehr gelingt. Man muss es erwähnen, weil es unerklärlicherweise immer wieder mal Puristen gibt, die den den Versuch machen, solche über 15 Jahre alten Dinger mit Debian-Linux zum Leben zu erwecken. Ich gehe aber davon aus, dass die Installation auch letztendlich einen Sinn ergeben soll.  Wer natürlich allein nur, um zu beweisen, dass Debian solche Schrottflöten antreiben kann, sich auf solchen technischen Fossilien verausgabt, ist sowieso kein Anfänger. Für mich ergeben solche Experimente aber so oder so keinen Sinn. Sicherlich geht das. Debian kann fast alles und es gibt Leute, denen sagt man nach, sie brächten sogar einem Brötchentoaster eine Debian-Installation bei - aber bitte, wozu das denn? Welcher praktisch verwertbare Sinn verbirgt sich dahinter? Wenn Sie einen vernünftigen Debian-Linux-Rechner als benutzbare Workstation auf dem heute aktuellen Niveau betreiben wollen, setzt das voraus, dass ein gewisser minimaler Level an Technik vorhanden ist. Es muss am Ende auch Spaß machen, damit zu arbeiten. Wenn jeder Mausklick eine Minute Wartezeit nach sich zieht, dann ist die Mühe doch wahrhaft verfehlt. Zielstellung dieser Seite ist es, dass am Ende auch der unbedarfte umsteigewillige Windows-User auf seinem Rechner eine funktionierende Linux-Workstation betreiben kann und er Interesse und Lust bekommt, sich mit diesem Betriebssystem auch weiterhin im Rahmen seines persönlichen Zeitfonds zu befassen. Zuerst fast immer als ein Zweit-System als Experimentier-System - das war bei jedem so - und späterhin, weil alles seine Zeit objektiv braucht und nicht von heute auf morgen erzwingbar ist, vielleicht als Hauptsystem. Bei mir hat der radikale komplette Umstieg mehrere Jahre gedauert und es ging auch nicht immer alles glatt ab. 

Ich gehe also mal davon aus, dass Ihr Computer ein heutzutage normal üblicher 486er, 586er oder 686er ist, wie man ihn auch normalerweise beim Händler oder als noch brauchbar bei Ebay kauft. Der Prozessor sollte schon mehr als 700 Mhz schaffen, üblich sind heutztage ja schon mehr als 1200 Mhz, der Händler wird Ihnen gegenüber dann von einem 1,2-Gigahertz-Prozessor sprechen oder noch schneller. Ein 386er Computer mit 33 Mhz ginge sicher auch noch - Debian bringt alles zum Laufen, aber er wird Ihnen sicherlich in Sachen Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit keine Freude bereiten. So teuer und lieb manchem das alte gute Stück geworden ist. Um effektiv heutzutage damit zu arbeiten, reicht 10 bis 15 Jahre alte Technik sicher nicht mehr aus. Und diese Meinung vertrete ich auch, obwohl von eingefleischten Debian-Gurus immer wieder behauptet wird, sie brächten sogar einem Brötchentoaster ein Linux-Betriebssystem bei. Der Computer ist aber gewöhnlich zum Arbeiten da.

Der Arbeitsspeicher ist ebenfalls eine sehr wichtige Komponente, Debian läuft zwar auch mit nur 128 MB, wenn man dann schnaufendes Dahinkriechen als Laufen bezeichnen will, aber auf weniger als 512 MB RAM-Speicher sollten Sie sich beim Kauf eines Computers auch nicht mehr festlegen. Mittlerweile sind die RAM-Riegel derart preiswert, dass man hier nicht mehr zu knausern braucht. Linux benötigt zwar noch immer wesentlich weniger RAM-Speicher als das speicherhungrige Windows, aber je komfortabler das System wird und das wollen wir ja alle - desto mehr freut sich auch Linux über etwas mehr Arbeitsspeicher. Zum heutigen Stand reichen 512 MB satt aus, um an dem System Freude zu haben. Reine Workstations, mit denen hauptsächlich Büroarbeiten erledigt werden sind schon mit 256 MB vollauf gerüstet. Wenn Sie aber nebenbei noch eine Fernsehkarte eingebaut haben, die zu Ihrer Erbauung vor sich hin läuft und vielleicht gerade eine umfangreiche Präsentation mit OpenOffice erarbeiten, dann stößt das System mit 256 MB RAM bereits an seine Grenzen.

Also kurzum, mit einem 1,2 GHz-Prozessor, egal ob AMD oder Intel, 512 MB RAM einem DVD-Laufwerk und einem DVD-Brenner und einer Festplatte die ruhig 80 GB gross sein kann (dass sind ja mittlerweile schon wieder die "Kleinen") sind sie bestens bedient. Eigentlich gibt es heutzutage auch schon keinen Computer ohne DVD-Laufwerk mehr. Ein bischen argwöhnisch sehe ich die sogenannten Combo-Laufwerke, Brenner und Player in einem, nicht nur weil sie im Linux u.U. nicht laufen könnten, sondern diese Geräte nutzen sich zu schnell ab. Es ist immer besser, das DVD-Laufwerk und den Brenner getrennt zu haben. Bevor man sich auf Hardware festlegt, ist ein Blick in die Linux-Hardwarelisten, die überall im Internet abgelegt sind oder eine Nachfrage in einem Linuxforum sicher sinnvoll.

Sie sollten übrigens dringlichst vorneweg Bescheid darüber wissen, was in Ihrem Computer steckt. Es gibt da zwei Möglichkeiten. Entweder sehen Sie nach, solange die Windows-Installation noch drauf ist, da gibt es ja die Hardwareliste, die alle verbauten Komponenten aufführt - oder Sie haben das verpasst - dann können sie den Computer vorher mit einer Knoppix starten und schauen im KDE unter System - Infozentrum mal nach, was da alles eingebaut wurde. Und da man sich das nicht alles merken kann, ist eine Notiz darüber angebracht.

Beim Starten Ihres Computers gehen Sie erstmal ins Setup (steht im Handbuch, meist F2 oder <STRG> + <ENTF> beim Booten zu drücken) und stellen Computer so ein, dass er von CD oder DVD startet, oder sie drücken die F-Taste, die beim Starten das sogenannte Auswahlmenue anzeigt (meist F11 oder F12) und starten so von DVD. Nebenbei bemerkt, die erste Debian-DVD sollte aber dann schon im DVD-Laufwerk liegen, sonst klappt es nicht. Eventuell müssen Sie vorher mal einen Blick ins Manual Ihres Computers werfen, sonst zeigt Ihnen die Technik unter Umständen die Zähne.

