So nun haben Sie sich
die DVDs
gekauft ? Oder auch woanders her, aus einer Zeitschrift - egal wie,
aber Sie sitzen jetzt mit den Scheiben da und möchten die ganz
und
gar nicht als teure Bierdeckel einsetzen. Da ich es war, der Sie zum
Kauf der Scheiben "angestiftet" hat, bin ich nun auch angehalten, Ihnen
zu helfen ?
Ja, Sie haben damit ganz Recht - dann ist es so - und dann
wollen wir
mal . . . .
|
Sollten Sie jedoch
irgendwo von
einem
Dachboden oder von einem Flohmarkt oder von sonstwo her so einen
uralten Ofen, 286er-DX mit 16 Mhz
oder ähnliches aufgetrieben haben, dann verzeihen Sie mir
bitte, dass
meine Installationsanleitung wahrscheinlich auf einem solchen
Methusalem nicht mehr gelingt.
Man muss
es erwähnen, weil es unerklärlicherweise immer
wieder mal Puristen gibt, die den den
Versuch machen, solche über 15 Jahre alten Dinger mit
Debian-Linux zum Leben zu
erwecken. Ich gehe aber davon aus, dass die Installation auch
letztendlich einen Sinn ergeben soll. Wer natürlich
allein
nur, um zu
beweisen,
dass Debian solche Schrottflöten antreiben kann, sich auf
solchen
technischen Fossilien verausgabt, ist sowieso kein Anfänger.
Für mich ergeben solche Experimente
aber so oder so keinen Sinn. Sicherlich geht das. Debian kann fast
alles und es gibt Leute, denen sagt man nach, sie
brächten
sogar einem Brötchentoaster eine Debian-Installation bei -
aber
bitte, wozu das denn? Welcher praktisch verwertbare Sinn verbirgt sich
dahinter? Wenn Sie einen vernünftigen
Debian-Linux-Rechner als benutzbare Workstation auf dem heute aktuellen
Niveau betreiben wollen, setzt das voraus, dass ein gewisser minimaler
Level an Technik vorhanden ist. Es muss am Ende auch Spaß
machen,
damit zu arbeiten. Wenn jeder Mausklick eine Minute Wartezeit nach sich
zieht, dann ist die Mühe doch wahrhaft verfehlt. Zielstellung
dieser Seite ist es, dass am Ende auch der unbedarfte umsteigewillige
Windows-User auf seinem Rechner eine funktionierende Linux-Workstation
betreiben kann und er Interesse und Lust bekommt, sich mit diesem
Betriebssystem auch weiterhin im Rahmen seines persönlichen
Zeitfonds zu befassen. Zuerst fast immer als ein Zweit-System als
Experimentier-System - das war bei jedem so - und späterhin,
weil
alles seine Zeit objektiv braucht und nicht von heute auf morgen
erzwingbar ist, vielleicht als Hauptsystem. Bei mir hat der radikale
komplette Umstieg mehrere Jahre gedauert und es ging auch nicht immer
alles glatt ab. |


Ich
gehe also mal davon aus, dass Ihr Computer ein heutzutage normal
üblicher 486er, 586er oder 686er ist, wie man ihn auch
normalerweise beim
Händler oder als noch brauchbar bei Ebay kauft. Der Prozessor
sollte schon mehr als 700 Mhz
schaffen, üblich sind heutztage ja schon mehr als 1200 Mhz,
der
Händler wird Ihnen gegenüber dann von einem
1,2-Gigahertz-Prozessor sprechen oder noch schneller. Ein 386er
Computer mit 33 Mhz ginge sicher auch noch - Debian bringt alles zum
Laufen, aber er wird Ihnen
sicherlich in Sachen
Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit keine Freude bereiten. So teuer und
lieb manchem das alte gute Stück geworden ist. Um effektiv
heutzutage damit zu arbeiten, reicht 10 bis 15 Jahre alte Technik
sicher nicht mehr aus. Und diese Meinung vertrete ich auch, obwohl von
eingefleischten Debian-Gurus immer wieder behauptet wird, sie
brächten sogar einem Brötchentoaster ein Linux-Betriebssystem
bei. Der Computer ist aber gewöhnlich zum Arbeiten da.
Der Arbeitsspeicher ist ebenfalls eine sehr wichtige Komponente, Debian
läuft zwar auch mit nur 128 MB, wenn man dann schnaufendes
Dahinkriechen als Laufen bezeichnen will, aber auf weniger als 512 MB
RAM-Speicher sollten Sie sich beim Kauf eines Computers auch nicht mehr
festlegen. Mittlerweile sind die RAM-Riegel derart preiswert, dass man
hier nicht mehr zu knausern braucht. Linux benötigt zwar noch
immer wesentlich weniger RAM-Speicher als
das speicherhungrige Windows, aber je komfortabler das System wird und
das wollen wir ja
alle - desto mehr freut sich auch Linux über etwas mehr
Arbeitsspeicher. Zum heutigen Stand reichen 512 MB satt aus, um an dem
System Freude
zu haben. Reine Workstations, mit denen hauptsächlich
Büroarbeiten erledigt werden sind schon mit 256 MB vollauf
gerüstet. Wenn Sie aber nebenbei noch eine Fernsehkarte
eingebaut
haben, die zu Ihrer Erbauung vor sich hin läuft und vielleicht
gerade eine umfangreiche Präsentation mit OpenOffice
erarbeiten,
dann stößt das System mit 256 MB RAM bereits an
seine
Grenzen.
Also kurzum, mit einem 1,2 GHz-Prozessor, egal ob AMD oder Intel, 512
MB RAM einem DVD-Laufwerk und einem DVD-Brenner und einer Festplatte
die ruhig 80 GB gross sein kann (dass sind ja mittlerweile schon wieder
die "Kleinen") sind sie bestens bedient. Eigentlich gibt es heutzutage
auch schon keinen Computer ohne DVD-Laufwerk mehr. Ein bischen
argwöhnisch sehe ich die sogenannten Combo-Laufwerke, Brenner
und
Player in einem, nicht nur weil sie im Linux u.U. nicht laufen
könnten, sondern diese Geräte nutzen sich zu schnell
ab. Es
ist immer besser, das DVD-Laufwerk und den Brenner getrennt zu haben.
Bevor man sich auf Hardware festlegt, ist ein Blick in die
Linux-Hardwarelisten, die überall im Internet abgelegt sind
oder
eine Nachfrage in einem Linuxforum sicher sinnvoll.
Sie sollten
übrigens dringlichst vorneweg Bescheid darüber
wissen, was in Ihrem Computer steckt.
Es gibt da zwei Möglichkeiten. Entweder sehen Sie nach,
solange
die Windows-Installation noch drauf ist, da gibt es ja die
Hardwareliste, die alle verbauten Komponenten aufführt - oder
Sie
haben das verpasst - dann können sie den Computer vorher mit
einer
Knoppix starten und schauen im KDE unter System - Infozentrum mal nach,
was da alles eingebaut wurde. Und da man sich das nicht alles merken
kann, ist eine Notiz darüber angebracht.