Die Ziegel in der Hintergrundgrafik sollen Sie aber immer daran bewußt erinnern, dass Sie auf einer Baustelle befinden, d.h. Sie sollten Ruhe bewahren, vielleicht ein Buch neben sich liegen haben, oder alle technischen Werte Ihres Systems notiert haben. Die Grafiken habe ich bewusst stark verkleinert, indem Sie sie aber bei Bedarf anklicken, vergrößert sich das Bild auf die originale Grösse des Screenshots.


Also die DVD-1 lag ja schon drin, der Computer fährt hoch und startet nun über die DVD:



Geben Sie jetzt hinter den Doppelpunkten das Wort linux26 ein, und drücken Sie die Entertaste, was dem Installer mitteilt, dass Sie den neuen aktuellen Kernel 2.6 verwenden wollen, der ihre neueste Hardware weitgehendst unterstützen wird, ältere Hardware natürlich auch. Vertrauen Sie also ruhig dem System. Der Debian-Installer kennt sein System viel besser als Sie oder ich - er tuts für uns. Geben Sie gar nichts an der Eingabeaufforderung ein, dann installiert Ihnen der Installer den Kernel 2.4. Bei einem RAM-Speicher ab 512 MB sollten Sie aber Kernel 2.6 benutzen, damit die ganze Power des Gerätes auch genutzt wird.


 

als nächstes stellen Sie Sprache ein, in der das System mit Ihnen verkehren soll
also Balken auf
German      -   deutsch      <Enter>







Land einstellen, d.h. das System setzt hier nicht nur die Sprache, sondern auch Ihre Uhrzeit, metrisches Maßsystem und einiges andere fest
Deutschland    <Enter>







als nächstes die Tastaturbelegung, auch hier den Balken auf

deutsch <Enter>













das nächste, was zu sehen gibt, ist die Hardware-Erkennung, in früheren Zeiten der absolute Angstfaktor, denn man musste seine Hardware noch selbst benennen und die richtigen Module dazu vonhand in den Kernel einbinden. Eigentlich hörte bei den meisten das Debian-Abenteuer schon an dieser Stelle auf. Das Nachfolgesystem der Debian 3.0 (Codename Woody), d.h. das Ihnen vorliegende System Debian 3.1 (Codename Sarge) nimmt Ihnen diese Arbeit nun ab, erkennt die Hardware selbst und bindet die notwendigen Module gleich in den gewählten Kernel ein. Sie sollten aber Geduld haben, es ist sehr unterschiedlich. Bei einem Computer ging die Hardware-Erkennung in Sekunden vor sich und es gibt Computer, bei denen dauerte das fast 15 Minuten. Danach (vorletztes Bild von rechts) durchsucht er die eingelegte DVD/CD und im letzten Screenshot startet der eigentliche Debian-Installer. Damit ist die erste Hürde früherer Installation überwunden.


Danach beginnt die Erkennung und Installation netzwerkfähiger Hardware, findet er eine Netzwerkkarte konfiguriert er diese automatisch, hier in diesem Falle, weil sich ein DSL-Router daran befindet, im DHCP-Modus. Das ist übrigens immer die einfachste Version und für den Anfänger optimal. Natürlich sollte dann die im dritten Screenshot zu sehende Fehlermeldung bei Ihnen nicht auftreten, sie ist hier aber unumgänglich. Diese hier angewandte Beispiel-Installation, zur Erlangung der Beispiel-Screenshots ist nämlich eine Simulation auf einer virtuellen Festplatte, genauer einer 20 GB großen Image-Datei. Sie sehen das an der Bezeichnung QEMU in dem oberen Bildrahmen. sicherlich werden Sie sich erinnern? Meine Windows-98-Installation in meinem Debian-Arbeitssystem war auch eine solche Installation des Systems im System. Also - Sie sollten hier stehen haben, dass Debian Ihr Netzwerk erfolgreich konfigurieren konnte - oder aber Sie installieren ausschließlich von den DVDs und haben keine Netzwerkkarte oder keinen USB-Network-Adapter am Gerät hängen, dann ist eine solche Fehlermeldung bei Ihnen auch richtig und wird ähnlich lauten oder mitteilen, gar kein netzwerkfähiges Gerät gefunden zu haben.



als nächstes müssen Sie dem Computer zwingend einen Namen geben, egal ob Sie ihn im Netzwerk betreiben wollen oder nicht. Sicherlich ist diese Namensgebung nur für das Netzwerk wirklich relevant, aber sie gehört zur Installationsroutine. Wie Sie den Rechner nennen, ist dem System und dem Rechner egal. Haben Sie ein Netzwerk, dann sollte der Name so sein, das Sie zweifelsfrei erkennen können, auf welchem Gerät Sie sich befinden. Haben Sie z.B. zwei Rechner links und rechts unter Ihrem Schreibtisch, von denen einer ein Markenrechner DELL ist und der andere ein von Ihnen selbst zusammen gebauter Chinese ist, so können die Namen debian-dell und debian-noname die Rechner ausreichend identifizieren. Ein Notebook könnte debian-mobil oder wenn es mehrere Notebooks sind, die am Typ zu unterscheiden wären, debian-fsc heißen. Die drei Buchstaben fsc könnten hier für ein Fujitsu-Siemens-Notebook stehen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.  Sie können auch die gesamte geliebte oder ungeliebte Verwandschaft in die Namensgebung einbeziehen. Hauptsache ist aber immer, Sie wissen wer was am Ende ist und es geht Ihnen nicht so, wie einem Bekannten, der seine vier Festgeräte und zwei Mobilgeräte mit klangvollen Namen aus dem Film StarWars versah und notorisch Probleme hatte, zu wissen, wer dann letzten Endes wirklich wer war.

Der nächste Schritt ist einer der schwierigsten in der gesamten Installation, das Partitionieren der Festplatten. Wenn Sie dies zum ersten Mal zun, lohnt sich eventuell ein Seitenblick auf diese Unterseite auf der ich das Thema Partitionieren noch einmal gesondert behandelt habe. Wer sich aber von vornherein darüber klar, wie seine Festplatten partitioniert sein sollen und wer den Syntax der Partitionsbezeichnungen im Linux schon kennt, kann diese Seite überspringen.

Die Einrichtung der Festplatten in sogenannte Partitionen ist eine der Strecken, auf denen dem Anfänger die größte Zahl an Problemen erwarten kann. Solange der Rechner leer ist, oder man auf die Daten, die sich auf den Festplatten u.U. bereits befinden locker verzichten kann, mag es ja noch angehen. Wenn aber bereits die Festplatten partitioniert sind oder gar ein anderes Betriebssystem darauf befindlich und erhaltenswert ist, ist Umsicht und Ruhe beim Arbeiten geboten. Dann empfehle ich auf jeden Fall, dass man sich die Gliederung seiner Festplatten vorher mal im Windows (WindowsXP- Einstellungen- Systemsteuerung- Verwaltung- Computerverwaltung- Datenspeicher- Datenträgerverwaltung - dann unteres rechtes Blockschaltbild) die Situation genauestens zu Gemüte führt, um hundertprozentig zu wissen, was ist primär, was erweitert und was ist logisches Laufwerk. Danach kann eine Skizze mit den Bezeichnungen aquivalent zum Linux versehen, außerordentlich hilfreich sein, dann ist man bestens gerüstet,  in die nächsten Schritte zu gehen.

Da die folgenden Screenshots mittels QEMU entstanden sind, liegt leider keine echte Festplattenpartition vor. Wie Sie es aber machen können, geht m.E. sehr eindeutig aus diesen drei Lösungsmöglichkeiten hervor.

Zum Vergrössern der folgenden Partitionsmodelle klicken Sie bitte auf diese:


Linux-Win-auf-einerPlatte

Partitionierung - MS-Windows und Debian-Linux auf einer gemeinsamen Festplatte






Linux-u-Win-auf-zwei-Festplatten 
Partitionierung - MS-Windows und Debian-Linux auf zwei verschiedenen Festplatten und gleichzeitiger Nutzung einer gemeinsamen FAT-32-Partition. Diese Partition wird vom Debian-Installer automatisch erkannt und wird eingebunden. Es kann aber sein, dass Sie dann in der etc/fstab und in den Eigenschaften der FAT-Partition als Linuxdatenträger, Schreib- und Zugriffsberechtigungen einstellen müssen.





Linux-allein-auf-dem-Rechner
Linux allein auf dem Rechner. Der Traum jedes Pinguins, auf MS-Windows komplett verzichten zu können, was aber so hundertprozentig bis heute nicht möglich ist, besonders wenn man mit Windows-Anwendungen beruflich arbeiten muss.





Ich gehe jetzt davon, dass Sie wissen, wie Sie was und welche Platte partitionieren wollen - eine Notiz, eine kleine Grafik sollte neben Ihnen liegen. Die folgenden Screenshots sind der Partitionierungsvorgang auf einer virtuellen Festplatte, die einer echten 20GB-grossen Harddisk nachvollzogen wurde. Prinzipiell geht das alles auf der echten Harddisk ebenso nachzuvollziehen.




Beim Start sucht der Partitionierer zuerst alle vorhandenen Festplatten im Rechner ab








und zeigt anschließend die gefunden Festplatten an, hier natürlich nur die virtuelle Festplatte, die Image-Datei









bei neuen Festplatten oder wenn ein komplettes Laufwerk für Debian verwandt werden soll, ist erst einmal eine neue leere Partitionstabelle anzulegen








danach wird der zur Verfügung stehende Festplattenspeicher auf der Harddisk angezeigt






und man wählt den zu benutzenden Speicherbereich zur Partitionierung aus




was soll damit geschehen?  Natürlich eine neue Partition anlegen, ist doch klar!




diese Partition kann maximal 20 GB gross sein, aber . . . . . .




aber wir wollen, dass sie nur 10 GB gross ist, also ändern wir den Eintrag mal entsprechend ab




diese Partition muss eine primäre Partition sein






und es ist auch richtig, diese Partitionen immer vom Anfang an her aufzureihen, wie die Perlen einer
Schnur. Für eine Normal-Installation, wie die unsere,  ist diese Option immer richtig.









nun legt er diese Partition wie gewünscht an und berechnet die neue Partitionstabelle









Sie müssen dann eventuell alles einstellen, das Dateiformat, den Mountpoint (Label) und vor allem, weil es ja die aktive Partition ist - die Bootoption muss aktiviert sein. Stände hier Bootflag - Nein, dann würde das bedeuten, dass kein MBR geschrieben würde, das System wäre damit nicht bootbar. Also nicht vergessen Bootflag - JA.








schließlich wird die Erstellung dieser Partition abgeschlossen und beendet.










nun zeigt das System den aktuellen Stand der Partitionierung an und es sind noch 11,5 GB zu verteilen









Das Spiel beginnt von Neuem. Die nächste Partition ist anzulegen.









diesmal ist es ein logisches Laufwerk, das System legt die erweiterte Partition dafür automatisch gleich mit an.








wir legen wieder eine 10 GB grosse Partition an, die unsere /home werden soll, auf der alle persönlichen Daten und Einstellungen sicher verwahrt bleiben. Einen freien Rest von 1,5 GB brauchen wir später noch.









und wieder sind analog die gleichen Fragen zu beantworten, wie bei der vorangegangenen Partition und wieder wird die Partitionstabelle vom System neu geschrieben








die neue Partition /home sollte so aussehen, ein Bootflag braucht nicht aktiviert zu werden. Das Dateissystem ext3 gilt bis jetzt noch immer als das sicherste Dateissystem im Linux.  Aus diesem Grunde verwende ich ausschließlich nur ext3 und empfehle Ihnen auch nur dieses.









auch hier wird die Anlage der Partition wieder, wie schon bekannt abgeschlossen und das System präsentiert uns den aktuellen Stand, d.h. es sind noch 1,5 GB frei. . . .









diese freie Speicherkapazität noch übrig gebliebenen Speicherplatz lassen wir natürlich nicht verkommen









und nutzen sie komplett als logische Partition, hier in diesem Falle ist es die zukünftige Swapfile








wieder berechnet das System die Partitionstabelle neu und schlägt uns plötzlich vor, die Partition /usr zu benennen und ext3 zu benutzen. Der Partitionierer weiß also nicht alles von uns und nun muss also mitgeteilt bekommen, dass diese kleine Partition unsere swap werden soll. Wir führen damit den Balken auf  Benutzen als   ext3 Journaling Dateisystem  betätigen die Entertaste . . . .








und erhalten eine Auswahl, zu welchem Zweck wir welche Partition mit welchem Dateisystem benutzen wollen. Hier können wir das Dateisystem ext3 ändern, indem wir als Verwendungszweck Auslagerungsspeicher Swap  markieren und bestätigen.