Beim Starten Ihres Computers gehen Sie erstmal ins Setup (steht im
Handbuch, meist F2 oder <STRG> + <ENTF>
beim
Booten zu drücken) und stellen Computer so ein, dass
er von CD oder DVD startet, oder sie drücken die F-Taste, die
beim
Starten das sogenannte Auswahlmenue anzeigt (meist F11 oder F12) und
starten so von DVD.
Nebenbei bemerkt, die erste Debian-DVD sollte aber dann schon im
DVD-Laufwerk liegen, sonst klappt es nicht. Eventuell müssen
Sie
vorher mal einen Blick ins Manual Ihres Computers werfen, sonst zeigt
Ihnen die Technik unter Umständen die Zähne.
Die Ziegel in der Hintergrundgrafik sollen Sie aber immer daran
bewußt erinnern, dass Sie auf einer Baustelle befinden, d.h.
Sie
sollten Ruhe bewahren, vielleicht ein Buch neben sich liegen haben,
oder alle technischen Werte Ihres Systems notiert haben.
Die Grafiken habe ich bewusst stark verkleinert, indem Sie sie aber bei
Bedarf anklicken, vergrößert sich das Bild auf die
originale
Grösse des Screenshots.
Also die DVD-1 lag ja schon drin, der Computer fährt hoch und
startet
nun über die DVD:

Geben Sie jetzt hinter den Doppelpunkten das Wort
linux26 ein,
und drücken Sie die Entertaste, was dem Installer mitteilt,
dass
Sie den neuen aktuellen Kernel 2.6 verwenden wollen, der ihre neueste
Hardware weitgehendst unterstützen wird, ältere
Hardware natürlich auch. Vertrauen Sie
also ruhig dem System. Der Debian-Installer kennt sein System viel
besser als Sie oder ich - er tuts für uns. Geben Sie gar
nichts an
der Eingabeaufforderung ein, dann installiert Ihnen der Installer den
Kernel 2.4. Bei einem RAM-Speicher ab 512 MB sollten Sie aber Kernel
2.6 benutzen, damit die ganze Power des Gerätes auch genutzt
wird.
als nächstes stellen Sie Sprache ein,
in der das System mit Ihnen verkehren soll
also Balken auf
German
- deutsch
<Enter>

Land einstellen, d.h. das System setzt hier
nicht nur die
Sprache, sondern auch Ihre Uhrzeit, metrisches Maßsystem und
einiges andere fest
Deutschland
<Enter>

als nächstes die Tastaturbelegung, auch hier den Balken auf
deutsch <Enter>






das nächste, was zu sehen gibt, ist
die
Hardware-Erkennung, in früheren Zeiten der absolute
Angstfaktor,
denn man musste seine Hardware noch selbst benennen und die richtigen
Module dazu vonhand in den Kernel einbinden. Eigentlich hörte
bei
den meisten das Debian-Abenteuer schon an dieser Stelle auf. Das
Nachfolgesystem der Debian 3.0 (Codename Woody), d.h. das Ihnen
vorliegende System Debian 3.1 (Codename Sarge) nimmt Ihnen diese Arbeit
nun ab, erkennt die Hardware selbst und bindet die notwendigen Module
gleich in den gewählten Kernel ein. Sie sollten aber Geduld
haben,
es ist sehr unterschiedlich. Bei einem Computer ging die
Hardware-Erkennung in Sekunden vor sich und es gibt Computer, bei denen
dauerte das fast 15 Minuten. Danach (vorletztes Bild von rechts)
durchsucht er die eingelegte DVD/CD und im letzten Screenshot startet
der eigentliche Debian-Installer. Damit ist die erste Hürde
früherer Installation überwunden.



Danach
beginnt die
Erkennung und Installation
netzwerkfähiger Hardware, findet er eine Netzwerkkarte
konfiguriert er diese automatisch, hier in diesem Falle, weil sich ein
DSL-Router daran befindet, im DHCP-Modus. Das ist übrigens
immer
die einfachste Version und für den Anfänger optimal.
Natürlich sollte dann die im dritten Screenshot zu sehende
Fehlermeldung bei Ihnen nicht auftreten, sie ist hier aber
unumgänglich.
Diese hier angewandte Beispiel-Installation, zur Erlangung der
Beispiel-Screenshots ist nämlich eine Simulation auf einer
virtuellen Festplatte, genauer einer 20 GB großen
Image-Datei. Sie
sehen das an der Bezeichnung
QEMU
in dem oberen Bildrahmen. sicherlich werden Sie sich erinnern? Meine
Windows-98-Installation
in meinem Debian-Arbeitssystem war auch eine solche Installation des
Systems im System. Also - Sie sollten hier stehen haben, dass Debian
Ihr Netzwerk erfolgreich konfigurieren konnte - oder aber Sie
installieren ausschließlich von den DVDs und haben keine
Netzwerkkarte oder keinen USB-Network-Adapter am Gerät
hängen, dann ist eine solche Fehlermeldung bei Ihnen auch
richtig und wird ähnlich lauten oder mitteilen, gar kein
netzwerkfähiges Gerät gefunden zu haben.
als
nächstes müssen Sie dem Computer zwingend einen Namen
geben,
egal ob Sie ihn im Netzwerk betreiben wollen oder nicht. Sicherlich ist
diese
Namensgebung nur für das Netzwerk wirklich relevant, aber sie
gehört zur
Installationsroutine. Wie Sie den Rechner nennen, ist dem System und
dem Rechner egal. Haben Sie ein Netzwerk, dann sollte der Name so sein,
das Sie zweifelsfrei erkennen können, auf welchem
Gerät Sie
sich befinden. Haben Sie z.B. zwei Rechner links und rechts unter Ihrem
Schreibtisch, von denen einer ein Markenrechner DELL ist und der andere
ein
von Ihnen selbst zusammen gebauter Chinese ist, so können die
Namen debian-dell
und debian-noname
die Rechner ausreichend identifizieren. Ein Notebook könnte debian-mobil
oder wenn es mehrere Notebooks sind, die am Typ zu unterscheiden
wären, debian-fsc
heißen. Die drei Buchstaben fsc könnten
hier für ein Fujitsu-Siemens-Notebook stehen. Der Phantasie
sind
hier keine Grenzen gesetzt. Sie können auch die
gesamte
geliebte
oder ungeliebte Verwandschaft in die Namensgebung einbeziehen.
Hauptsache ist aber immer, Sie wissen wer was am Ende ist und es geht
Ihnen nicht so,
wie einem Bekannten, der seine vier Festgeräte und zwei
Mobilgeräte mit klangvollen Namen aus dem Film StarWars versah
und
notorisch Probleme hatte, zu wissen, wer dann letzten Endes wirklich
wer war.
Der nächste Schritt ist einer der schwierigsten in der
gesamten
Installation, das Partitionieren der Festplatten. Wenn Sie dies zum
ersten Mal zun, lohnt sich eventuell ein Seitenblick auf diese Unterseite auf
der ich das Thema Partitionieren noch einmal gesondert behandelt habe.
Wer sich aber von vornherein darüber klar, wie seine
Festplatten
partitioniert sein sollen und wer den Syntax der
Partitionsbezeichnungen im Linux schon kennt, kann diese Seite
überspringen.
Die
Einrichtung der
Festplatten in sogenannte
Partitionen ist eine der Strecken, auf denen dem Anfänger die
größte
Zahl an Problemen erwarten kann. Solange der Rechner leer ist, oder man
auf die Daten, die sich auf den Festplatten u.U. bereits befinden
locker verzichten kann, mag es ja noch angehen. Wenn aber bereits die
Festplatten partitioniert sind oder gar ein anderes Betriebssystem
darauf befindlich und erhaltenswert ist, ist Umsicht und Ruhe beim
Arbeiten geboten. Dann empfehle ich auf jeden
Fall, dass man sich die Gliederung seiner Festplatten vorher mal im
Windows (WindowsXP- Einstellungen- Systemsteuerung- Verwaltung-
Computerverwaltung- Datenspeicher- Datenträgerverwaltung -
dann
unteres rechtes Blockschaltbild) die Situation genauestens zu
Gemüte führt, um hundertprozentig zu wissen, was ist
primär, was erweitert und was ist logisches Laufwerk. Danach
kann eine
Skizze mit den Bezeichnungen aquivalent zum Linux
versehen, außerordentlich hilfreich sein, dann ist man
bestens gerüstet, in die
nächsten
Schritte zu gehen.
Da die folgenden Screenshots mittels QEMU entstanden
sind, liegt leider keine echte Festplattenpartition vor. Wie Sie es
aber machen können, geht m.E. sehr eindeutig aus diesen drei
Lösungsmöglichkeiten hervor.
Zum Vergrössern
der folgenden Partitionsmodelle klicken Sie bitte auf diese:

Partitionierung - MS-Windows und Debian-Linux auf einer gemeinsamen Festplatte
Partitionierung - MS-Windows und Debian-Linux auf zwei verschiedenen
Festplatten und gleichzeitiger Nutzung einer gemeinsamen
FAT-32-Partition.
Diese Partition wird vom Debian-Installer automatisch erkannt und wird
eingebunden. Es kann aber sein, dass Sie dann in der etc/fstab und in
den Eigenschaften der FAT-Partition als Linuxdatenträger,
Schreib-
und Zugriffsberechtigungen einstellen müssen.

Linux allein
auf dem Rechner.
Der Traum jedes Pinguins, auf MS-Windows komplett verzichten zu
können, was aber so hundertprozentig bis heute nicht
möglich
ist, besonders wenn man mit Windows-Anwendungen beruflich arbeiten muss.
Ich gehe jetzt davon, dass
Sie wissen, wie Sie was und welche Platte partitionieren wollen
- eine Notiz, eine kleine Grafik sollte neben Ihnen liegen. Die
folgenden Screenshots sind der Partitionierungsvorgang auf einer
virtuellen Festplatte, die einer echten 20GB-grossen Harddisk
nachvollzogen wurde. Prinzipiell geht das alles auf der echten Harddisk
ebenso nachzuvollziehen.

Beim
Start sucht der Partitionierer zuerst alle vorhandenen Festplatten im
Rechner ab

und zeigt anschließend die gefunden Festplatten an, hier
natürlich nur die virtuelle Festplatte, die Image-Datei

bei neuen Festplatten oder wenn ein komplettes
Laufwerk
für Debian verwandt werden soll, ist erst einmal eine neue
leere
Partitionstabelle anzulegen

danach wird der zur Verfügung stehende Festplattenspeicher auf
der Harddisk angezeigt
und
man
wählt den zu benutzenden Speicherbereich zur Partitionierung
aus
was
soll damit
geschehen? Natürlich eine neue Partition anlegen,
ist doch klar!
diese
Partition
kann maximal 20 GB gross sein, aber . . . . . .
aber
wir wollen,
dass sie nur 10 GB gross ist, also ändern wir den Eintrag
mal entsprechend ab
diese
Partition
muss eine primäre Partition sein

und es ist auch richtig, diese Partitionen immer vom Anfang an her
aufzureihen, wie die Perlen einer
Schnur. Für eine Normal-Installation, wie die
unsere, ist diese Option immer richtig.

nun legt er diese Partition wie gewünscht an und berechnet die
neue Partitionstabelle
Sie müssen dann eventuell alles einstellen, das Dateiformat,
den
Mountpoint (Label) und vor allem, weil es ja die aktive Partition ist -
die Bootoption muss aktiviert sein. Stände hier Bootflag - Nein, dann
würde das bedeuten, dass kein MBR geschrieben würde,
das
System wäre damit nicht bootbar. Also nicht vergessen Bootflag
- JA.

schließlich wird die Erstellung dieser Partition
abgeschlossen und beendet.

nun zeigt das System den aktuellen Stand der Partitionierung an und es
sind noch 11,5 GB zu verteilen

Das Spiel beginnt von Neuem. Die nächste Partition ist
anzulegen.

diesmal ist es ein logisches Laufwerk, das System legt die erweiterte
Partition dafür automatisch gleich mit an.

wir legen wieder eine 10 GB grosse Partition an, die unsere /home
werden soll, auf der alle persönlichen Daten und Einstellungen
sicher verwahrt bleiben. Einen freien Rest von 1,5 GB brauchen wir
später noch.


und wieder sind analog die gleichen Fragen zu beantworten, wie bei der
vorangegangenen Partition und wieder wird die Partitionstabelle vom
System neu geschrieben

die
neue Partition /home sollte so aussehen, ein Bootflag braucht nicht
aktiviert zu werden. Das Dateissystem ext3
gilt
bis jetzt noch immer als das sicherste Dateissystem im Linux.
Aus diesem Grunde
verwende ich ausschließlich nur ext3 und empfehle Ihnen auch
nur
dieses.


auch hier wird die Anlage der Partition wieder, wie schon bekannt
abgeschlossen und das System präsentiert uns den
aktuellen
Stand, d.h. es sind noch 1,5 GB frei. . . .

diese freie Speicherkapazität noch übrig gebliebenen
Speicherplatz lassen wir
natürlich nicht verkommen


und nutzen sie komplett als logische Partition, hier in diesem Falle
ist es die zukünftige Swapfile


wieder
berechnet das System die Partitionstabelle neu und schlägt uns
plötzlich vor, die Partition /usr zu benennen und ext3 zu
benutzen. Der Partitionierer weiß also nicht alles von uns
und
nun muss also mitgeteilt bekommen, dass diese kleine Partition unsere
swap werden soll. Wir führen damit den Balken auf Benutzen als ext3
Journaling Dateisystem betätigen die
Entertaste . . . .

und erhalten eine Auswahl, zu welchem Zweck wir welche Partition mit
welchem Dateisystem benutzen wollen. Hier können wir das
Dateisystem ext3 ändern, indem wir als Verwendungszweck Auslagerungsspeicher Swap markieren
und bestätigen.