Schritt für Schritt bestätigen Sie dann die Erstellung der Swap, benenden wieder wie bereits gewohnt, die Partitionstabelle wird neu geschrieben und dann sehen Sie ihre fertige Partitionierung. Besser gesagt, Sie sehen, das, was der Rechner machen wird, wenn Sie die Änderungen bestätigen. Bestätigen Sie dies jetzt nämlich nicht, dann wird auf der Festplatte auch nichts gemacht. Selbst die Neuberechnungen der Partitionstabelle, die wir ja mehrmals gesehen haben ist noch nicht auf die Festplatte geschrieben. Alles was stattgefunden hat, sind Vorbereitungen, die erst jetzt nach Ihrer Bestätigung dann aber entgültig volltzogen werden. Es hängt auch davon ab, ob die Platte leer oder neu oder ob alle Partitionen formatiert werden sollen, was am Ende alles verändert wird. Hier im Falle des letzten Screenshots ist es so, dass die Partition mit dem Wurzerverzeichnis neu angelegt und formatiert wird - und das sollten Sie immer so machen und niemals in ein bestehendes System hinein installieren - ebenso wird immer die Swap neu formatiert, sagen wir mal "gereinigt", die Partition /home dagegen formatiert  man normalerweise nur ein einziges Mal, nämlich beim ersten Mal, beim Neuanlegen dieser Partition.
Die Symbolik ist hier ganz wichtig, die Smilies, Totenköpfe oder Blitze haben eine ernsthafte informative Bedeutung und dienen nicht der allgemeinen Belustigung des Users.





Mal angenommen, Ihr System macht Zicken und Sie entschließen sich zu einer Neuinstallation.




dann empfiehlt es sich immer, die Partition /home zu erhalten








natürlich müssen Sie sie "verwenden", d.h. in das System einbeziehen, d.h. das Dateisystem angeben, welches sich bereits auf der Partition befindet. Das sollten Sie wissen. Geben Sie ein anderes Dateisystem an, riskieren Sie einen Totalverlust. Das System teilt Ihnen das aber mit. Sie sollten jedoch die Meldungen lesen. ;-)






Sie sollten dieser Partition das Dateisystem zuordnen, ebenso den Mountpoint /home, aber immer darauf achten, dass bei
Partition formatieren - nein, vorhandene Daten erhalten
zu lesen ist. Verpassen Sie das, übersehen es dann noch und lösen die Bestätigung aus, sind alle Ihre Daten futsch !




Die Symbolik des Partionierers wird an dem nebenstehenden Screenshot einigermaßen deutlich. Der kleine Blitz in der ersten primären Partition zeigt Ihnen an, dass das System bootbar ist. Setzen Sie den sogenannten Boot-Flag nicht, können Sie ihr Debian-Linux auf normale Art nicht starten. Es gibt dann zwar Tricks und Schliche, aber die fallen bereits schon in das Ressource der Fortgeschrittenen und sind zumindest hier nicht richtig. Der Totenkopf sagt Ihnen, dass alle Daten auf dieser Partition verloren sind, weil die Partition formatiert wird, oder formatiert werden muss, wenn es sich um die Partition mit dem Wurzelverzeichnis handelt. Ein Smilie dagegen besagt Freundlicheres. Ist er gefüllt, wie der, der auf dem Bild rechts zu sehen ist, handelt es sich um eine "alte" Partition, auf der Daten vorhanden sind, die auch erhalten bleiben. Ist der kleine Grinser "ungefüllt", dann heißt das, dass die Partition neu angelegt wurde, aber vorher nicht existierte. Es gehen also keine Daten verloren. Der ungefüllte Smilie dürfte aber nur bei der erstmaligen Installation eines Systems in Erscheinung treten.





So nun haben wir erfolgreich partitioniert,



wir haben dem System die Einstellungen bestätigt, so dass der Debian-Installer die Partitionen formatiert und für die Pogrammdateien damit aufnahmefähig macht. Danach beginnt die Installation des Basissystems und wir gucken einfach nur zu.




Der Installer installiert zuerst das Grundsystem, anschließend  den Bootloader GRUB und speichert danach alle relevanten Einstellungen und meldet, dass die Installation abgeschlossen ist. Sie entnehmen nun die DVD aus dem Laufwerk und das System startet den Rechner neu. Die Installation des Bootloaders GRUB geschieht problemos und automatisch. Im gegebenen Falle ist auf dem Rechner nichts anderes zu finden, als Linux und zwar nur dieses eine Linux. Wäre jetzt auf der ersten Festplatte noch Windows zu finden gewesen, hätte GRUB dies angezeigt und die Startoption für Windows eingebunden. Sie können da völlig unbesorgt sein. Solche Überraschungen, wie sie mitunter manche Bootloadersysteme für Windows erzeugen, sind bei GRUB nahezu ausgeschlossen. Ich persönlich kenne jedenfalls kein einziges Beispiel, weder bei mir noch in meinem Bekanntenkreis, wo die korrekte Einbindung des Bootloaders fehlgeschlagen wäre.




Das Grund- oder Basissystem ist auf der Platte - Debian startet neu:

Erwartungsvolles Lauern, auf das, was da kommt. Nach den üblichen BIOS-Meldungen, die jedes von diesen Geräten, unabhängig vom Betriebssystem von sich gibt, kommt eine klitzekleine Meldung GRUB und wenn alles richtig gemacht wurde, sehen wir den Bootloader.


Im Falle des Screenshots ist hier nur unser Linux auf dem Rechner gewesen, d.h. man hat nur zwei Startmöglichkeiten für Linux zur Auswahl. Befand sich auf dem Rechner vorher noch ein Windows-XP, und wir haben es nicht versehentlich gekillt, dann taucht auch dieses hier wieder auf und zwar unterhalb der beiden Linuxanzeigen als other operating system - Microsoft Windows XP. Indem Sie mit dem Balken darauf gehen und bestätigen, starten Sie Windows problemlos.





Ihr neu installiertes Debian-System begrüsst Sie und fragt die ersten Einstellungen ab, so die nach der Zeitzone und der von Ihnen gewünschten Einstellung. Sie sollten sich grundsätzlich immer für die offizielle territorale Ortszeit entscheiden. Nur ganz wenige Server benötigen weltweit die sogenannte Weltzeit.





danach sind Passwörter und Accounts zu setzen. Für den root-Account geben Sie zweimal hintereinander ein gleiches Passwort ein. Danach wird der root-Account als solcher gesetzt. Die Abfrage nach Ihrem vollen Namen dient der Ermittlung eines Namensvorschlages für Ihren täglichen Benutzer-Account. Auch für diesen müssen Sie zweimal hintereinander das gleiche Passwort eingeben. Verzichten Sie keinesfalls auf einen Benutzer-Account! Wenn Sie das tun und als root, d.h. als ein zu allem berechtigter Verwalter oder Administrator im System herumwuseln oder gar noch im Internet surfen, dann ist Ihr System genauso unsicher und gefährdet, wie ein schlecht geupdatetes Windows. Es ist eine der grossen Stärken von Linux, durch die korrekt gesetzten Benutzerrechte, einem möglichen potentiellen Internet-Angreifer keine Möglichkeiten anzubieten, irgendwelche schädlichen Aktionen auszuführen.




schließlich ermittelt das System die Möglichkeiten, die sich anbieten, Programmpakete zu laden und zu verarbeiten. Haben Sie ein Modem, dann ist dass ein ppp-Zugang, haben sie eine Netzwerkkarte, dann ist es eth0 oder eth1. Haben Sie gar nichts davon und Linux kann keinen Connect zu einem der vielen FTP-Server aufbauen, dann . . .






dann liest Debian die erste DVD oder CD ein, d.h. genauer gesagt, das Inhaltsverzeichnis, die Paketliste dieser DVD. Damit weiß das System nun, welche Programme zur Verfügung stehen.







korrekterweise fragt Debian, ob weitere DVDs vorhanden sind und liest auch diese ein, wenn Sie nicht zu oft auf die Entertaste gekloppert haben, dann wird dieser Schritt unter Umständen übersprungen.





Beide DVDs, bzw. alle 14 CDs beinhalten etwa 16.000 Programmpakete (sechszehntausend !!!). Allerdings heißt das nicht, dass das im Endeffekt 16.000 Programme sind. Viele Programme setzen sich aus etlichen Programmpaketen zusammen oder nutzen gemeinsam sogenannte Programmbibliotheken. Trotzdem ist die Zahl der mitgelieferten Programme im Debian-Linux um ein zigfaches höher, als die Zahl der im MS-Windows integrierten Programme.



nach dem Einlesen der DVDs, werden Sie sicher wieder aufgefordert, die erste aus dem Set erneut einzulegen, dann installiert sich Debian-Linux ein paar noch notwendige Hilfsprogramme, hier z.B. mdetect. Sie allerdings müssen sich um diese kleinen Helferchen nicht kümmern, der Installer weiß allein besser, was er braucht und was nicht. Dann kommt es zu einer groben Vorab-Auswahl, d.h. wenn Sie wirklich wissen, dass Sie nur eine Workstation haben wollen, dann können Sie durchaus die Option Desktop-Umgebung anklicken und den Rest den Installer alleine machen lassen. Ich sage Ihnen aber voraus, dass Sie früher oder später damit nicht zufrieden sein werden, weil Ihnen hier die Möglichkeit der eigenen Entscheidung weitgehendst aus der Hand genommen wird. Ich bevorzuge und empfehle deshalb nur und immer die Option Manuelle Paketwahl , worauf sich das Programm Aptitude öffnet. Auch hier liege ich sicherlich nicht mit jedem auf der gleichen Linie, wenn ich dieses Programm als eines der umständlichsten und vorsintflutlichsten bezeichne, die es auf diesem Gebiet zu geben scheint. Mit <ALT> + <Q> beende ich deshalb Aptitude ohne es zu benutzen. Tun Sie es auch und bestätigen Sie die erstaunte Abfrage von Aptitude mit JA, denn Sie verpassen nichts!!




da Sie sicherlich auf Ihrer Workstation ein eigenes Mailprogramm, mozilla-mail oder kmail, vielleicht thunderbird oder die nahezu "Outlook-identische" Suite aus dem Gnome-Desktop verwenden wollen und da Sie sicher Ihren Computer nicht für Maildienste nach außen öffnen wollen, müssen Sie auch keine systembezogene Mailkonfiguration vornehmen. Bei der Abfrage, wohin das System sogenannte "Root-Mails", also Systemnachrichten senden soll, tragen Sie Ihren Benutzernamen ein.





Und damit scheint es wiedermal geschafft zu sein. Sie haben das Linuxsystem installiert und konfiguriert. Der Debian-Installer verabschiedet sich artig von Ihnen, heuchelt noch einen Dank, wohlwissend, dass Sie jetzt erwarten, etwas zu sehen, aber nichts zu sehen bekommen werden. Denn das, was bis jetzt auf Ihrem Rechner ist, ist das wirklich reine Linux - der Kernel und seine Hilfsprogramme. Es ist aber auch nicht mehr als das und wer jetzt schon ein schönes Desktop ala Windows "ganzschönbunt" erwartet, wird erstmal ziemlich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.


Linux ist installiert, aber was denn ???  Das soll alles sein!? 


Das ist wirklich erstmal alles, was Sie sehen! Aber trösten sie sich, es haben nach der ersten Linux-Installation schon ganz andere verblüfft in den Rechner geguckt. Aus mir fiel es damals spontan heraus - Was soll denn das? Das ist doch nicht etwa alles!? -
Um Ihren Schrecken etwas zu mindern, es ist wirklich nicht alles. Wenn Sie aber mal jemandem fachmännisch erläutern wollen, was das reine Linux ist - das ist es. An der Eingabeaufforderung geben Sie erst ein wer Sie sind, nämlich root dann geben Sie das Passwort für root ein. Daran dass jetzt der Rechnername, der dort steht mit einer Raute # abgeschlossen ist, daran sehen Sie, dass Sie als root nun drin sind.

Die Realität ist nun aber die - Sie sind nun zwar in Ihrem ersten installierten Linux, sehen aber auch nicht viel davon, also wie nun weiter?

Zugegeben, sehr attraktiv ist es erstmal nicht, also ist sicher noch etwas zu machen? So ist es. Wir installieren jetzt einen Desktop,  d.h. wir machen unser Linux für uns verwendbar und sichtbar. Es gibt zwar Hardliner, die mit besonderm Vergnügen eben in dieser Kommandozeile arbeiten, aber wir lassen denen ihr Vergnügen und schaffen uns das unsere.

Als Desktops stehen uns verschiedene zur Verfügung, KDE, Gnome und XFCE4. Zur intelligenten Installation hat Debian-Linux das einzigartige Programm apt, mit dem wir das sogleich in einem Gang hinbekommen werden.

Nun, eingeloggt als root, geben Sie folgendes ein:


Wollen Sie KDE als Desktop:          




apt-get install kde kdm synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm make gcc





Liegt Ihnen GNOME näher:

apt-get install gnome gdm synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm 

Oder die Light-Oberfläche xfce-4,:

apt-get install xfce-4 xdm synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm 

mit der folgenden Eingabe könne sie alle drei installieren und beim Start von kdm immer auswählen, was Sie gerade wollen:

apt-get install kde gnome xfce-4 kdm synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm


hdparm ist übrigens mitunter sehr sinnvoll, wenn Sie Ihre Festplatten nachträglich DMA-aktivieren müssen, weil es das System nicht tut. Sie merken es unter Umständen schnell daran, dass das System extrem langsam ist. Wie man mit hdparm dann umgeht, lesen Sie in Kürze hier


Mit der Entertaste bestätigen Sie die jeweilige Eingabe und setzen damit eine regelrechte Installationsorgie in Gang. Das System holt alles, was gebraucht wird, von selbst, lediglich einige Zwischenabfragen müssen Sie von Zeit zu Zeit beantworten, so unter anderem hauptsächlich wie auf den nachfolgenden Screenshots zu sehen. Wo nichts eingegeben ist, braucht man auch in der Regel nichts einzugeben, wenn man sich unsicher ist. Das System findet dann selbst die beste Lösung. Etliche der Fragen sind für den Anfänger ziemlich verwirrend, von manchen Sachen hat er noch nie etwas gehört. Die Grundeinstellungen des Installers sind aber so gehalten, dass man dann mit dem bloßen Bestätigen von OK weniger
Schaden anrichtet, als mit einer falschen Antwort. Es gibt übrigens ein Gerücht, dass jedes Huhn Debian installieren könne, man müsse ihm nur Körner auf die Entertaste legen, damit es die immer wieder tippt. Ich habe das noch nicht probieren können, denn ich habe keine Hühner im Wohnzimmer. 