Schritt
für Schritt bestätigen Sie dann die Erstellung der
Swap,
benenden wieder wie bereits gewohnt, die Partitionstabelle wird neu
geschrieben und dann sehen Sie ihre fertige Partitionierung. Besser
gesagt, Sie sehen, das, was der Rechner machen wird, wenn Sie die
Änderungen bestätigen. Bestätigen Sie dies
jetzt nämlich nicht, dann
wird auf der Festplatte auch nichts gemacht. Selbst die Neuberechnungen
der Partitionstabelle, die wir ja mehrmals gesehen haben ist noch nicht
auf die Festplatte geschrieben. Alles was stattgefunden hat, sind
Vorbereitungen, die erst jetzt nach Ihrer Bestätigung dann
aber
entgültig volltzogen werden. Es hängt auch davon ab,
ob die
Platte leer oder neu oder ob alle Partitionen formatiert werden sollen,
was am Ende alles verändert wird. Hier im Falle des letzten
Screenshots ist es so, dass die Partition mit dem Wurzerverzeichnis neu
angelegt und formatiert wird - und
das sollten Sie immer so machen und niemals in ein bestehendes System
hinein installieren -
ebenso wird immer die Swap neu formatiert, sagen wir mal "gereinigt",
die Partition /home dagegen formatiert man normalerweise nur
ein
einziges Mal, nämlich beim ersten Mal, beim Neuanlegen dieser
Partition.
Die Symbolik ist hier ganz wichtig, die Smilies, Totenköpfe
oder Blitze haben eine ernsthafte informative Bedeutung und
dienen
nicht der allgemeinen Belustigung des Users.
Mal angenommen, Ihr System
macht Zicken und Sie entschließen sich zu einer
Neuinstallation.

dann empfiehlt es sich immer, die Partition
/home zu erhalten


natürlich müssen Sie sie "verwenden", d.h. in das
System
einbeziehen, d.h. das Dateisystem angeben, welches sich bereits auf der
Partition befindet. Das sollten Sie wissen. Geben Sie ein anderes
Dateisystem an, riskieren Sie einen Totalverlust. Das System teilt
Ihnen das aber mit. Sie sollten jedoch die Meldungen lesen. ;-)



Sie sollten dieser Partition das Dateisystem zuordnen, ebenso den
Mountpoint /home, aber immer darauf achten, dass bei
Partition formatieren - nein, vorhandene Daten erhalten
zu lesen ist. Verpassen Sie das,
übersehen es dann
noch und lösen die Bestätigung aus, sind alle Ihre
Daten
futsch !
Die
Symbolik des
Partionierers wird an dem nebenstehenden Screenshot
einigermaßen
deutlich. Der kleine Blitz in der ersten primären Partition
zeigt
Ihnen an, dass das System bootbar ist. Setzen Sie den sogenannten Boot-Flag
nicht, können Sie ihr Debian-Linux auf normale Art nicht
starten.
Es gibt dann zwar Tricks und Schliche, aber die fallen bereits schon in
das Ressource der Fortgeschrittenen und sind zumindest hier nicht
richtig. Der Totenkopf sagt Ihnen, dass alle Daten auf dieser Partition
verloren sind, weil die Partition formatiert wird, oder formatiert
werden muss, wenn es sich um die Partition mit dem Wurzelverzeichnis
handelt. Ein Smilie dagegen besagt Freundlicheres. Ist er
gefüllt,
wie der, der auf dem Bild rechts zu sehen ist, handelt es sich um eine
"alte" Partition, auf der Daten vorhanden sind, die auch erhalten
bleiben. Ist der kleine Grinser "ungefüllt", dann
heißt das,
dass die Partition neu angelegt wurde, aber vorher nicht existierte. Es
gehen also keine Daten verloren. Der ungefüllte Smilie
dürfte
aber nur bei der erstmaligen Installation eines Systems in Erscheinung
treten.
So nun haben
wir erfolgreich partitioniert,



wir
haben dem System die Einstellungen bestätigt, so dass der
Debian-Installer die Partitionen formatiert und für die
Pogrammdateien damit aufnahmefähig macht. Danach beginnt die Installation des
Basissystems und wir gucken einfach nur zu.




Der
Installer installiert zuerst das Grundsystem,
anschließend den Bootloader GRUB und
speichert danach alle relevanten Einstellungen und meldet, dass die
Installation abgeschlossen ist. Sie entnehmen nun die DVD aus dem
Laufwerk
und das System startet den Rechner neu. Die Installation des
Bootloaders GRUB geschieht problemos und automatisch. Im gegebenen
Falle ist auf dem Rechner nichts anderes zu finden, als Linux und zwar
nur dieses eine Linux. Wäre jetzt auf der ersten Festplatte
noch
Windows zu finden gewesen, hätte GRUB dies angezeigt und die
Startoption für Windows eingebunden. Sie können da
völlig unbesorgt sein. Solche Überraschungen, wie sie
mitunter manche Bootloadersysteme für Windows erzeugen, sind
bei
GRUB nahezu ausgeschlossen. Ich persönlich kenne jedenfalls
kein
einziges Beispiel, weder bei mir noch in meinem Bekanntenkreis, wo die
korrekte Einbindung des Bootloaders fehlgeschlagen wäre.
Das Grund-
oder Basissystem ist auf der Platte - Debian startet neu:
Erwartungsvolles Lauern, auf das, was da
kommt. Nach den
üblichen BIOS-Meldungen, die jedes von diesen
Geräten,
unabhängig vom Betriebssystem von sich gibt, kommt eine
klitzekleine Meldung GRUB
und wenn alles richtig gemacht wurde, sehen wir den Bootloader.

Im
Falle des Screenshots ist hier nur unser Linux auf dem Rechner gewesen,
d.h. man hat nur zwei Startmöglichkeiten für Linux
zur
Auswahl. Befand sich auf dem Rechner vorher noch ein Windows-XP, und
wir haben es nicht versehentlich gekillt, dann taucht auch dieses hier
wieder auf und zwar unterhalb der beiden Linuxanzeigen als other operating system -
Microsoft Windows XP. Indem Sie mit dem Balken darauf
gehen und bestätigen, starten Sie Windows problemlos.



Ihr
neu installiertes Debian-System begrüsst Sie und fragt die
ersten
Einstellungen ab, so die nach der Zeitzone und der von Ihnen
gewünschten Einstellung. Sie sollten sich
grundsätzlich immer
für die offizielle territorale Ortszeit entscheiden. Nur ganz
wenige Server benötigen weltweit die sogenannte Weltzeit.



danach
sind Passwörter und Accounts zu setzen. Für den
root-Account
geben Sie zweimal hintereinander ein gleiches Passwort ein. Danach wird
der root-Account als solcher gesetzt. Die Abfrage nach Ihrem vollen
Namen dient der Ermittlung eines Namensvorschlages für Ihren
täglichen Benutzer-Account. Auch für diesen
müssen Sie
zweimal hintereinander das gleiche Passwort eingeben. Verzichten Sie keinesfalls auf
einen Benutzer-Account!
Wenn Sie das tun und als root, d.h. als ein zu allem berechtigter
Verwalter oder Administrator im System herumwuseln oder gar noch im
Internet surfen, dann ist Ihr System genauso unsicher und
gefährdet, wie ein schlecht geupdatetes Windows. Es ist eine
der
grossen Stärken von Linux, durch die korrekt gesetzten
Benutzerrechte, einem möglichen potentiellen
Internet-Angreifer
keine Möglichkeiten anzubieten, irgendwelche
schädlichen
Aktionen auszuführen.