Die Abbildungen in den Screenshots entsprechen den Einstellungen, wie ich sie zur erfolgreichen Installation verwendet habe. Ich benutze eine ganz normale serielle PS2-Maus, einen Röhrenmonitor HANSOL 720E, der angeblich 1200x1600 schaffen soll - aber dabei furchterregend im Inneren knistert (weshalb ich ihn niedriger einstelle) und eine normale deutsche 105-Tasten-Tastatur.
Einen ssh-Server benötigen Sie m.E. nur, wenn Sie irgendwann mal beabsichtigen sollten,  einen zweiten Linux-Computer mit Ihrer Workstation über ein Ethernetkabel oder über einen Netzwerk-Switch zu verbinden. Starten Sie den SSH-Server trotzdem, weil Sie noch nicht wissen ob oder nicht, dann wäre das unter Umständen ein Sicherheitsrisiko, wenn Sie direkt mit dem Internet verbunden sind. sind Sie über einen DSL-Router mit eventuell integriertem Firewall im Netz ist weniger gefährlich, einen Server gestartet zu haben, ohne ihn zu brauchen.




denn ssh-Server und all die Einstellungen, um ihn herum, benötigt man für ein beabsichtigtes lokales eigenes Heim- Netz zwischen Linux-Computern. Hat man das Ganze über einen DSL-Router laufen, der als DHCP-Server konfiguriert ist, können Sie die Home-Verzeichnisse der anderen Computer ganz bequem im Konqueror, dem Datei-Explorer des KDE abrufen, indem Sie in der Kopfzeile des Konquerors den gewünschten Computer mit:

fish://username@IP-Nummer_des_Zielgerätes/home/username/


aufrufen, und nach der Eingabe des betreffenden User-Passwortes dort dann so arbeiten können, wie auf Ihrem Hauptrechner. Sehr komfortabel, sehr schnell und einfach. Ich möchte das Programm schon lange nicht mehr missen.





Die nebenstehenden vier Screenshots habe ich so beantwortet, wie es zu sehen ist. Ich habe die Voreinstellungen belassen, weil ich mir über das Ergebnis kein Bild machen konnte. Das war letztendlich das Richtigere, wie sich herausstellte. Man muss in diesem Zusammenhang immer wider sagen, dass die Voreinstellungen des Installers im Zweifelsfalle immer die besten sind. Manche Meldungen des Installers können Sie ja auch nur mit OK quittieren. Man muss es sich dabei also nie schwerer machen, als es ist und etwas locker an die Sache herangehen.





Wenn Sie die Abfragen nach dem Land vorher richtig beantwortet haben, müsste das systemweite Papierformat, so wie in Deutschland üblich auf A4 stehen. Steht es etwa auf dem amerikanischen Format letter, dann müssten sie es auf A4 umstellen.






schließlich kommen dann wieder zwei Abfragen, die der Laie nicht ganz erklären kann, hier ist man wieder mit OK, bzw. JA am besten beraten. Es passiert zumindest nichts Nachteiliges, also kann mans machen.  Wenn ich bei der Debian-Installation eines schnell erkannt habe, dann jenes, dass man keinesfalls von dem Ehrgeiz zerfressen sein darf, alles erklären zu wollen, was einem da widerfährt. Um ein funktionierendes Debian-Linux auf den Rechner zu bekommen, ist das jedenfalls nicht erforderlich. Im Gegenteil! Wer hinter jeder Abfrage das Für und Wider oder die innere Struktur zu suchen versucht, bekommt sein Debian-Linux wahrscheinlich nie auf den Rechner. Man muss es machen und nicht viel drüber sinnieren. Erkenntnisse kommen später beim Arbeiten mit Debian von selbst. Wenn man sein System dann Schritt für Schritt erweitert, fragenden Kontakt mit entsprechenden Foren hält, kommt im Laufe der Zeit von allein das alles, was man anfangs mit Gewalt nicht zu erzwingen vermochte.




Sollten Sie seriellen PALM III oder IIIc, IIIxe oder sonst einen der Kameraden aus dieser altbewährten Serie verwenden wollen, aktivieren Sie die serielle Schnittstelle dafür, sie heißt im Linux ttyS0. Selbst wenn der Palm nur geplant ist, es macht dem System nichts, wenn Sie die Schnittstelle  aktiviert haben. Programme für den PALM sind jpilot, kpilot und der Outlook-Pendant evolution. Ebenso gab es im Netz Programme für die Synchronisation des Nokia-Communicators 9110 und 9110i, für die es ebenfalls erforderlich ist, diese serielle Schnittstelle für die Datensynchronisation zu aktivieren.





So und nun kommt die letzte heiße Phase, die Konfiguration des X-Servers

Es ist Windows-Usern schwer zu verklickern, dass der Start eines Desktops, und das auch im Windows, durch einen Screen-Server erfolgen muss. Für den Windows-User verbindet sich mit dem Wort Server immer etwas Großartiges oder Furchtbares, was mit dem Internet zusammen hängen muss. Aber jeder Daemon, der gestartet werden muss, um einen Dienst zu ermöglichen, hier den des Desktops, das ist letztendlich ein Server.