schließlich
ermittelt das System die Möglichkeiten, die sich anbieten,
Programmpakete zu laden und zu verarbeiten. Haben Sie ein Modem, dann
ist dass ein ppp-Zugang, haben sie eine Netzwerkkarte, dann ist es eth0
oder eth1. Haben Sie gar nichts davon und Linux kann keinen Connect zu
einem der vielen FTP-Server aufbauen, dann . . .

dann liest Debian die erste DVD oder CD ein, d.h. genauer gesagt, das Inhaltsverzeichnis,
die
Paketliste dieser DVD. Damit weiß
das System nun, welche Programme zur Verfügung stehen.

korrekterweise fragt Debian, ob weitere DVDs vorhanden sind und liest
auch diese ein, wenn Sie nicht zu oft auf die Entertaste gekloppert
haben, dann wird dieser Schritt unter Umständen
übersprungen.
Beide DVDs, bzw. alle 14 CDs beinhalten etwa 16.000 Programmpakete (sechszehntausend !!!). Allerdings
heißt das nicht, dass das im Endeffekt 16.000 Programme sind.
Viele Programme setzen sich aus etlichen Programmpaketen zusammen oder
nutzen gemeinsam sogenannte Programmbibliotheken. Trotzdem ist die Zahl
der mitgelieferten Programme im Debian-Linux um ein zigfaches
höher, als die Zahl der im MS-Windows integrierten Programme.



nach
dem Einlesen der DVDs, werden Sie sicher wieder aufgefordert, die erste
aus dem Set erneut einzulegen, dann installiert sich Debian-Linux ein
paar noch notwendige Hilfsprogramme, hier z.B. mdetect. Sie
allerdings müssen sich um diese kleinen Helferchen nicht
kümmern, der Installer weiß allein besser, was er
braucht
und was nicht. Dann kommt es zu einer groben Vorab-Auswahl, d.h. wenn
Sie wirklich wissen, dass Sie nur eine Workstation haben wollen, dann
können Sie durchaus die Option Desktop-Umgebung
anklicken und den Rest den Installer alleine machen lassen. Ich sage
Ihnen aber voraus, dass Sie früher oder später damit
nicht
zufrieden sein werden, weil Ihnen hier die Möglichkeit der
eigenen
Entscheidung weitgehendst aus der Hand genommen wird. Ich bevorzuge und
empfehle deshalb nur und immer die Option Manuelle Paketwahl
, worauf sich das Programm Aptitude
öffnet. Auch hier liege ich sicherlich nicht mit jedem auf der
gleichen Linie, wenn ich dieses Programm als eines der
umständlichsten und vorsintflutlichsten bezeichne, die es auf
diesem Gebiet zu geben scheint. Mit <ALT>
+
<Q> beende ich deshalb Aptitude
ohne es zu
benutzen. Tun Sie es auch und bestätigen Sie die erstaunte
Abfrage von Aptitude
mit JA, denn Sie verpassen nichts!!


da
Sie sicherlich auf Ihrer Workstation ein eigenes Mailprogramm,
mozilla-mail oder kmail, vielleicht thunderbird oder die nahezu
"Outlook-identische" Suite aus dem Gnome-Desktop verwenden wollen und
da Sie sicher Ihren Computer nicht für Maildienste nach
außen öffnen wollen, müssen Sie auch keine
systembezogene Mailkonfiguration vornehmen. Bei der Abfrage, wohin das
System sogenannte "Root-Mails", also Systemnachrichten senden soll,
tragen Sie Ihren Benutzernamen ein.
Und
damit scheint es wiedermal geschafft zu sein. Sie haben das Linuxsystem
installiert und konfiguriert. Der Debian-Installer verabschiedet sich
artig von Ihnen, heuchelt noch einen Dank, wohlwissend, dass Sie jetzt
erwarten, etwas zu sehen, aber nichts zu sehen bekommen werden.
Denn das, was
bis
jetzt auf Ihrem Rechner ist, ist das wirklich reine Linux - der Kernel
und seine Hilfsprogramme.
Es ist aber auch nicht mehr als das und wer jetzt schon ein
schönes
Desktop ala Windows "ganzschönbunt" erwartet, wird erstmal
ziemlich unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Linux
ist installiert, aber was denn ??? Das soll alles
sein!? 

Das
ist wirklich erstmal alles, was Sie sehen! Aber trösten sie
sich,
es haben nach der ersten Linux-Installation schon ganz andere
verblüfft in den Rechner geguckt. Aus mir fiel es damals
spontan
heraus - Was soll denn
das? Das ist doch nicht etwa alles!? -
Um Ihren
Schrecken etwas zu mindern, es ist wirklich nicht alles.
Wenn Sie
aber mal jemandem fachmännisch erläutern wollen, was
das reine Linux
ist - das ist es. An der Eingabeaufforderung geben Sie erst ein wer Sie sind, nämlich root
dann geben Sie das Passwort für root ein. Daran
dass jetzt der Rechnername, der dort steht mit einer Raute # abgeschlossen
ist, daran sehen Sie, dass Sie als root nun drin sind.
Die Realität ist
nun aber die - Sie sind nun zwar in Ihrem ersten installierten Linux,
sehen aber auch nicht viel davon, also wie nun
weiter?
Zugegeben, sehr attraktiv ist es erstmal nicht, also ist
sicher
noch etwas zu machen? So ist es. Wir installieren jetzt einen Desktop, d.h.
wir machen unser Linux für uns verwendbar und sichtbar. Es
gibt
zwar Hardliner, die mit besonderm Vergnügen eben in dieser
Kommandozeile arbeiten, aber wir lassen denen ihr Vergnügen
und
schaffen uns das unsere.
Als Desktops stehen uns verschiedene zur Verfügung, KDE, Gnome
und
XFCE4. Zur intelligenten Installation hat Debian-Linux das einzigartige
Programm apt,
mit dem wir das sogleich in einem Gang hinbekommen werden.
Nun, eingeloggt als root, geben Sie folgendes ein:
Wollen
Sie KDE als Desktop:

apt-get install kde kdm synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common
xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm make gcc
Liegt Ihnen GNOME näher:
apt-get
install gnome gdm
synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi
xfonts-75dpi hdparm
Oder
die Light-Oberfläche xfce-4,:
apt-get install xfce-4 xdm
synaptic gksu xserver-xfree86 xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi
xfonts-75dpi hdparm
mit
der folgenden Eingabe könne sie alle drei installieren und
beim
Start von kdm immer auswählen, was Sie gerade wollen:
apt-get
install kde gnome xfce-4 kdm synaptic gksu xserver-xfree86
xserver-common xfonts-base xfonts-100dpi xfonts-75dpi hdparm
hdparm
ist
übrigens mitunter sehr sinnvoll, wenn Sie Ihre Festplatten
nachträglich
DMA-aktivieren müssen, weil es das System nicht tut. Sie
merken es
unter Umständen schnell daran, dass das System extrem langsam
ist.
Wie man mit hdparm dann umgeht, lesen Sie in Kürze hier
Mit
der Entertaste bestätigen Sie die jeweilige Eingabe und setzen
damit
eine regelrechte Installationsorgie in Gang. Das System holt alles, was
gebraucht wird, von selbst, lediglich einige Zwischenabfragen
müssen Sie von Zeit zu Zeit beantworten, so unter anderem
hauptsächlich wie auf den nachfolgenden Screenshots zu sehen.
Wo nichts
eingegeben ist, braucht man auch in der Regel nichts einzugeben, wenn
man sich unsicher ist. Das System findet
dann selbst die beste Lösung. Etliche der Fragen sind
für den
Anfänger ziemlich verwirrend, von manchen Sachen hat er noch
nie
etwas gehört. Die Grundeinstellungen des Installers sind aber
so
gehalten, dass man dann mit dem bloßen Bestätigen
von OK
weniger
Schaden anrichtet, als mit einer falschen Antwort. Es gibt
übrigens ein Gerücht, dass jedes Huhn Debian
installieren
könne, man müsse ihm nur Körner auf die
Entertaste
legen, damit es die immer wieder tippt. Ich habe das noch nicht
probieren können, denn ich habe keine Hühner im
Wohnzimmer.
Die Abbildungen in den Screenshots entsprechen den Einstellungen, wie
ich sie zur erfolgreichen Installation verwendet habe. Ich benutze eine
ganz normale serielle
PS2-Maus, einen Röhrenmonitor HANSOL 720E, der angeblich
1200x1600
schaffen soll - aber dabei furchterregend im Inneren knistert (weshalb ich ihn niedriger
einstelle) und
eine normale
deutsche 105-Tasten-Tastatur.
Einen
ssh-Server benötigen Sie m.E. nur, wenn Sie irgendwann mal
beabsichtigen sollten, einen zweiten Linux-Computer mit Ihrer
Workstation über ein Ethernetkabel oder über einen
Netzwerk-Switch zu verbinden. Starten Sie den SSH-Server trotzdem, weil
Sie noch nicht wissen ob oder nicht, dann wäre das unter
Umständen ein Sicherheitsrisiko, wenn Sie direkt mit
dem Internet verbunden sind. sind Sie über einen DSL-Router
mit
eventuell integriertem Firewall im Netz ist weniger
gefährlich,
einen Server gestartet zu haben, ohne ihn zu brauchen.


denn
ssh-Server und all die Einstellungen, um ihn herum, benötigt
man
für ein beabsichtigtes lokales eigenes Heim- Netz zwischen
Linux-Computern. Hat man das Ganze über einen DSL-Router
laufen,
der als DHCP-Server konfiguriert ist, können Sie die
Home-Verzeichnisse der anderen Computer ganz bequem im Konqueror, dem
Datei-Explorer des KDE abrufen, indem Sie in der Kopfzeile des
Konquerors den gewünschten Computer mit:
fish://username@IP-Nummer_des_Zielgerätes/home/username/
aufrufen,
und nach der
Eingabe des betreffenden User-Passwortes dort dann so arbeiten
können, wie auf Ihrem Hauptrechner. Sehr komfortabel, sehr
schnell
und einfach. Ich möchte das Programm schon lange
nicht mehr
missen.




Die
nebenstehenden vier Screenshots habe ich so beantwortet, wie es zu
sehen ist. Ich habe die Voreinstellungen belassen, weil ich mir
über das Ergebnis kein Bild machen konnte. Das war
letztendlich
das Richtigere, wie sich herausstellte. Man muss in diesem Zusammenhang
immer wider sagen, dass die Voreinstellungen des Installers im
Zweifelsfalle immer die besten sind. Manche Meldungen des Installers
können Sie ja auch nur mit OK quittieren. Man muss es sich
dabei
also nie schwerer machen, als es ist und etwas locker an die Sache
herangehen.

Wenn Sie die Abfragen nach dem Land vorher richtig beantwortet haben,
müsste das systemweite Papierformat, so wie in Deutschland
üblich auf A4
stehen. Steht es etwa auf dem amerikanischen
Format letter,
dann müssten sie es auf A4 umstellen.

schließlich
kommen dann wieder zwei Abfragen, die der Laie nicht ganz
erklären
kann, hier ist man wieder mit OK, bzw. JA am besten beraten. Es
passiert zumindest nichts Nachteiliges, also kann mans machen.
Wenn ich bei der Debian-Installation eines schnell erkannt
habe,
dann jenes, dass man keinesfalls von dem Ehrgeiz zerfressen sein darf,
alles erklären zu wollen, was einem da widerfährt. Um
ein
funktionierendes Debian-Linux auf den Rechner zu bekommen, ist das
jedenfalls nicht erforderlich. Im Gegenteil! Wer hinter jeder Abfrage
das Für und Wider oder die innere Struktur zu suchen versucht,
bekommt sein Debian-Linux wahrscheinlich nie auf den Rechner. Man muss
es machen und nicht viel drüber sinnieren. Erkenntnisse kommen
später beim Arbeiten mit Debian von selbst. Wenn man sein
System
dann Schritt für Schritt erweitert, fragenden Kontakt mit
entsprechenden Foren hält, kommt im Laufe der Zeit von allein
das
alles, was man anfangs mit Gewalt nicht zu erzwingen vermochte.