Wenn man also von dem installierten KDE, GNOME oder was auch immer, etwas sehen will, dann muss im Linux erfogreich ein so genannter X-Server startbar sein. Startet der X-Server nicht oder sind die Einstellungen fehlerhaft, dann bleibt der Bildschirm dunkel. In früheren Zeiten war die Einrichtung des X-Servers immer ein heikles Kapitel für sich. Die Monitore waren zu früheren Zeiten wesentlich empfindlicher und intolerenater gegenüber falsch eingestellten Frequenzen. Nicht wenige dieser Geräte hauchten bei falsch eingestelltem X-Server ihr Leben aus. Während das heutztage mit den modernen  Röhrenmonitoren kaum noch passieren kann, sollte man bei TFT-Schirmen noch immer etwas vorsichtig sein. Ich habe selbst, glücklicherweise sofort nach dem KDE-Start, feststellen können, dass der X-Server trotz anderer Einstellungen den TFT-Monitor eines Fujitsu-Siemens-Notebooks mit 120 Hertz hochgefahren hatte. Es gilt aber noch immer, dass ein TFT-Monitor maximal mit etwa 60 bis 70 Hertz betrieben werden soll. Nachdem ich die Frequenz im Kontrollcenter des KDE verringert, abgespeichert und als KDE-startbedingte Zwangsoption hatte, wurde der TFT-Schirm nur noch mit schonenderen 60 Hertz betrieben. Die systemweiten Einstellungen hatten das nicht vermocht und hätte ich mich ohne Prüfung darauf verlassen, wäre sicherlich die Zerstörung des Monitors wenig später die Folge gewesen.

Man sollte also selbst, wenn man meint alle Fragen richtig beantwortet zu haben, die Bildschirmfrequenten unmittelbar nach dem ersten Start prüfen, das insbesondere bei TFT-Monitoren. Das geschieht folgendermaßen nach dem KDE-Start
Kontrollzentrum - Angeschlossene Geräte - Anzeige - dort rechts für den TFT-Schirm eine Wiederholrate von 60 Hz einstellen
und die Option "X-Einstellungen beim KDE-Start erzwingen" unbedingt aktivieren.
Arbeiten mehrere User an dem Gerät mit verschiedenen Usernamen, ist es sinnvoll diese Einstellung für alle als root vorzunehmen oder jeden einzelnen User-Zugang entsprechend einzurichten. Da aber jeder User diese Einstellungen wieder verändern kann, egal ob nun gewollt oder fahrlässig, ist eine Umstellung als Root systemweit sinnvoller.



Die Konfiguration des X-Servers wird mit folgenden Abfragen vom System vorgenommen:




Bildschirm oder Grafikkarte automatisch erkennen - NEIN, das geht meistens schief!





dass Kürzel
nv steht hier in meinem speziellem Falle für Nvidia, natürlich gibt es auch andere Grafikkarten. Ich hoffe ja, sie haben vorher, als noch Windows auf dem Rechner war, mal nachgeschaut, was da drin so alles verbaut ist ? Wenn Sie das verpasst haben, hilft auch das Hochfahren einer Knoppix, um zu erfahren, was alles im Rechner drin steckt, ohne ihn demontieren zu müssen








hier brauchen Sie NICHTS einzutragen, das tut das System







hier wird die Maus eingerichtet, die sich an einem seriellen PS-2-Port befindet. Findet das System dann die Maus nicht, überprüfen Sie die Verbindung. Ich bin selbst einmal an einem elektronischen KVM-Switch fast verzweifelt, weil das System zwar die Tastatur, nicht aber die Maus durch den Switch hindurch erkennen konnte. Für PS2-Wheelmäuse sollten Sie jedoch den Anschluss IMPS/2 wählen.






Eigentlich sollte sich hier alles zum Wohle eines TFT-Schirmes entscheiden und bei der Wahl zu einem solchen Plasma-Schirm gar keine höhere Frequenz einstellbar sein, aber die Wirklichkeit hat gezeigt, dass dies nicht so ist. Ich kann aus eigener Erfahrung also nur zur Vorsicht bei TFTs raten.
Hier, jetzt in diesem Falle, ist es allerdings ein ganz normaler Röhren-Monitor, der eingestellt wird.






Egal, was Ihnen das System zu erklären versucht, warum die eine Einstellungsart weniger nervig fragt, als die andere - benutzen Sie Advanced und behalten damit die volle Kontrolle über die Einstellungen Ihres Bildschirmes.







zuerst wird die horizontale Frequenz des Monitors abgefragt, dieser Wert ist in KiloHertz im User-Manual ihres Monitors ersehbar. Als zweites ist die Bildwiederholfrequenz in Hertz einzutragen, die heute üblichen Röhrenmonitore schaffen die in den Screenshots zu sehenden Werte alle normalerweise schadlos.





Als vorletztes stellen sie die Auflösung ein, die Ihr Bildschirm schafft. Beachten Sie aber, dass zwischen der Auflösung, der Farbtiefe und der Bildwiederholfrequenz Zusammenhänge bestehen. Eine Auflösung von 1024 x 768 schadet keinem Monitor, sie sollte man als die niedrigstmögliche benutzen. Beim ersten Start stellt der X-Server diesen niedrigen Auflösungswert sowieso ein, wenn die Bildwiederholfrequenz über dem Wert zu liegen käme, den Sie eingestellt haben. Das System hat default allerdings viel zu niedrige Werte 800 x 600 oder 640 x 480 eingestellt. Diese können Sie entfernen. Fährt der X-Server in einem so niedrigen Video-Modus hoch, dann haben Sie u.U. ziemliche Probleme an Buttons oder Einstellungsleisten heran zu kommen. Warum das aber so ist ? Nun, Debian ist international. Es wird Indien oder China, in buddhistischen Klöstern im Tibet oder im Herzen Afrikas genauso verwendet, wie in hochtechnisierten Bürotürmen der westlichen Welt. Und irgendwie mussten die Entwickler ja der Tatsache gerecht werden, dass der Monitor irgendwo in der afrikanischen Weite unter Umständen wesentlich älter sein kann, wie der, den Sie und ich verwenden.




Als letztes wird die Farbtiefe des Monitorbildes eingetragen. Zur Bearbeitung von Fotos sollten Sie da schon 24 Bit wählen. Das macht jeder Röhrenmonitor mit. Wenn das erfolgt ist, ist der Wissensdurst des Systems gestillt und die Installation wird nun weiter fortgesetzt.

Wenn Sie mehrere Anmelde-Manager zur Installation markiert haben, fragt Sie das System noch, welchen Sie benutzen wollen. kdm scheint mit persönlich hierbei die günstigste Wahl.





Haben Sie von CDs installiert, dann erwartet Sie jetzt die Gymnastik eines Disk-Jockeys, denn das System fordert Sie immer wieder auf, diese oder jene CD einzulegen. Für die DVD-Installateure ergibt sich da etwas weniger Aufwand, immerhin vereint eine DVD sechs CD`s.



Wer die Programmpakete vom FTP-Server zieht. die gehen jetzt einen Kaffee trinken und lassen den Computer machen, was er will. In etwa 30 Minuten bei DSL-1000,  ist das System dann fertig. Die Netz-Installierer haben obendrein noch den Vorteil, dass der Debian-Installer gleich beim Download der Pakete auf dem Security-Server nachschaut, für welche Pakete bereits Sicherheitsaktualisierungen vorliegen und diese problemlos mit einbindet. Nach der Netz-Installation kann man hundertprozentig sicher sein, ein absolut tagaktuelles und sicheres System auf seinem Rechner zu haben.