Sollten Sie seriellen PALM III oder IIIc, IIIxe oder sonst einen der
Kameraden aus dieser altbewährten Serie verwenden wollen,
aktivieren Sie die serielle Schnittstelle dafür, sie
heißt
im Linux ttyS0. Selbst
wenn der Palm nur geplant ist, es macht dem System nichts, wenn Sie die
Schnittstelle aktiviert haben. Programme für den
PALM sind jpilot,
kpilot und der Outlook-Pendant evolution. Ebenso
gab es im Netz Programme für die Synchronisation des
Nokia-Communicators 9110 und 9110i, für die es ebenfalls
erforderlich ist, diese serielle Schnittstelle für die
Datensynchronisation zu aktivieren.
So und nun
kommt die
letzte heiße Phase, die Konfiguration des X-Servers
Es ist Windows-Usern schwer zu verklickern,
dass der
Start eines Desktops, und das auch im Windows, durch einen
Screen-Server erfolgen muss. Für den Windows-User verbindet
sich
mit dem Wort Server immer etwas Großartiges oder Furchtbares,
was
mit dem Internet zusammen hängen muss. Aber jeder Daemon, der
gestartet werden muss, um einen Dienst zu ermöglichen, hier
den
des Desktops, das ist letztendlich ein Server.
Wenn man also von dem installierten KDE, GNOME oder was auch immer,
etwas sehen will, dann muss im Linux erfogreich ein so genannter
X-Server startbar
sein. Startet der X-Server nicht oder sind die Einstellungen
fehlerhaft, dann bleibt der Bildschirm dunkel. In
früheren Zeiten war die Einrichtung des X-Servers immer
ein heikles Kapitel für sich. Die Monitore waren zu
früheren
Zeiten
wesentlich empfindlicher und intolerenater gegenüber falsch
eingestellten Frequenzen. Nicht wenige dieser Geräte hauchten
bei
falsch eingestelltem X-Server ihr Leben aus. Während das
heutztage
mit den modernen Röhrenmonitoren kaum noch passieren
kann,
sollte man bei
TFT-Schirmen noch immer etwas vorsichtig sein. Ich habe selbst,
glücklicherweise sofort nach dem KDE-Start, feststellen
können, dass der X-Server trotz anderer Einstellungen den
TFT-Monitor eines Fujitsu-Siemens-Notebooks mit 120 Hertz hochgefahren
hatte. Es gilt aber noch immer, dass ein
TFT-Monitor maximal mit etwa 60 bis 70 Hertz betrieben werden
soll. Nachdem ich die Frequenz im Kontrollcenter des KDE
verringert, abgespeichert und als KDE-startbedingte Zwangsoption hatte,
wurde der TFT-Schirm nur noch mit schonenderen 60
Hertz betrieben. Die systemweiten Einstellungen hatten das nicht
vermocht und hätte ich mich ohne Prüfung darauf
verlassen,
wäre sicherlich die Zerstörung des Monitors wenig
später
die Folge gewesen.
Man sollte also selbst, wenn man meint alle Fragen richtig beantwortet
zu haben, die Bildschirmfrequenten unmittelbar nach dem ersten Start
prüfen, das insbesondere bei TFT-Monitoren. Das geschieht
folgendermaßen nach dem KDE-Start
Kontrollzentrum
- Angeschlossene Geräte - Anzeige - dort rechts für
den
TFT-Schirm eine Wiederholrate von 60 Hz einstellen
und die Option "X-Einstellungen beim KDE-Start erzwingen" unbedingt
aktivieren.
Arbeiten mehrere User an
dem
Gerät mit verschiedenen Usernamen, ist es sinnvoll diese
Einstellung für alle als root vorzunehmen oder jeden einzelnen
User-Zugang entsprechend einzurichten. Da aber jeder User diese
Einstellungen wieder verändern kann, egal ob nun gewollt oder
fahrlässig, ist eine Umstellung als Root systemweit sinnvoller.
Die Konfiguration des X-Servers wird mit folgenden Abfragen vom System
vorgenommen:

Bildschirm oder Grafikkarte automatisch erkennen - NEIN, das geht meistens schief!

dass Kürzel nv
steht
hier in meinem
speziellem Falle für
Nvidia, natürlich
gibt es auch andere Grafikkarten. Ich hoffe ja, sie haben vorher, als
noch Windows auf dem Rechner war, mal nachgeschaut, was da drin so
alles verbaut ist ? Wenn Sie das verpasst haben, hilft auch das
Hochfahren einer Knoppix, um zu erfahren, was alles im Rechner drin
steckt, ohne ihn demontieren zu müssen


hier
brauchen Sie NICHTS
einzutragen, das tut das System


hier
wird die Maus eingerichtet, die sich an einem seriellen PS-2-Port
befindet. Findet das System dann die Maus nicht,
überprüfen
Sie die Verbindung. Ich bin selbst einmal an einem elektronischen
KVM-Switch fast verzweifelt, weil das System zwar die Tastatur, nicht
aber die Maus durch den Switch hindurch erkennen konnte. Für
PS2-Wheelmäuse sollten Sie jedoch den Anschluss IMPS/2
wählen.

Eigentlich sollte sich hier alles zum Wohle eines TFT-Schirmes
entscheiden und bei der Wahl zu einem solchen Plasma-Schirm gar keine
höhere Frequenz einstellbar sein, aber die Wirklichkeit hat
gezeigt, dass dies nicht so ist. Ich kann aus eigener Erfahrung also
nur zur Vorsicht bei TFTs raten.
Hier, jetzt in diesem Falle, ist es allerdings ein ganz normaler
Röhren-Monitor, der eingestellt wird.


Egal, was Ihnen das System zu erklären versucht, warum die
eine
Einstellungsart weniger nervig fragt, als die andere - benutzen Sie Advanced und
behalten damit die volle Kontrolle über die Einstellungen
Ihres Bildschirmes.


zuerst
wird die horizontale Frequenz des Monitors abgefragt, dieser Wert ist
in KiloHertz im User-Manual ihres Monitors ersehbar. Als zweites ist
die Bildwiederholfrequenz in Hertz einzutragen, die heute
üblichen
Röhrenmonitore schaffen die in den Screenshots zu sehenden
Werte
alle normalerweise schadlos.
Als
vorletztes stellen sie die Auflösung ein, die Ihr Bildschirm
schafft. Beachten Sie aber, dass zwischen der Auflösung, der
Farbtiefe und der Bildwiederholfrequenz Zusammenhänge
bestehen.
Eine Auflösung von 1024 x 768 schadet keinem Monitor, sie
sollte
man als die niedrigstmögliche benutzen. Beim ersten Start
stellt
der X-Server diesen niedrigen Auflösungswert sowieso ein, wenn
die
Bildwiederholfrequenz über dem Wert zu liegen käme,
den Sie
eingestellt haben. Das System hat default allerdings viel zu niedrige
Werte 800 x 600 oder 640 x 480 eingestellt. Diese können Sie
entfernen. Fährt der X-Server in einem so niedrigen
Video-Modus
hoch, dann haben Sie u.U. ziemliche Probleme an Buttons oder
Einstellungsleisten heran zu kommen. Warum das aber so ist ? Nun,
Debian ist international. Es wird Indien oder China, in buddhistischen
Klöstern im Tibet oder im Herzen Afrikas genauso verwendet,
wie in
hochtechnisierten Bürotürmen der westlichen Welt. Und
irgendwie mussten die Entwickler ja der Tatsache gerecht werden, dass
der Monitor irgendwo in der afrikanischen Weite unter
Umständen
wesentlich älter sein kann, wie der, den Sie und ich
verwenden.


Als
letztes wird die Farbtiefe des Monitorbildes eingetragen. Zur
Bearbeitung von Fotos sollten Sie da schon 24 Bit wählen. Das
macht jeder Röhrenmonitor mit. Wenn das erfolgt ist, ist der
Wissensdurst des Systems gestillt und die Installation wird nun weiter
fortgesetzt.
Wenn Sie mehrere Anmelde-Manager zur Installation markiert haben, fragt
Sie das System noch, welchen Sie benutzen wollen. kdm
scheint mit persönlich hierbei die günstigste Wahl.
Haben Sie von CDs
installiert, dann
erwartet Sie jetzt die Gymnastik eines Disk-Jockeys, denn das System
fordert Sie immer wieder auf, diese oder jene CD einzulegen.
Für
die DVD-Installateure ergibt sich da etwas weniger Aufwand, immerhin
vereint eine DVD sechs CD`s.