Wenn die Installation aller Pakete abgeschlossen ist, bleibt der Rechner wieder in der Root-Eingabeaufforderung stehen. Er startet nicht von selbst neu. Um einen solchen Neustart zu vollziehen, geben Sie








als root den Befehl reboot ein, bestätigen mit der Entertaste und Ihr System wird heruntergefahren







und neu gestartet
Als erstes erscheint, der Ihnen bereits vertraute Bootloader GRUB








und dann fährt Ihr Debian-Linux mit den üblichen Meldungen eines Linuxsystems hoch.







Wenn Ihr X-Server richtig konfiguriert ist, meldet sich zuerst kdm oder wenn Sie sich für GNOME entschieden hatten, gdm

Ich bin bekennender KDE-Fan, durch und durch. Alle meine GNOME-Versuche endeten immer wieder damit, dass ich zu KDE zurück kehrte. Es ist aber wirklich ebenso müßig zu streiten, welches Desktop nun das Bessere wäre, als wie man richten wollte, ob braune oder schwarze Schuhe das Alleinseligmachende wären. Es ist jedes Einzelnen eigene Entscheidung, welches Desktop er für sich selbst am besten zu handhaben entdeckt.  für Windows-Umsteiger erscheint mir persönlich KDE als das Desktop, welches die wenigsten Umstellungsschwierigkeiten erzeugen wird. Inzwischen nähert sich GNOME immer mehr KDE an, eventuell wird es in fünf Jahren weder das eine oder andere noch geben, sondern ein einheitliches gemeinsames Desktop.
Es ist auch ein Kritikpunkt der GNOME-User, dass kdm zuwenig Gestaltungsspielraum böte und langweilig wäre - gdm wäre viel hübscher. Wenn Sie natürlich kdm in der "Urform" beibehalten, so wie er sich beim ersten Start anbietet - OK, dann ist es ziemlich schmucklos.  Außerdem, auch dieser Streit ist  genauso sinnvoll, als sich drüber zu einigen zu wollen, ist meine Frau nun schöne als deine, denn da gibt es noch so etwas diffuses Unberechenbares, und das nennt sich persönliches Geschmacksempfinden ;-)
Aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wie dieses Beispiel zeigt. Es geht sogar noch mehr. Sollten an Ihrem Computer mehrere Familienmitglieder arbeiten, kann man deren Konterfeis einsetzen und im Hintergrund vielleicht Haus und Hof oder das Haustier. Der Anmeldende klickt dann sein Bild an, gibt sein persönliches Passwort ein und ab geht es.


Ehe man aber solche Kleinigkeiten diskutiert, kann durchaus noch ein anderes Problem anstehen:
angenommen kdm startet aus irgendeinem Grund nicht, weil Sie einen Wert fehlerhaft eingegeben haben, dann brauchen Sie natürlich nicht neu zu installieren!!

als root eingegeben:  
dpkg-reconfigure xserver-xfree86  kann der X-Server beliebig oft neu konfiguriert werden, bis es klappt. Besonders die neuesten ATI-Grafikkarten, die ja so schnell sind, dass sie schon laufen, bevor der Rechner angeschaltet wurde, sind noch immer Problemkinder bei der Einrichtung des X-Servers. Ich wünsche Ihnen, eine solche Karte möglichst nicht verbaut zu haben. Vor Jahren war es noch genau umgekehrt. Die älteren ATI-Grafikkarten der Rage- und Mach-Serien funktionierten unter Linux fast immer alle klaglos und jahrelang waren die Nvidia-Grafikkarten die unendliche Geschichte des langen Leidens. Heute aber hat sich das Blatt regelrecht gedreht. Inzwischen stellt Nvidia auf seiner Treiberseite auch Linuxtreiber zur Verfügung, so dass diese Karten normalerweise mit dem vollen Leistungsumfang angewendet werden können. Nicht dass die Karte ohne den properitären Nvidia-Treiber nicht laufen würde - nein, aber die 3D-Beschleunigung wird den OpenSource-Treiber aus lizenzrechtlichen Gründen nicht abgedeckt. Die Installation des original Nvidia-Treibers ist übrigens wenig spektakulär, wenn man es weiß. Wie das geht, ist detailliert auf dieser Seite nachzulesen. Auch hier sei aber wieder darauf verwiesen, dass das mein persönlicher Weg zum Ziel ist und Experten oder Profis sicher über diesen relativ umständlichen und primitiven Weg lächeln werden. Aber was solls meine Herren Experten, letztendlich haben wir am Ende beide nur das Gleiche erreicht - wir haben den 3D-Treiber für die Nvidia-Grafikkarte installiert.

ATI läßt die Linux-User derzeit mit den neueren Karten leider ziemlich im Regen stehen. Linux-Treiber werden entweder gar nicht oder nur sehr halbherzig bereit gestellt. Wenn Sie so eine Karte erwischt haben, dann hilft Ihnen wirklich nur noch Kommunikation mit der Debian-Community, z.B. im deutschen http://www.debianforum.deDebianforum und die Suche nach anderen Usern, die sich mit solchen Karten schon versucht und sie unter Umständen sogar schon zum Laufen gebracht haben. Anfragen an ATI oder andere Versuche vom Hersteller etwas zu erfahren, sind zum Scheitern verurteilt, solange der Hersteller keine Linux-Kompatibilität seiner Hardware wünscht. Diese Erfahrung bestätigt sich leider immer wieder neu. Solche Hersteller werden dann erst munter und weich, wenn plötzlich ein Open-Source-Entwickler mit einem freien Programm die Karte knackt und die Herrschaften Hersteller merken, dass sie nicht unangreifbar sind.




Danach erwartet Sie KDE 3.3. basierend auf Debian-Linux 3.1. (stable), welches Sie mittels synaptic weiter nach Lust und Laune konfigurieren, erweitern und verschönern können. Das nebenstehende Bild zeit nur eine von vielen zig Lösungsmöglichkeiten und Ideen, wie man sie sich auch http:/www.kde-look.org holen kann




Übrigens, kennen Sie den?
Sagt der Linux-Server zum Windows-NT-Server: Sag mal, bist du wirklich zu dämlich die Fenster zu schließen? Kein Wunder, dass du dauernd Viren hast.
Oder kennen Sie die Gemeinsamkeiten von Windows und einem U-Boot?
Nein? Ganz einfach. Macht man ein Fenster auf,  geht der Ärger los.


Viel Erfolg, viel Spaß und Freude dabei !