Wer
die Programmpakete vom FTP-Server zieht. die gehen jetzt einen Kaffee
trinken und lassen den Computer machen, was er will. In etwa 30 Minuten
bei DSL-1000, ist das System dann fertig. Die
Netz-Installierer
haben obendrein noch den Vorteil, dass der Debian-Installer gleich beim
Download der Pakete auf dem Security-Server nachschaut, für
welche
Pakete bereits Sicherheitsaktualisierungen vorliegen und diese
problemlos mit einbindet. Nach der Netz-Installation kann man
hundertprozentig sicher sein, ein absolut tagaktuelles und sicheres
System auf seinem Rechner zu haben.

Wenn
die Installation aller Pakete abgeschlossen ist, bleibt der Rechner
wieder in der Root-Eingabeaufforderung stehen. Er startet nicht von
selbst neu. Um einen solchen Neustart zu vollziehen, geben Sie

als root den Befehl reboot ein,
bestätigen mit der Entertaste und Ihr System wird
heruntergefahren
und neu gestartet
Als erstes erscheint, der Ihnen bereits vertraute Bootloader GRUB

und dann fährt Ihr Debian-Linux mit
den üblichen Meldungen eines Linuxsystems hoch.
Wenn Ihr X-Server richtig konfiguriert ist, meldet sich zuerst kdm oder wenn Sie sich für
GNOME entschieden hatten, gdm
Ich bin bekennender KDE-Fan,
durch und durch.
Alle meine GNOME-Versuche endeten immer wieder damit, dass ich zu KDE
zurück kehrte. Es ist aber wirklich ebenso
müßig zu
streiten, welches Desktop nun das Bessere wäre, als wie man
richten wollte, ob braune oder schwarze Schuhe das Alleinseligmachende
wären. Es ist jedes Einzelnen eigene Entscheidung, welches
Desktop
er für sich selbst am besten zu handhaben entdeckt.
für
Windows-Umsteiger erscheint mir persönlich KDE als das
Desktop,
welches die wenigsten Umstellungsschwierigkeiten erzeugen wird.
Inzwischen nähert sich GNOME immer mehr KDE an, eventuell wird
es
in fünf Jahren weder das eine oder andere noch geben, sondern
ein
einheitliches gemeinsames Desktop.
Es
ist auch ein Kritikpunkt
der GNOME-User, dass kdm zuwenig
Gestaltungsspielraum böte und langweilig wäre - gdm
wäre
viel hübscher. Wenn Sie natürlich kdm
in der "Urform" beibehalten, so wie er sich beim ersten Start anbietet
- OK, dann ist es ziemlich schmucklos. Außerdem,
auch
dieser Streit ist genauso sinnvoll, als sich drüber
zu
einigen zu wollen, ist meine Frau nun schöne als deine, denn
da
gibt es noch so etwas diffuses Unberechenbares, und das nennt sich
persönliches Geschmacksempfinden ;-)
Aber der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wie dieses
Beispiel zeigt. Es geht sogar noch mehr. Sollten an Ihrem Computer
mehrere Familienmitglieder arbeiten, kann man deren Konterfeis
einsetzen und im Hintergrund vielleicht Haus und Hof oder das Haustier.
Der Anmeldende klickt dann sein Bild an, gibt sein
persönliches
Passwort ein und ab geht es.
Ehe man aber
solche Kleinigkeiten diskutiert, kann durchaus noch ein anderes Problem
anstehen:
angenommen kdm startet aus irgendeinem Grund nicht, weil Sie einen Wert
fehlerhaft eingegeben haben, dann brauchen Sie natürlich nicht
neu
zu installieren!!
als root eingegeben: dpkg-reconfigure xserver-xfree86 kann
der X-Server beliebig oft neu konfiguriert werden, bis es klappt.
Besonders die neuesten ATI-Grafikkarten, die ja so schnell sind, dass
sie schon laufen, bevor der Rechner angeschaltet wurde, sind noch immer
Problemkinder bei der Einrichtung des X-Servers. Ich wünsche
Ihnen, eine solche Karte möglichst nicht verbaut
zu haben. Vor Jahren war es noch genau umgekehrt. Die älteren
ATI-Grafikkarten der Rage- und Mach-Serien funktionierten unter Linux
fast immer alle klaglos und jahrelang waren die Nvidia-Grafikkarten die
unendliche Geschichte des langen Leidens. Heute aber hat sich das Blatt
regelrecht gedreht. Inzwischen stellt Nvidia auf seiner Treiberseite
auch Linuxtreiber zur Verfügung, so dass diese Karten
normalerweise mit dem vollen Leistungsumfang angewendet werden
können. Nicht
dass die Karte ohne den properitären Nvidia-Treiber nicht
laufen würde - nein, aber die
3D-Beschleunigung wird den OpenSource-Treiber aus lizenzrechtlichen
Gründen nicht abgedeckt. Die Installation des original
Nvidia-Treibers
ist übrigens wenig spektakulär, wenn man es
weiß. Wie das geht, ist detailliert auf dieser Seite nachzulesen. Auch hier sei aber wieder darauf verwiesen, dass das mein persönlicher Weg zum Ziel ist
und Experten oder Profis sicher über diesen relativ
umständlichen und primitiven Weg lächeln werden. Aber was
solls meine Herren Experten, letztendlich haben wir am Ende beide nur das
Gleiche erreicht - wir haben den 3D-Treiber für die
Nvidia-Grafikkarte installiert.
ATI läßt die Linux-User
derzeit mit den neueren
Karten leider ziemlich im Regen stehen. Linux-Treiber werden entweder
gar nicht oder nur sehr halbherzig bereit gestellt. Wenn Sie so eine
Karte erwischt haben, dann hilft Ihnen wirklich nur noch
Kommunikation mit der Debian-Community, z.B. im deutschen
Debianforum
und die Suche nach anderen Usern, die sich mit solchen Karten schon
versucht und sie unter Umständen sogar schon zum Laufen
gebracht
haben. Anfragen an ATI oder andere Versuche vom Hersteller
etwas
zu erfahren, sind zum Scheitern verurteilt, solange der Hersteller
keine Linux-Kompatibilität seiner Hardware wünscht.
Diese
Erfahrung bestätigt sich leider immer wieder neu. Solche
Hersteller werden dann erst munter und weich, wenn plötzlich
ein
Open-Source-Entwickler mit einem freien Programm die Karte knackt und
die Herrschaften Hersteller merken, dass sie nicht unangreifbar sind.

Danach
erwartet Sie KDE 3.3.
basierend auf Debian-Linux 3.1. (stable), welches Sie mittels synaptic
weiter nach Lust und Laune konfigurieren, erweitern und
verschönern können. Das nebenstehende Bild zeit nur
eine von
vielen zig Lösungsmöglichkeiten und Ideen, wie man
sie sich
auch http:/www.kde-look.org holen kann

Übrigens, kennen Sie den?
Sagt der Linux-Server zum Windows-NT-Server: Sag mal, bist du wirklich zu dämlich die Fenster zu schließen? Kein Wunder, dass du dauernd Viren hast.
Oder kennen Sie die Gemeinsamkeiten von Windows und einem U-Boot?
Nein? Ganz einfach. Macht man ein Fenster auf, geht der Ärger los.
Viel
Erfolg, viel Spaß und Freude dabei !